Geschäftsideen

Wandmotive aus dem Internet - Roboter verschönern heimische Wände

Wer häufiger einen Tapetenwechsel braucht, kann öfters umziehen oder die Wände ab und zu neu streichen. Beides ist allerdings mit viel Aufwand verbunden und geht ganz schön ins Geld. Wie wäre es stattdessen, die Wände mit Zeichnungen oder Bildern bemalen zu lassen und bei Bedarf wieder auszuradieren?

Das geht natürlich am besten, wenn kreative Kinder im Haushalt leben. Und falls nicht, müssen halt Roboter ran. So oder so ähnlich müssen die Gedankengänge von Carlo Ratti verlaufen sein, als er den Scribit erfunden hat.

Wandmotive aus dem Internet - Roboter verschönern heimische Wände

Der kleine, digital steuerbare Wandroboter malt eindrucksvolle Bilder und Zeichnungen auf die Wand, die der Nutzer zuvor aus einer Galerie in seiner Smartphone-App auswählt. Dabei ist es völlig egal, ob der Untergrund aus Glas oder Tapete besteht. Der Wandroboter malt so ziemlich auf jeder glatten vertikalen Fläche.

Wenn das Kunstwerk nicht mehr zusagt, kommt der Scribit zum Einsatz, um das Gemalte wieder auszuradieren. Die Geschäftsidee, die verrückt klingen mag, schlug auf Kickstarter ein wie eine Bombe. Denn die ursprünglich angepeilten 50.000 US-Dollar wurden bei Weitem übertroffen. Bis heute konnte das Scribit-Team mehr als 1,6 Millionen US-Dollar von über 4.350 Unterstützern einsammeln. Warum wohl?

 

Funding-Ziel um das 32-Fache übertroffen

Wie so viele ausgefallene Geschäftsideen stammt auch der scribit aus Italien. Also aus dem Land, das die „ars videndi“ ersann und eine ausgeprägte Affinität zu modernem Design hat. Der Erfinder war kein geringerer als der mehrfach ausgezeichnete italienische Architekt und Ingenieur Carlo Ratti, der Mitglied des italienischen Designrats ist und als Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt.

Die Entwicklungsgeschichte des scribit reicht zurück ins Jahr 2001, als die ersten Prototypen für vertikale Plotter an der US-amerikanischen Privatuniversität Cornell University in Ithaca, New York entwickelt wurden. Hieraus entstanden über die Jahre immer wieder neue Ideen, Inspirationen und Prototypen für vertikal arbeitende Zeichenautomaten. Die Entwicklung führte schließlich 2017 zum Wandroboter scribit, um den es hier geht.

Rasch baute Carlo Ratti in Turin ein Team von Marketing-Experten, Designern und Crowdfunding-Spezialisten auf, um den scribit auf den Markt zu bringen. Die im Juni 2018 auf Kickstarter gestartete Kampagne übertraf alle Erwartungen. Das Funding-Ziel von 50.000 US-Dollar wurde bis heute um das 32-Fache übertroffen. Damit hatte niemand gerechnet.

Es zeigte, dass ein großer Bedarf an temporärer Heimverschönerung besteht. Der scribit, der ursprünglich 450 US-Dollar kosten sollte, kann aufgrund der großen Bestellmengen inzwischen für rund 350 US-Dollar angeboten werden. Die ersten Einheiten wurden ab August 2018 produziert und im Dezember 2018 ausgeliefert. Inzwischen ist die zweite Serie in Produktion gegangen.

Der kleine Wandroboter ist so groß wie ein Essteller und wird mit mehreren farbigen Stiften bestückt, welche die Wand bemalen. Scribit wird komplett über das Smartphone gesteuert. Er kann Wände nicht nur bemalen, sondern die Werke auch wieder wegradieren. Zudem ist der Malroboter mit dem Internet verbunden. Dadurch lassen sich neue Motive einfach herunterladen.

Nutzer können natürlich auch eigene Motive kreieren und von dem Wandroboter zeichnen lassen. Der Zeitaufwand für eine Malerei hängt natürlich von der Größe und den Details des Motivs ab. In aller Regel dauert es jedoch nur wenige Minuten, bis eine Wandmalerei fertig ist. Dieselbe Zeit benötigt er, um die Verzierung auf der Wand mit dem patentierten Radierer wieder zu entfernen.

 

Wandroboter statt Tapezieren – eine Geschäftsidee mit viel Potenzial

Der Markt für Einrichtungsaccessoires boomt ohne Ende. Mehr denn je tendieren die Menschen dazu, ihre Umgebung öfters neu zu gestalten. Entweder werden Möbel neu arrangiert oder neue Einrichtungsgegenstände angeschafft, wozu auch Bilder und Poster gehören. Das ist in den meisten Industrieländern so, also auch bei uns. Viele Leute sind es aber inzwischen leid, zu viele Dinge neu zu kaufen und alte wegzuwerfen, weil es nicht mehr so richtig zum Zeitgeist passt.

Die Geschäftsidee scribit kommt da vielen wie gerufen. Es erklärt den riesigen Zuspruch, den diese Erfindung auf Kickstarter fand. Auch in Deutschland dürfte die Nachfrage nach den kleinen Robotern enorm sein. Insbesondere im Hinblick auf die bei uns besonders intensiv geführte Debatte um CO?-Einsparungen dürfte es nicht schwer fallen, Malroboter wie scribit in der Wahrnehmung von Konsumenten positiv zu verankern.

Also, Ressourcenschonung, weniger Müll und natürlich Einsparung von CO? - bessere Argumente lassen sich derzeit kaum finden. Zum anderen handelt es sich auch um eine smarte Geschäftsidee, die ebenfalls zurzeit voll im Trend liegt. Für kreative Gründer, die vielleicht im Bereich der Innenarchitektur zu Hause sind, ist es eine ideale Geschäftsidee. Es lohnt sich also, ein solches Projekt auch hierzulande voranzutreiben, denn die Chinesen werden nicht lange auf sich warten lassen.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Italien Italien
Rechtsform: Società a responsabilità limitata (S.r.l.)
Branche: Medien & Technik
Kategorie: Möbel & Wohnen
Startkapital: * 100.000 EUR - 250.000 EUR
Website: scribit.design
* geschätztes Startkapital

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