Geschäftsideen

Co-Working-Space für Heimwerker - Offene Werkstatt in Stuttgart

Selbermachen ist ein Trend, den es schon länger gibt. Der Boom von Heimwerkermärkten ist schließlich kein Zufall. Hier findet der Heimwerker nicht nur Material in großer Auswahl, sondern auch Werkzeuge und Gerätschaften. Nur, wo lernt man den richtigen Umgang mit Hammer, Bohrmaschine und Co? Erklärvideos auf YouTube bringen vielleicht den einen oder anderen Heimwerker weiter.

Die meisten aber würden sich gerne direkt mit ihresgleichen austauschen, ohne sich zu blamieren. Denn auch bei Hobbyhandwerkern gilt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Der Gründer Martin Langlinderer aus Stuttgart kam im Jahr 2015 auf die fulminante Idee einer offenen Werkstatt für alle. Anstatt zu Hause im Hobbykeller mehr oder weniger frustriert vor sich hin zu werkeln, sollten Heimwerker in dieser offenen Werkstatt eine Möglichkeit bekommen, ihre Talente zu entwickeln und sich mit anderen auszutauschen.

Co-Working-Space für Heimwerker - Offene Werkstatt in Stuttgart

Martin Langlinderer gründete einen Verein zur Verbreitung Offener Werkstätten e.V. und eröffnete mit dem Hobbyhimmel die erste offene Werkstatt in Stuttgart. Das gemeinnützige Projekt steht allen Hobbyheimwerkern offen. Und das Beste ist: Keiner braucht sein benötigtes Werkzeug mitzubringen. Gegen eine geringe Gebühr kann sich jeder Besucher im Hobbyhimmel die Werkzeuge und Geräte ausleihen, die er für sein Projekt braucht.

 

Bohren und Hämmern mit professioneller Begleitung

Einen Nagel mit einem Hammer gerade in ein Brett einzuschlagen, ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Geschicklichkeit. Im Zweifelsfall hilft hier nur üben, üben und nochmals üben, bis man den Dreh raushat. Eine Bohr- oder Schleifmaschine zu bedienen, verlangt dagegen auch ein wenig technisches Grundverständnis, will man das Werkstück nicht ruinieren oder das Gerät beschädigen.

In beiden Fällen kommt es zudem auf den sachgemäßen Umgang an, denn beim Hämmern, Bohren und Sägen besteht immer auch eine potenzielle Verletzungsgefahr. Genug Gründe also, um eine Werkstatt zu gründen, die jedem Heimwerker offen steht. Der Stuttgarter Martin Langlinderer brachte das auf die Geschäftsidee zur Gründung der offenen Werkstatt Hobbyhimmel. Getragen wird das Projekt von seinem 2017 gegründeten Verein zur Verbreitung Offener Werkstätten e.V.

Das Projekt Hobbyhimmel vereint eine Vielzahl neuer Start-up-Trends. Es ist eine Mischung aus Co-Working-Space, Sharing-Community und Crowdworking-Initiative. Vor allem aber wurde die Gemeinnützigkeit der offenen Werkstatt anerkannt, weshalb ein eingetragener Verein die Trägerschaft für die Werkstatt übernehmen durfte.

In der 300 qm großen Werkstatt in Stuttgart-Feuerbach können sich Heimwerker an allen Tagen in der Woche eine Vielzahl von Elektro- und Spezialgeräten gegen eine geringe Gebühr ausleihen und damit vor Ort an ihrem Projekt arbeiten. Dabei werden sie von Vereinsmitgliedern, den sogenannten Thekenhelden fachkundig unterstützt. Neben der Unterstützung durch die Vereinsmitglieder können sie natürlich auch andere Besucher kontaktieren, mit ihnen fachsimpeln oder Erfahrungen austauschen.

Egal, ob sie im Hobbyhimmel Holz, Metall, Stoff oder einen anderen Werkstoff bearbeiten müssen - für fast jeden Werkbereich stehen Werkzeuge und Geräte zur Verfügung. Für die Werkstoffbearbeitung stehen unter anderem ein Lasercutter und eine CNC-Fräse und ein 3D-Drucker zur Verfügung. Es gibt eine Fahrradwerkstatt und auch einen Bereich für Future Gardening.

Selbstverständlich werden zu allen möglichen Heimwerkerthemen auch Kurse angeboten wie Weichlöten für Elektronik, Fräsen, Schweißen und sogar Programmieren. Es gibt die beiden Modi Basis und Plus für die Werkstattnutzung. Eine Stunde kostet 2 beziehungsweise 3 Euro, ein ganzer Tag 10 beziehungsweise 15 Euro. Ebenfalls gibt es Halbjahres-Abos, die jeweils 20 Euro im Monat für die Basic-Variante und 35 Euro für die Plus-Variante kosten. Die Nutzung von Spezialgeräten kostet zwischen 0,50 Euro und 1 Euro pro 5 Minuten.

Hobbyhimmel fand als erste offene Werkstatt lokal und überregional ein großes Echo. Beim Elevator Pitch BW, einem Gründungswettbewerb des Landes Baden-Württemberg gewann Hobbyhimmel im Jahr 2016, also ein Jahr nach der Gründung den ersten Preis.

 

Offene Werkstätten besitzen großes Potenzial

Nicht nur die Sharing-Economy boomt, sondern auch der Co-Working-Gedanke setzt sich immer mehr durch. Anders als digitale Projekte lassen sich analoge Arbeiten nur schwerlich im Homeoffice bewerkstelligen oder in Videokonferenzen besprechen. Hier muss Hand angelegt werden, um zu Lösungen zu kommen. Und vor allem braucht man das Know-how und die richtigen Gerätschaften.

Nicht jeder Heimwerker hat jedoch das passende Werkzeug in seinem Hobbyraum, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. So lohnt sich beispielsweise die Anschaffung eines Bandschleifers meistens nur für den professionellen Einsatz. Was aber ist, wenn man dennoch ein Werkstück abschleifen muss? Genau für solche Anlässe sind offene Werkstätten wie der Hobbyhimmel gedacht. Doch wieso eigentlich nur in Stuttgart? Der Bedarf an Einrichtungen für professionell begleitetes Heimwerken ist auch in anderen Regionen groß.

Wer ein Handwerk gelernt hat und vielleicht schon einmal ausgebildet hat, für den ist diese Geschäftsidee wie geschaffen. Es sollte bei den entsprechenden fachlichen Voraussetzungen nicht schwer sein, Unterstützung seiner Kommune oder seines Bundeslandes zu erhalten. Vielleicht existieren auch Unternehmen in der Nähe, die bereit sind, ein Projekt für eine offene Werkstatt zu sponsern. Die Beschaffung der Grundausstattung lässt sich so noch schneller in die Tat umsetzen.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: Einzelunternehmen
Branche: Dienstleistungen, Gesellschaft & Familie, Handwerk
Kategorie: Heimwerker, Verschiedenes
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: hobbyhimmel.de
* geschätztes Startkapital

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