Geschäftsideen

Wie beim Lieblingsitaliener … Tiefgekühlte Premiumpizza

Pizzas schmecken überall gleich. Das behaupten zumindest Kritiker der Convenience-Version aus dem Supermarkt. Ganz anders sieht es in der Gastronomie aus. Jeder kennt da einen „Lieblingsitaliener“, auf den er schwört und den es gefühlt kein zweites Mal auf der Welt gibt. Auch ausliefernde Pizzerien haben für manche das gewisse Etwas. So auch bei Christoph Schramm, der in Passau erfolgreich eine Pizzeria betrieb und zu einer Kette mit Lieferservice ausbaute.

Es sind nicht nur die Unterschiede bei Belägen und deren Zusammenstellung, die eine Pizza einzigartig machen, sondern auch die Backkultur. Die Pizza aus dem Steinofen schmeckt einfach ganz anders als aus einem elektrisch beheizten Backofen. Es gibt aber noch einen weiteren Aspekt, der die Pizza zum Unikat machen kann: die Optik. Und genau hier setzte Christoph Schramm mit seiner Marke Gustavo Gusto an.

Wie beim Lieblingsitaliener … Tiefgekühlte Premiumpizza

Damit wollte er beweisen, dass es unikate Pizzas nicht nur beim Pizzabäcker um die Ecke, sondern auch aus der Tiefkühltruhe gibt. Mit anderen zusammen gründete er 2019 das Start-up Francesco Fresco, das täglich an die 15.000 Pizzas weitestgehend in Handarbeit herstellt. Keine Pizza von Gustavo Gusto gleicht einer anderen. Bei den Pizzafans ist die Botschaft angekommen. In kürzester Zeit gelang dem Start-up, wovon andere träumen: im Sortiment großer Einzelhandelsketten vertreten zu sein.

 

Jede Pizza ist ein handgefertigtes Unikat

Nicht immer steht eine außergewöhnliche Geschäftsidee am Beginn einer Gründung. Manchmal entwickeln sich Ideen erst im Laufe einer eher „alltäglichen“ Geschäftstätigkeit. So erging es auch dem Gründer Christoph Schramm, der im Jahr 2003 in Passau BWL studierte und während seines Studiums in der Nähe der Uni eine kleine Pizzeria eröffnete. In der niederbayerischen Universitätsstadt war es die einzige Holzofenpizzeria.

Diese entwickelte sich rasch vom Geheimtipp zu einer der gefragtesten Adressen für leckere Pizzas. Alle Pizzen werden hier auf Bestellung frisch zubereitet. Bald darauf wurde aus der einen Pizzeria eine Kette mit Lieferservice, die genauso erfolgreich lief. Irgendwann hatte Christoph Schramm dann einen genialen Einfall, der seine Gründungseuphorie noch einmal toppen sollte. Seine Idee: Die frisch zubereitete Bestellpizza im Tiefkühlsortiment von Supermärkten und Discountern unterzubringen.

Hierzu brauchte er natürlich einen originellen Firmennamen, eine Fabrikationsstätte und einen klingenden Markennamen. In Geretsried bei München fand er schließlich eine geeignete Feinkost-Fabrik für die künftige Produktion, gründete im März 2019 mit anderen zusammen die Franco Fresco GmbH und Co. KG und erfand die Marke „Gustavo Gusto“ für von Hand hergestellte Pizza aus dem Tiefkühlfach.

Nun ging alles sehr schnell. Schon nach kurzer Zeit gelang es dem Start-up, den Geschmack einer frisch zubereiteten Pizza einzufrieren und damit die Truhen der Supermärkte zu bereichern. Rezeptanregungen hatte das Gustavo-Gusto-Team bereits in den Jahren zuvor auf ausgedehnten Italienreisen gesammelt. Aktuell finden sich im Sortiment acht leckere Pizzas – weitere sind geplant.

Es werden ausschließlich frische Zutaten aus nachhaltiger Produktion verwendet, so wie es auch beim Pizzabäcker in Italien üblich ist. Als Käse kommt übrigens nur laktosefreier Mozzarella auf die Pizza. Die Pizzen der Marke „Gustavo Gusto“ finden sich im Sortiment zahlreicher Discounter und Supermarktketten wie Netto und Penny sowie Rewe, Kaufland und Edeka.

Neben den acht Pizzasorten gib es temporär oft auch Special-Editions wie aktuell Apfel-Zimt-Pizza oder Luca-Pizza, die mit ausgefallenen Zutaten belegt sind. Der Preis für die eine unikate handgefertigte Pizza liegt mit rund 3,49 Euro bis 3,99 Euro knapp einen Euro über dem Preis einer industriell hergestellten Pizza. Der reißende Absatz zeigt jedoch, dass der Aufschlag akzeptiert wird und sich der Mehraufwand für die manuelle Fertigung rechnet.

 

Pizzas & Co haben immer Potenzial

Kaum eine andere nationale Landesküche ist international so verbreitet wie die Küche Italiens. Pizza nimmt eine einzigartige Stellung ein, denn sie wird auf der ganzen Welt gebacken und ist bei Menschen jeden Alters beliebt. Der Hauptgrund für die große Popularität dieser italienischen Spezialität neapolitanischen Ursprungs ist ihr Variantenreichtum und die damit einhergehende Geschmacksvielfalt.

Eine besondere Variante stellt dagegen die amerikanische Pizza mit hohem luftigen Boden dar, die es ebenfalls in verschiedenen Variationen gibt. Pizza in Restaurantqualität konnte man bislang nur in der Gastronomie finden. Lieferpizzas genügen eher seltener diesen Qualitätsansprüchen. Ganz unten in der Rangliste finden sich industriell gefertigte Tiefkühlpizzen der großen Lebensmittelkonzerne.

Die Marke Gustavo Gusto macht Schluss mit dem schlechten Image des Industrieprodukts Tiefkühlpizza, indem sie die solide Handarbeit und hochwertige Zutaten in den Vordergrund rückt. Das Ergebnis ist die handgefertigte Tiefkühlpizza, wobei jedes Exemplar so einzigartig ist wie beim Italiener um die Ecke. Gründer aus der Foodbranche bietet diese Geschäftsidee noch reichlich Potenzial. Darüber hinaus gibt es noch andere beliebte Spezialitäten, die sich nach diesem Muster verkaufen ließen wie beispielsweise Hamburger.

Der frisch zubereitete Burger im Restaurant ist natürlich etwas ganz anderes als das Supermarktprodukt aus dem Kühlregal. Wem es gelingt, auch für diese beliebte Food-Spezialität eine qualitativ hochwertige Variante für Kühlregal oder Truhe im Supermarkt zu kreieren, dürfte damit ebenso erfolgreich sein wie die begeisterten Pizzaproduzenten aus München. Eines ist sicher: Wer sich traut, den Fast-Food-Ketten die Stirn zu bieten, hat den Zeitgeist auf seiner Seite.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH & Co. KG
Branche: Ernährung, Lifestyle, Sonstiges
Kategorie: Lebensmittel, Verschiedenes
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website: gustavo-gusto.de
* geschätztes Startkapital

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