Geschäftsideen

Upcycling von Flugzeugteilen

Jedes Jahr werden unzählige Flugzeuge weltweit ausgemustert. Verwertbare Bauteile werden zumeist ausgebaut und zu Reparaturzwecken in baugleichen Modellen verwendet. Der Rest steht bis zum St. Nimmerleinstag in toten Winkeln von Flughäfen oder auf speziellen Schrottplätzen herum und verrottet mit der Zeit. Was für eine enorme Verschwendung von Ressourcen. Was soll man mit den gigantischen Rumpfteilen denn sonst anderes anfangen? Dieser Frage ging David Palmer aus dem ostenglischen Bury St. Edmunds nach. Zusammen mit seiner Tochter Emily entwickelte er ein Konzept für das Upcycling von Flugzeugteilen. Neben urigen Einrichtungsideen aus Flugzeugteilen hatten die beiden eine geniale Idee für die Wiederverwendung des überdimensionalen Flugzeugrumpfs.

Upcycling von Flugzeugteilen

Anstatt den Rumpf als Ganzes zu verwerten, zersägten sie ihn einfach in Teile von jeweils 2,5 Meter Länge. Diese Teile bilden die Basis für ihre Aeropods™. Das sind kleine Häuschen, die im Garten oder auch in großen Lofts aufgestellt werden können. Hübsch eingerichtet lassen sich Aeropods™ vielseitig nutzen. Als Ruheraum zum Entspannen, als Büro oder Bar im Freien. Die Idee des im Juli 2014 gegründeten Start-ups DappR Aviation sprach sich bei Möbel- und Einrichtungsdesignern aus ganz Europa schnell herum. Die Häuschen sehen einfach knuffig aus und helfen, die Müllberge dieser Welt zu verringern. Nicht nur Rumpfteile upcycelt DappR Aviation, sondern auch die Flugzeugeinrichtung. Und zwar bis zu 100 Prozent.

 

Häuschen für den Garten aus Rumpfteilen von Flugzeugen

Upcycling zählt zu den Megatrends der letzten Jahre. Während es beim Recycling darum geht, aus Abfällen Rohstoffe wiederzugewinnen, um sie erneut für die Produktion zum Beispiel von Kunststoffflaschen einzusetzen, möchte Upcycling Abfallprodukte zu neuem Leben erwecken. Das können Fahrradschläuche sein oder auch Teile von ausrangierten Fahrzeugen oder Maschinen.

Für den luftfahrtbegeisterten David Palmer aus Bury St. Edmunds in der ostenglischen Grafschaft Suffolk war Upcycling kein Fremdwort. Denn bevor er im Juli 2014 seine Firma DappR Aviation Ltd. gründete, hatte er bereits ein Unternehmen fürs Upcycling von Computerbauteilen gegründet. Mit dem Thema war er also gut vertraut. Seine Tochter Emily, die ihn in Designfragen beriet, brachte ihn schließlich auf die entscheidende Idee mit den Aeropods™, wie er seine Häuschen aus den Flugzeugrumpfteilen später nannte.

Aeropods™ lassen sich vielseitig einrichten und nutzen. Mit einer Tiefe von durchschnittlich 2,5 Metern umfassen sie vier Flugzeugfenster, die als integraler Bestandteil der Aeropods™ erhalten bleiben. Sie dienen allerdings mehr der Optik, denn Licht fällt ausreichend durch die gläserne Abschlussfront des Rumpfquerschnitts ein. Die kleinen Häuschen sind also sehr hell und somit ideal für ein Office oder ein Besprechnungsraum im Garten. Sie lassen sich aber auch als Freiluftwohnzimmer als Bar oder als Relaxraum einer Saunaanlage nutzen. Als Abstellraum für Gartengeräte wären die Aeropods™ aber definitiv zu schade. Ein Aeropod™ hat eine Grundfläche von 10 Quadratmetern und kostet inklusive der Einrichtung umgerechnet rund 30.000,- Euro. Sie werden nach Kundenwunsch individuell gestaltet und auf Holzböden aufgestellt.

Aeropods™ sind nicht die einzigen Produkte, die DappR Aviation aus Flugzeugteilen produziert. Für sämtliche Einrichtungsgegenstände haben Palmer und seine Tochter Upcycling-Konzepte entwickelt: von den Fluggastsesseln über Tische bis hin zu Servierwagen werden fast alle Teile eines ausrangierten Flugzeugs verwertet und zu neuem Leben erweckt. Einige Designkreationen wie Schlüsselbretter aus den Schnallen von Sicherheitsgurten oder Schalen aus Luftdichtungen können – sofern vorrätig – direkt im Online-Shop von DappR Aviation bestellt werden.

 

Upcycling-Konzepte haben Zukunft

Die Welt erstickt im Müll. Nicht nur Verpackungsabfälle belasten die Umwelt, sondern auch ausgemusterte technische Anlagen. Das können ausrangierte elektronische Geräte, Fahrzeuge oder Maschinen sein. Flugzeugteile sind aufgrund der außergewöhnlichen Beanspruchung aus besonders hochwertigen Materialien gefertigt. Das betrifft sowohl den Rumpf als auch andere Teile sowie das Interieur im Cockpit und der Kabine. Die Teile sind einfach viel zu wertvoll, um sie zu deponieren oder auf Schrottplätzen einfach verrotten zu lassen. Upcycling bietet sich hier förmlich an. Wie das Beispiel von DappR Aviation zeigt, lassen sich aus Flugzeugteilen nicht nur Kunstwerke herstellen, sondern auch nützliche Möbel und Gebäude wie die Aeropods™.

Nicht nur in Großbritannien werden Flugzeuge ausgemustert, sondern auch in Deutschland. Auch bei uns gibt es einen Markt für Upcyclingprodukte aus Flugzeugteilen. Man denke nur an die vielen Pavillons, die in Parks oder Privatgärten aufgestellt werden und hochwertige Ressourcen verbrauchen. Häuschen aus Flugzeugteilen bieten dazu eine echte Alternative, weil sie besonders stabil sind und fast keine zusätzlichen Ressourcen bei der Herstellung verbrauchen. Zudem stellt ein Häuschen oder Pavillon immer ein Unikat dar, was ihre Besitzer besonders zu schätzen wissen. Kurzum: Der Markt wartet nur darauf, dass jemand die Initiative ergreift.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Großbritannien Großbritannien
Rechtsform: Limited
Branche: Handwerk
Kategorie: Immobilien
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website: dappr-aviation.com
* geschätztes Startkapital

Beliebtheit

2743 Aufrufe

So viele Besucher haben sich für diese Idee interessiert.

Gerne informieren wir Sie regelmäßig über neue Geschäftsideen.

Unseren kostenlosen Newsletter erhalten Sie einmal monatlich.

Datenschutz- & Eintraghinweis:
Ihre E-Mail-Adresse verwenden wir ausschließlich zum Versand des Gratis-Ratgebers und des abonnierten Newsletters. Wir geben Ihre personenbezogenen Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter und halten uns an den Datenschutz. Der Verwendung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen, indem Sie uns einfach eine E-Mail an info@geschaeftsideen.de senden oder den entsprechenden Abmelde-Link im Newsletter betätigen.