Geschäftsideen

Elektromotorbetriebene Bobby-Cars erobern Deutschland

Bekanntlich imitieren Kinder in ihrem Spieltrieb die Welt der Erwachsenen. Während viele Mädchen mit Puppen spielen und sich so auf ihre Rolle als Mütter in spe vorbereiten, interessieren sich Jungen für das, was Väter und andere erwachsene Geschlechtsgenossen vorleben. So holzschnittartig und klischeehaft dieses Bild auch erscheinen mag – so wahr ist sein Kern. Es ist kein Zufall, dass der Lauflernklassiker schlechthin wie ein Auto aussieht. Ein Bobby-Car eben.

Elektromotorbetriebene Bobby-Cars erobern Deutschland

Auf der anderen Seite können es Väter einfach nicht verknusen, wenn der Nachwuchs so unbekümmert ohne Führerschein mit Plastikautos durch die Gegend fährt. Dieser Neidreflex führte zur wachsenden Vereinnahmung dieses Kinderspielgefährts durch die Erwachsenen, die damit Seifenkistenrennen und vergleichbare Wettrennen veranstalten. Überall in Deutschland entstanden seit den 1990er Jahren Bobby-Car-Clubs und die Dinger wurden immer mehr für diese Zwecke umgebaut. Was es noch nicht gab, war die Ausführung als E-Mobil.

Diese Marktlücke erkannte Stephan Kühler aus Wiesbaden, der diesen ultimativen Wunschtraum aller erwachsenen Bobby-Car-Fans mit Roddymotion wahr werden ließ. Mit einem 750 W starken Elektromotor lässt sich ein umfunktionierter Bobby-Car immerhin auf 30 km/h beschleunigen.

Der Gründer Stephan Kühler hat sich damit nicht nur einen Kindheitstraum erfüllt, sondern seine Geschäftsidee Roddymotion hat sich zum Traumgeschäft entwickelt. Kein Wunder bei einem Preis von 6.900,- Euro pro Stück und 150 produzierten Roddys pro Jahr, wie die E-Bobby-Cars bei Roddymotion heißen.

 

Spielzeugautos mit Kultstatus

Der Klassiker Bobby-Car, von dem bis heute 17 Millionen Stück gebaut wurden, zählt zu den erfolgreichsten Lauflerngefährten aller Zeiten. Spätestens für die Generation Golf gehörte das Kinderrutschauto zur Standardausstattung im Kinderzimmer. Es verdrängte Schaukelpferd und Dreirad und erlangte schließlich Kultstatus.

Die Klassikerausführung des Herstellers BIG war den großen Fans bald nicht mehr gut genug. Neue Zubehörteile mussten her. Die vielen Sondereditionen wie Mercedes SLK oder Porsche entsprachen mehr den Wunschträumen vieler Väter als dem kindlichen Spieltrieb.

Da Autos dieser Marken den meisten Vätern nicht vergönnt waren, vernarrten sie sich lieber in die Bobby-Cars und fuhren selbst damit herum. Was in den 1990er Jahren in Nordrhein-Westfalen begann, entwickelte sich zu einem mittelgroßen Hype. Überall entstanden plötzlich Bobby-Car- oder MiniCart-Clubs, wo Erwachsene eine Art Seifenkistenrennen mit Kinderautos veranstalten. Für diese Zwecke wurden sie entsprechend getunt. Durch Modifikation von Lenkung und Achsen ließen sich auf Gefällstrecken immerhin Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erzielen.

 

30 km/h bei 750 Watt

Nicht ganz so schnell fahren die Roddys des Erfinders Stephan Kühler aus Wiesbaden. Dessen gepimpte Bobby-Cars erinnern an die Hotrods aus den 1930er Jahren und lassen sich bis auf 30 km/h beschleunigen. Mit der Energie aus den Blei-Gel-Batterien kann das Roddy gut eineinhalb Stunden fahren, bevor es wieder an die Steckdose muss.

Nicht nur zur Befriedigung des Spieltriebs Erwachsener ist das Roddy entwickelt worden, sondern es eignet sich auch zum Einsatz auf Messen, wo es ermüdete Besucher von einer zur anderen Halle befördern kann. Das Start-Up Roddymotion des Designers Stephan Kühler baut jährlich nur 150 Roddys und bietet sie jeweils zu einem Preis von 6.900,- Euro inklusive Mehrwertsteuer an.

Roddys werden ausnahmslos in Deutschland designt und gebaut. Die 750 Watt starken Motoren schaffen eine Tourenzahl von 450 Umdrehungen und befördern bis zu 90 kg Nutzlast bei einem Eigengewicht von 50 kg. Man kann die Roddys nicht nur kaufen, sondern auch zum Preis von 500,- pro Tag mieten oder für monatlich 219,- Euro bei einer Laufzeit von 36 Monaten leasen.

Roddymotion hat wie jede andere Designerschmiede auch eigens ein Logo für die Roddys entwickelt und vertreibt entsprechende Accessoires wie Mousepads oder T-Shirts für die Roddy-Fans. Roddys sollen nicht nur Bobby-Car-Fans ansprechen, sondern auch Unternehmen, die das originelle Gefährt als Werbeträger einsetzen können.

 

Unzählige Bobby-Car-Liebhaber garantieren großes Potenzial

Bei 17 Millionen gebauten Exemplaren ist das Kinderspielgefährt Bobby-Car an Bekanntheit kaum noch zu überbieten. Bobby-Cars oder Spielzeugautos anderer Hersteller um- und aufzurüsten und mit Elektromotoren auszustatten, besitzt daher ein erhebliches Potenzial.

Bedenkt man, dass Roddymotion die Produktion bewusst auf 150 Stück pro Jahr limitiert und Preise von fast 7.000,- Euro je Auto erzielt, ist es nicht schwer sich auszumalen, wie lukrativ dieser Markt ist. Existenzgründer mit technischen Ambitionen oder Tüftler bringen für die Umsetzung dieser Geschäftsidee die idealen Voraussetzungen mit.

Gewiss ist einiges an Mitteln in Material und Produktion einzusetzen, doch es sind Investitionen, die sich auszahlen werden. Liebhaber, die bereit sind für getunte Bobby-Cars tief in die Tasche zu greifen, werden sich an jeder Ecke finden lassen. Nicht mitgerechnet die vielen Firmen, die solche Gefährte für Werbezwecke nutzen möchten.

Bei diesem großen, kaum bezifferbaren Nachfragepotenzial ist das jährliche Produktionsvolumen von 150 Einheiten nicht wirklich groß. Angehende Existenzgründer mit entsprechenden Ambitionen werden deshalb viel zu tun haben.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: Einzelunternehmen
Branche: Freizeit
Kategorie: Sport, Spielzeug
Startkapital: * 10.000 EUR - 25.000 EUR
Website: www.roddymotion.com
* geschätztes Startkapital

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