Geschäftsideen

Carsharing – nachhaltige Nutzungskonzepte mit viel Potenzial

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass der Trend weggeht vom Besitz einer Sache und hin zur Nutzung. Sharing ist angesagt und mehr als bloß ein kurzlebiger Trend. Gleich ob beim Büroraum oder bei Computerspielen. Von digitalen Inhalten gar nicht zu reden. Besonders aber bieten sich Autos für diese Form der Nutzung an. Das amerikanische Unternehmen zipcar zeigt, wie viel Potenzial in dieser Idee mit europäischen Wurzeln steckt. Gerade in Deutschland wissen Autohalter ein Lied von den hohen Kosten bei Anschaffung und Unterhalt zu singen. Wer das Auto nicht täglich benötigt, um zum Beispiel zur Arbeit zu pendeln, sondern nur gelegentlich damit fährt, zahlt drauf. Denn der Nutzen steht in keinem vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnis mehr zu den Kosten, die das Automobil laufend verursacht. Die Anfänge der Carsharing-Idee gehen auf 1990er Jahre zurück, als Sharing-Modelle erstmals publik wurden. In den USA ist diese Idee inzwischen weit verbreitet und sehr erfolgreich. Aus einer kleinen lokalen Carsharing-Agentur zipcar entwickelte sich ein weltweit führendes Carsharing-Netzwerk mit Standorten in den USA, Kanada und Großbritannien. Immer mehr Autofahrer in diesen Ländern erkennen die Vorteile des Konzepts, das sich auch auf andere Länder übertragen lässt und noch ein großes Entwicklungspotenzial besitzt.

 

Automobile Freiheit für Gelegenheitsnutzer

Wer zum ersten Mal von Carsharing hört, denkt sofort an Autovermietung und hat damit nicht ganz unrecht. Carsharing ist jedoch mehr, wie das Beispiel der US-Company zipcar zeigt. Begonnen hatte alles in den 1990er Jahren in einem Café, als die Gründer von zipcar beschlossen, diese Idee europäischen Ursprungs nach Cambridge in Massachusetts zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt ahnten sie noch nicht, dass sich aus ihrer Geschäftsidee einer lokalen Carsharing-Company einmal ein weltweit führendes Carsharing-Netzwerk entwickeln würde.

Das Prinzip beim Carsharing ist denkbar einfach. Die Carsharing-Company wie zipcar kauft die Autos und bezahlt Wartung, Sprit und Versicherung. Die Nutzer von zipcar werden Mitglied und zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Immer wenn sie einen Wagen benötigen, können sie ein freies Fahrzeug buchen und zahlen nur eine Gebühr für die Nutzung, die unterhalb der von gewöhnlichen Mietwagen liegt. Die Autos können nicht nur tageweise oder an Wochenenden, sondern auch stundenweise gechartert werden. Für den Nutzer des Carsharing-Services hat das Modell nur Vorteile, denn er zahlt wirklich nur für die Nutzung. Der verbrauchte Sprit muss im Gegensatz zur herkömmlichen Autovermietung nicht separat bezahlt werden, sondern ist in der jeweiligen Nutzungsrate inbegriffen.

Die einmalige Aufnahmegebühr beträgt zurzeit 25 US-Dollar und die jährliche Mitgliedschaft kostet 60 US-Dollar. Die Nutzungsgebühr ist abhängig vom jeweils genutzten Automodell. Die Nutzungsgebühren schwanken geringfügig von Standort zu Standort. In Los Angeles gelten beispielsweise folgende Gebühren: An Werktagen kann ein Auto ab 8 US-Dollar pro Stunde und ab 72 US-Dollar für den ganzen Tag gebucht werden. An Wochenenden ist die stundenweise Nutzung ab 9 US-Dollar und die Ganztagesnutzung ab 79 US-Dollar möglich.

Wo gerade welche Wagen stehen, kann der Nutzer über eine Find-Funktion in seiner Stadt via Google-Maps auf der Website von zipcar herausfinden. Auch eine Suche nach Verfügbarkeit eines gewünschten Fahrzeugtyps ist möglich. Über das Internet oder eine Smartphone-App kann er direkt ein Fahrzeug reservieren lassen.

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen ist Carsharing auch ein besonders nachhaltiges Verkehrskonzept, worauf auch zipcar immer wieder hinweist. Weniger Rohstoff und Benzinverbrauch, weniger verstopfte Straßen und eine bessere Umwelt sind auch Dinge, die den US-Verbraucher überzeugen. Verfügbar ist zipcar derzeit in mehr als 50 Städten der USA, Kanadas und Großbritanniens.

 

Geschäftspotenzial für Carsharing auch in Deutschland

Gerade in Deutschland ist der Energiespar- und Umweltgedanke stärker ausgeprägt als irgendwo sonst. Daher sollte es in deutschen Städten eigentlich keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten, ein leistungsfähiges Carsharing-Unternehmen aufzubauen. Mit einem guten Marketingkonzept sollten sich mögliche mentale Widerstände, die im Besitzstandsdenken der Deutschen in Bezug auf das Auto verwurzelt sind und in Metaphern wie „des Deutschen liebstes Kind“ zum Ausdruck kommen, überwinden lassen. Gerade in Städten ist die Autohaltung kostspielig und daher oft unwirtschaftlich. Nicht jeder benötigt täglich ein Auto, womit hier das größte Potenzial besteht. Als Zubringer oder Teil einer kombinierten Verkehrsstrategie zwischen öffentlichem Nah- und Individualverkehr bestehen hier die besten Aussichten. Besonders sinnvoll erscheint die Gründung in größeren Universitätsstädten, da hier das Interesse an Carsharing zunächst höher sein dürfte als andernorts. Nicht zuletzt nahm auch die Erfolgsstory von zipcar an solchen Orten ihren Ausgang.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform:Incorporated
Branche:Dienstleistungen
Kategorie:Auto & Motorrad
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website:www.zipcar.com
* geschätztes Startkapital

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