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Gründerszene aktuell: Lohnt sich eine Unternehmensgründung heute noch?

Gründen und selbstständig arbeiten oder doch lieber bis zur Rente als Angestellter schuften? Diese Frage stellen sich die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben. Zu welcher Antwort man dabei kommt, hat einen entscheidenden und wichtigen Einfluss auf den weiteren Lebensweg. Selbstständige Unternehmer führen nämlich ein Leben, das sich deutlich von dem der Angestellten unterscheidet. Doch lohnt es sich in unserer Zeit überhaupt noch, über die Gründung eines eigenen Unternehmens nachzudenken? Wir haben das untersucht und liefern Ihnen im Folgenden die Antwort.

Lohnt sich eine Unternehmensgründung heute noch?

 

Die öffentliche Wahrnehmung zu Gründungen ist zwiespältig

In der Öffentlichkeit hört man ganz unterschiedliche Dinge über die Gründerszene, die Erfolgsaussichten von Geschäftsgründungen und die Situation von Selbstständigen. Häufig sind die Äußerungen in den Medien in diesem Zusammenhang sehr kontrovers.

Da sind auf der einen Seite die ständigen Erfolgsmeldungen der großen und bekannten Gründer, die durch den Aufbau von vergleichsweise einfachen Internet-Geschäftsmodellen innerhalb von wenigen Jahren zu Millionären oder sogar zu Milliardären geworden sind.

Meist stammen solche Meldungen aus den USA, wo auch tatsächlich viele erfolgreiche Start-ups, vor allem im Technologie-Bereich, angesiedelt sind. Mitunter hört man in diesem Zusammenhang auch von erfolgreichen deutschen Gründern, wie zum Beispiel von den Köpfen hinter der ausgesprochen bekannten Plattform Trivago.

 

Anzahl der Gründungen nimm ab

Auf der anderen Seite lässt sich aber beobachten, dass die Zahl der Unternehmensgründungen in Deutschland von 2000 bis 2017 fast kontinuierlich abgenommen hat. Hier sind immer nur kurze Erholungsphasen zu verzeichnen. Insgesamt haben sich die Gründungen in diesem Zeitraum mehr als halbiert und kamen im Jahr 2017 nur noch auf eine Zahl von 557.000. Hierbei sind sowohl gewerbliche als auch freiberufliche Gründungen im Haupt- und Nebenerwerb erfasst worden.

Ebenso wird in der Öffentlichkeit auch immer wieder kritisch über die Ausgangsvoraussetzungen für deutsche Gründer berichtet. Man kann also durchaus den Eindruck gewinnen, dass es heute kaum noch sinnvoll ist, mit einem eigenen Unternehmen an den Start zu gehen.

Die Wahrheit liegt wohl zwischen den beiden Extremen. Die Gründungsaussichten sind weder exzellent noch mangelhaft. Sie sind in Deutschland aber ohne Zweifel ordentlich. Dass wir hiervon wenig mitbekommen, liegt wohl vor allem daran, dass es der durchschnittliche Gründer, dem es gelingt, ein funktionierendes Unternehmen aufzubauen und sich davon zu ernähren, nicht in die Medien schafft.

Seine Geschichte ist scheinbar nicht spektakulär genug, um daraus einen aufsehenerregenden Pressebericht zu erstellen. Dies sollten wir uns vor Augen halten, bevor wir die Gründerszene und ihre Optionen abschließend bewerten.

 


 

  Die wesentlichen Voraussetzungen haben sich kaum geändert  

Die wesentlichen Voraussetzungen haben sich kaum geändert

Einige Dinge haben sich für Gründer in den letzten Jahren und Jahrzehnten wahrscheinlich tatsächlich negativ verändert. Dies bezieht sich vor allem auf die klassischen Finanzierungsmöglichkeiten. Nur wenige Banken sind heute dazu bereit, einen angehenden Unternehmer mit einem ausreichenden Startkapital auszustatten, ohne dass er, abgesehen von der Geschäftsidee, entsprechende Sicherheiten vorzuweisen hat.

In Sachen Finanzierung muss man sich daher also heute etwas einfallen lassen. Wir werden uns zu diesem Punkt etwas später in unserem Beitrag noch ausführlich äußern. Es sei nur an dieser Stelle schon einmal gesagt, dass es für diese Situation durchaus Lösungen gibt.

Ansonsten haben sich eigentlich keine wesentlichen Parameter, die für Gründer eine Rolle spielen, verschlechtert. Im Gegenteil. Durch die Digitalisierung sind heute sehr interessante Formen der Zusammenarbeit mit mehreren Personen an verschiedenen Orten möglich. Die Welt ist außerdem klein geworden und wir können uns heute Anregungen, Austausch und Inspiration aus allen Teilen der Welt sichern, ohne dazu unseren momentanen Aufenthaltsort verlassen zu müssen.

 

Das Gründungspotenzial liegt in neuen Technologien

Hinzu kommt, dass durch den gesellschaftlichen und technologischen Wandel viele ganz neue Geschäftsfelder entstanden sind, in denen wir uns selbstständig betätigen können. Hier werden in naher Zukunft noch unzählige Optionen folgen. Die Globalisierung hat gleichzeitig dafür gesorgt, dass wir uns von Deutschland aus Zugang zu fast jedem internationalen Markt verschaffen können. Das hat die Geschäftsaussichten sehr verbessert.

Für innovative Gründer gibt es vor dem Hintergrund der Europäischen Union viele Fördermöglichkeiten. Diese beziehen sich vor allem auf wichtige Zukunftsbranchen und sind für angehende Unternehmer sehr interessant. Und nicht zuletzt gibt es Plattformen wie Geschäftsideen.de, die es jedem interessierten Gründer ermöglichen, sich über eine Vielzahl von interessanten Geschäftsideen zu informieren und gleichzeitig viele Tipps und Ratschläge zu erhalten.

Wir sollten zusammengefasst also nicht davon ausgehen, dass wir es heute mit begrenzten oder schlechten Ausgangsvoraussetzungen zu tun haben. Die wenigen negativen Veränderungen werden von einer Fülle an neuen Möglichkeiten deutlich aufgewogen.

 


 

Der Grund für die Gründung muss immer der Gründer selbst sein

Wir wollen uns an dieser Stelle mit einem weiteren Aspekt des Gründens beschäftigen. Hierbei geht es um die sehr zentrale Rolle des eigentlichen Gründers. Diese wird oft unterschätzt und geht nicht selten hinter der Geschäftsidee oder anderen Themen unter. Und doch ist es die Person des Gründers, die die Entstehung eines neuen Unternehmens überhaupt erst ermöglicht. Grund genug, uns mit dessen Rolle näher auseinanderzusetzen.

Zunächst einmal ist es der Gründer selbst, der den ersten Impuls dafür setzen muss, in seinem Leben einen beruflichen Weg einzuschlagen, der von dem der Mehrheit abweicht. Dafür braucht es Mut, Vorstellungskraft, Kreativität und Selbstbewusstsein. Ohne diese Grundeigenschaften wird es kaum dazu kommen, dass sich ein Mensch für einen selbstständigen Werdegang entscheidet.

 

Der Gründer ist der wichtigste Faktor

Darüber hinaus muss der Gründer eine ganz eigene Motivation für seine Tätigkeit entwickeln. Es ist schließlich nicht so, dass Gründer und Unternehmer im Regelfall weniger arbeiten, als es bei Arbeitnehmern der Fall ist. Ganz im Gegenteil. Außerdem nimmt ein Gründer ein erhebliches Risiko auf sich. Um bereit zu sein, sehr viel mit einem hohen Risiko zu arbeiten, braucht es eine gute Motivation. Diese muss jeder Gründer für sich selbst entdecken.

Für den Weg zum eigenen Unternehmen bedeutet das, dass sich der Gründer sehr intensiv mit sich selbst, mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Visionen auseinandersetzen muss, um überhaupt in die Situation kommen zu können, sein eigenes Unternehmen zu starten. Hierzu gehört auch eine genaue Analyse der eigenen Stärken und Schwächen.

 


 

  Unternehmer versus Angestellter: Beide Seiten haben ihre Vorteile  

Unternehmer versus Angestellter: Beide Seiten haben ihre Vorteile

Wenn man vor der Entscheidung für oder gegen die Gründung eines eigenen Unternehmens steht, dann wird man in Gedanken immer wieder die Vorteile und die Nachteile der unternehmerischen und der angestellten Tätigkeit gegeneinander abwägen. Solche Überlegungen führen dann schließlich irgendwann zu der Überzeugung, dass der eine oder der andere Weg besser für sich selbst geeignet ist.

Verkürzt könnte man sagen, dass sich in diesem Wettstreit vor allem die Begriffe Freiheit und Sicherheit gegenüberstehen. Der Angestellte genießt weniger Freiheit und dafür mehr Sicherheit. Beim Unternehmer sieht es genau umgekehrt aus.

Das Angestelltenverhältnis bietet dem Mitarbeiter zunächst einmal die Aussicht auf ein sicheres Einkommen. Kurzfristige Schwankungen im Geschäftsverlauf ändern hieran nichts. Einem Unternehmen muss es schon ziemlich schlecht gehen, damit eine Insolvenz und damit ein Verlust des Arbeitsplatzes wahrscheinlich werden. Dabei sorgt sein Einkommen nicht nur für den Lebensunterhalt, sondern auch für die soziale Absicherung und die Vorsorge für Krankheit, Unfall, Pflegebedürftigkeit und Alter.

 

Freiheiten vs. Verpflichtungen der Selbstständigkeit

Der Unternehmer ist dagegen sein eigener Arbeitgeber. Er wird persönlich nur dann Einkünfte beziehen, wenn sein Betrieb genug abwirft. Auch für seine soziale Absicherung und für die Vorsorge ist er selbst zuständig. Er muss hier sehr aktiv werden, wenn er eine Sicherung wünscht, die dem eines Angestellten entspricht. Dafür ist er natürlich auch in vollem Maße an dem Erfolg seines Unternehmens beteiligt. Laufen die Geschäfte gut, dann verdient er sehr viel Geld, während das Einkommen des Angestellten auch in sehr erfolgreichen Unternehmensphasen eher gleich bleibt.

In Bezug auf die persönliche Freiheit hat ein Angestellter die Anweisungen seiner Vorgesetzten zu befolgen. Er kann weder darüber entscheiden, womit er sich konkret beschäftigt, noch wann er zur Arbeit erscheint oder mit welchen Kollegen er zusammenarbeitet. Seine Entscheidungen sind immer von der Zustimmung des Chefs abhängig. Außerdem kann er sich kaum nach seinen eigenen Vorstellungen weiterentwickeln.

Der Selbstständige ist dagegen niemandem Rechenschaft schuldig und kann alle wichtigen Entscheidungen selbst treffen. Außerdem steht es ihm frei, seinen Arbeitsbereich selbst zu bestimmen, seine Kollegen auszusuchen und seine Arbeitszeiten festzulegen. Er genießt ein Höchstmaß an Freiheit und damit eine hohe Aussicht darauf, mit seinem Leben zufrieden zu sein.

Während der Arbeitnehmer also eher von Sicherheit profitiert, steht beim Unternehmer die Freiheit im Vordergrund. Beides hat jeweils seine Vorteile. Welches Konzept besser zu einem Menschen passt, hängt vor allem von seiner Persönlichkeit, seinen Erwartungen ans Leben und seinen Wünschen ab.

 


 

Eine gute Geschäftsidee ist heute wie gestern eine Grundvoraussetzung

Bei jeder Gründung, egal ob Sie vor Jahren oder heute stattfindet, kommt es vor allem auf die Geschäftsidee an. Eine gute Geschäftsidee ist eine stabile Brücke zwischen dem Gründer auf der einen und der Marktsituation auf der anderen Seite.

Der Gründer bildet einen Brückenpfeiler. Seine Eigenschaften und Interessen müssen möglichst gut zu der Geschäftsidee passen. Sie darf ihn weder unter- noch überfordern und sie muss dazu in der Lage sein, ihn langfristig zu begeistern. Am besten gelingt dies mit Geschäftskonzepten, die möglichst viel mit ohnehin vorhandenen Interessen und Hobbys zusammenhängen.

Gelingt es dem Gründer, sich geschäftlich in einem solchen Bereich anzusiedeln, dann hat er gute Aussichten, mit seiner Geschäftsidee dauerhaft glücklich zu werden und nicht schon nach kurzer Zeit seine Motivation zu verlieren.

 

Nur ein marktfähiges Konzept ist auch dauerhaft erfolgreich

Den anderen Pfeiler der Brücke bilden der Markt und die Verbraucherinteressen. Eine Geschäftsidee kann noch so gut und originell sein und noch so gut zum Gründer passen, wenn es für das Angebot am Markt kein Interesse gibt, dann ist sie völlig aussichtslos. Umgekehrt gilt, dass eine Geschäftsidee, die sehr gut an den Markt angepasst ist, den Gründer nicht glücklich machen wird, wenn sie nicht zu seiner individuellen Persönlichkeit passt.

Es gilt also immer, genau diese Verbindung zwischen dem Gründer und dem Markt herzustellen, wenn das Ziel darin besteht, ein langfristig erfolgreiches Unternehmen zu gründen.

 


 

  Flexibilität ist im Gründergeschäft Trumpf  

Flexibilität ist im Gründergeschäft Trumpf

In Bezug auf den Gründer kann man davon ausgehen, dass seine persönlichen Eigenschaften, seine Stärken und Schwächen und seine Interessen relativ stabil sind und sich im Laufe der Zeit nicht entscheidend verändern.

Dies gilt allerdings keineswegs für den Markt. Dessen wesentliche Eigenschaft besteht gerade in seiner stetigen Veränderung. Hier wirken sich vor allem die wechselnden Interessen der Verbraucher sowie die verschiedenen Trends und Moden stark aus.

 

Veränderungen sind eine normale Konstante

Für den Unternehmer bedeutet dies, dass er flexibel sein muss. In Bezug auf die Leitung eines Unternehmens meint Flexibilität vor allem die Bereitschaft, sich immer wieder mit dem Markt auseinanderzusetzen und das eigene Geschäftsmodell an längerfristige Veränderungen anzupassen.

Gelingt das nicht, dann verschlechtern sich die geschäftlichen Chancen im Laufe der Zeit ganz von selbst. Es ist also sehr wichtig, dass jeder Gründer im Vorfeld seiner Unternehmensgründung prüft, ob er selbst flexibel genug ist, um seinen Betrieb immer wieder neu auf die veränderlichen Gegebenheiten auszurichten.

 


 

Eine gute Finanzierung ist bereits die halbe Miete

Einen Punkt wollen wir, wir hatten es zu Anfang schon versprochen, noch einmal ausführlicher ansprechen. Hierbei geht es um die Finanzierung eines Gründungsvorhabens. Der klassische Bankkredit spielt in diesem Zusammenhang kaum noch eine Rolle. Die meisten Geldinstitute sind nicht dazu bereit, gemeinsam mit einem Neukunden ins Risiko zu gehen. Man muss sich daher schon etwas einfallen lassen, um das zu gründende Unternehmen zu finanzieren.

Hierzu sollte man wissen, dass eine mangelnde Finanzierung häufig den Grund für das Scheitern von jungen Unternehmen bildet. Als Gründer sollte man daher besonders großen Wert auf eine seriöse und umsichtige Planung legen. Dies gelingt am besten mit einem belastbaren Businessplan. Jeder Gründer muss einen solchen Plan zwingend erarbeiten, um den Finanzbedarf seines Vorhabens überhaupt realistisch einschätzen zu können. Hierbei sollte man sich von einem Steuerberater oder einer anderen kompetenten Person beraten lassen.

 

Ausreichendes Startkapital ist eine gute Basis

In Bezug auf die Geldbeschaffung selbst gibt es heute viel mehr Möglichkeiten als in früheren Zeiten. So kann man zum Beispiel per Internet Crowdfunding durchführen, um das Unternehmen von vielen Personen gemeinsam finanzieren zu lassen. Ebenso kommt für viele Gründer auch die Finanzierung durch einen Businessangel in Frage.

Hierbei handelt es sich um einen privaten Investor, der dem Unternehmen nicht nur mit Geld, sondern auch mit Rat, Tat und geschäftlichen Kontakten zur Seite steht. Außerdem stehen viele weitere Investitions- und Fördermodelle zur Verfügung, mit denen sich die Gründung finanziell stemmen lässt.

Im Idealfall schafft man es natürlich, die Gründung mit möglichst wenig Fremdkapital über die Bühne zu bringen. So bewahrt man seine Unabhängigkeit und hält gleichzeitig das Gründungsrisiko gering.

 


 

Unser Fazit: Gründen ist nach wie vor ein tolles Konzept

Wir kommen an dieser Stelle zu einer klaren und eindeutigen Antwort: Wenn Sie nicht gerade ein Mensch mit einem extremen Sicherheitsbedürfnis sind, wenn Sie eine gute Geschäftsidee haben und wenn Sie die Finanzierung von Ihrem künftigen Unternehmen in den Griff bekommen, dann ist es nach wie vor eine gute Idee, die Gründung eines eigenen Unternehmens in Angriff zu nehmen.

Sie werden sich zwar mit einer ganzen Reihe von Herausforderungen und Problemen beschäftigen müssen. Am Ende lohnt sich der Aufwand aber in den meisten Fällen. Die Selbstständigkeit ermöglicht Ihnen ein freies, selbstbestimmtes und befriedigendes Leben, bietet Ihnen einen hohen Lebensstandard und ist dazu auch noch mit hohem gesellschaftlichen Ansehen verbunden.

Machen Sie also ruhig Nägel mit Köpfen, wenn Sie zum nächsten Mal vor der Frage stehen, ob Sie sich selbstständig machen oder doch lieber Angestellter bleiben sollen.

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