Geschäftsideen-News

Vom Gründen und vom Scheitern: Die Finanzierung als Erfolgsfaktor

Jede Unternehmensgründung beginnt mit hohen Idealen, hoffnungsvollen Träumen und fantastischen Ideen. Doch wie viel Enthusiasmus bleibt übrig, wenn sich nach wenigen Monaten herausstellt, dass die finanziellen Mittel vorne und hinten nicht ausreichen.

Untersuchungen und Studien zeigen immer wieder, dass Lücken in der Unternehmensfinanzierung zu den häufigsten Ursachen gehören, an denen Start-ups scheitern. Wie können sich Existenzgründer hiervor schützen?

Die deutsche Kreditklemme macht Gründern schwer zu schaffen

 

Die deutsche Kreditklemme macht Gründern schwer zu schaffen

Die Geschäftsidee ist entwickelt und geprüft, der Businessplan erstellt und kritisch betrachtet. Das einzige, was den Existenzgründer jetzt noch vom eigenen Unternehmen trennt, ist die Startfinanzierung. Ein wenig Kapital muss her, um nötige Anschaffungen zu tätigen, die ersten Gehälter der Mitarbeiter zu finanzieren, einen Warenbestand anzuschaffen und nicht zuletzt, um als Gründer in den ersten Monaten den eigenen Lebensunterhalt zu sichern.

Was macht man in dieser Situation? Man bewaffnet sich mit dem gut ausgearbeiteten Businessplan, zieht seinen besten Anzug an und spricht bei der Hausbank vor. Ein paar Tausend Euro als Vorschuss auf das aussichtsreiche Geschäftskonzept sollten doch kein großes Problem darstellen und so begibt man sich mit gutem Mut auf den Weg in die Höhle des Löwen und vereinbart einen Termin mit dem freundlichen Geschäftskundenberater beim Geldinstitut seines Vertrauens.

Ein Blick in die Wirtschaftsnachrichten hat gezeigt, dass sich die deutschen Banken das Geld bei der EZB mittlerweile annähernd zum Nulltarif ausleihen können. Von daher braucht man hier wohl kaum mit überhöhten Zinsen und wirtschaftsfeindlichen Konditionen zu rechnen. Die Sache nimmt ihren Lauf und der Bankberater lauscht mit Interesse den selbstbewussten Ausführungen über die Erfolgschancen des zu gründenden Unternehmens.

Man plaudert, scherzt und tauscht sich freundlich über das ein oder andere Thema aus. Dann steuert man allmählich auf den neuralgischen Punkt zu und spricht den ermittelten Geldbedarf an. Ein Darlehen soll es sein, um die ersten Monate am Markt unbeschadet zu überstehen und alle nötigen Anschaffungen tätigen zu können. Doch genau in diesem Augenblick ist es mit der freundlichen Atmosphäre vorbei.

Die Miene des Beraters verfinstert sich sichtlich und mit deutlich reduziertem Interesse erkundigt er sich nach den vorhandenen Sicherheiten. Bargeld, Wertpapiere oder Immobilienbesitz kämen in Frage, um das Darlehen angemessen abzusichern. Doch mal ganz ehrlich: Wären wir bereits vermögend, dann würden wir in dieser Situation doch wohl kaum bei der Bank um einen kleinen Zuschuss bitten, sondern alle anfallenden Ausgaben großzügig aus der eigenen Tasche zahlen.

Der Berater rechtfertigt seine ablehnende Haltung mit der globalen Banken- und Finanzkrise, spricht von den neuen Bankrichtlinien in Sachen Risikosicherung und macht uns schnell klar, dass das Gespräch vorbei ist. Wenn wir an dieser Stelle noch glauben, dass die Ablehnung eine Ausnahme war und unser Glück in der Folge bei weiteren Geldinstituten versuchen, werden wir sehr ähnliche Erfahrungen sammeln.

Wir stellen fest: Unter Deutschlands Geschäftsbanken herrscht eine ausgeprägte Kreditklemme und der ehemals naheliegende Weg zur Unternehmensfinanzierung scheidet offensichtlich aus.

 


 

  Werden wirklich alle Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft?  

Werden wirklich alle Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft?

Jetzt ist guter Rat teuer, denn als gut informierter Existenzgründer wissen wir ganz genau, dass der Erfolg junger Unternehmen maßgeblich von einer soliden und ausreichenden Finanzierung während der Startphase abhängt. Scheitert ein Start-up nämlich während der ersten paar Monate am Markt, dann liegt das meist nicht an einer schlechten Geschäftsidee, am mangelnden Interesse der Verbraucher oder an Defiziten des Gründers, sondern an einer unzureichenden Unternehmensfinanzierung.

Selbst das beste Geschäftskonzept braucht einfach ein paar Monate, bis die eigenen Einnahmen ausreichen, um Kosten und Ausgaben zu tragen. Und auch ohne die eine oder andere Anschaffung oder Investition ist es kaum möglich, mit dem eigenen Unternehmen erfolgreich zu starten.

In diesem Augenblick könnte man meinen, dass der Traum von der beruflichen Selbständigkeit zu Grabe getragen werden muss, noch bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Bevor wir an dieser Stelle aber desillusioniert aufgeben, sollten wir uns Gedanken über alternative Formen der Unternehmensfinanzierung machen.

Stellen wir uns doch einfach einmal vor die Frage, wer eigentlich ein Interesse an einer aktiven und lebendigen Gründerszene hat, wenn es schon offensichtlich so ist, dass die klassischen Geschäftsbanken sich aus diesem Bereich zurückgezogen haben. Das größte Interesse an einem regen Wirtschaftsleben hat der Staat.

Unsere Regierung weiß nämlich ganz genau, dass die Existenzgründer von heute die wirtschaftlichen Leistungsträger von morgen sind. Von daher ist der Gedanke recht naheliegend, dass wir die Finanzierung unseres Unternehmens vielleicht doch noch mit staatlicher Unterstützung realisieren können. Doch trifft das auch zu?

 


 

  Fördermittel, Zuschüsse und geförderte Darlehen vom Staat  

Fördermittel, Zuschüsse und geförderte Darlehen vom Staat

Die Antwort lautet eindeutig „Ja“. Auch wenn es nur den wenigsten Gründern bewusst ist: Der Staat unterstützt die Gründerszene aktiv durch Fördermittel, Zuschüsse und geförderte Darlehen. Es gibt zahlreiche Förderprogramme und entgegen der landläufigen Auffassung ist es weder besonders kompliziert oder schwierig, in den Genuss der entsprechenden Mittel zu gelangen.

Dies gilt zumindest dann, wenn man darüber informiert ist, welche Formen der Unterstützung es gibt, wer sie jeweils gewährt, für welche Gründertypen sie gedacht sind und wie man sie beantragt. Die Fördermodelle des Staates lassen sich grob in drei Gruppen einteilen. Da gibt es zum einen Fördermittel, mit denen bestimmte Anschaffungen oder Ausgaben junger Unternehmen finanziert werden können.

Der Klassiker dabei ist das sogenannte Gründercoaching, bei dem der angehende Unternehmer die Beratung professioneller und qualifizierter Experten in Anspruch nehmen kann und die Kosten dafür zu einem großen Teil aus einem staatlichen Fonds erstattet werden.

Die hierzu registrierten Fachleute helfen zum Beispiel bei der Erstellung und Überprüfung des Businessplans, erarbeiten gemeinsam mit dem Gründer eine Vertriebsstrategie oder beraten im Hinblick auf Marketinginstrumente, Positionierung und Werbung. Ein solches Coaching kann die Erfolgssichten junger Unternehmen deutlich erhöhen und leistet einen wertvollen Beitrag zur Existenzsicherung.

Zuschüsse dagegen zielen meist auf die Finanzierung des Lebensunterhaltes des Gründers während der ersten Monate nach dem Unternehmensstart ab. Die eigenen Einnahmen reichen während dieser Zeit oft noch nicht aus, um sich selber ein ausreichendes Gehalt zu zahlen.

In dieser Situation springen zum Beispiel die Agentur für Arbeit, aber auch andere öffentliche Träger mit ihren Programmen ein und sorgen für finanzielle Entlastung während der Startphase. Der besondere Vorteil von Fördermitteln und Zuschüssen: Sie müssen in der Regel nicht zurückgezahlt werden und belasten deshalb nicht die künftige Finanzsituation des Gründers.

Fachkundige Beratung und die Sicherung des persönlichen Lebensunterhaltes sind wichtige Faktoren bei der Gründung. Doch gibt es auch eine staatlich geförderte Finanzierung, wenn es um größere Anschaffungen und Investitionen geht?

Wie stellt sich die Situation dar, wenn man einen Warenbestand, einige Werkzeuge und Maschinen oder eine Ladeneinrichtung finanzieren muss, um mit dem eigenen Unternehmen überhaupt starten zu können? Auch in dieser Situation gibt es staatlich geförderte Modelle, denn für die Vergabe von günstigen Darlehen für Existenzgründer gibt es in Deutschland einen Sonderfonds, der mit rund 12 Milliarden Euro gefüllt ist.

Dieser Fonds nennt sich ERP Sondervermögen und geht auf die Mittel zurück, die Deutschland im Rahmen des Marshallplans nach dem zweiten Weltkrieg von den USA erhalten hat. Damals diente dieser Zuschuss dem wirtschaftlichen Wiederaufbau. Da die Mittel fast ausschließlich in Form niedrig verzinster Darlehen vergeben wurden, ist das Vermögen immer weiter angewachsen.

Verwaltet werden die Kreditmittel dabei von der KfW-Bankengruppe. Sie gewährt dem Existenzgründer günstige Zinsen, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Jahre. Die Beantragung der Gelder erfolgt über die eigene Hausbank. Dabei stellt die KfW die Banken von einem großen Teil der Haftung frei.

Bis zu 80 Prozent des Ausfallrisikos werden durch die KfW übernommen. Dadurch sind die klassischen Geschäftsbanken deutlich eher bereit, positiv über einen Kreditantrag zu entscheiden. Zusätzlich profitiert der Gründer von den ausgesprochen guten und wirtschaftsfreundlichen Konditionen.

 


 

  INTERNETHANDEL klärt auf und verbessert die Chancen junger Unternehmen  

INTERNETHANDEL klärt auf und verbessert die Chancen junger Unternehmen

Der Schlüssel zur optimalen Unternehmensfinanzierung liegt also eindeutig im Wissen über die verfügbaren Möglichkeiten. Hier weist die deutsche Gründerszene allerdings deutliche Lücken auf, was nicht zuletzt daran zu erkennen ist, dass Fördermittel, Zuschüsse und geförderte Darlehen viel zu selten abgerufen werden.

Das bekannte Online-Magazin INTERNETHANDEL ist nun angetreten, diese Wissenslücken zu schließen und damit einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung von Start-ups zu erbringen. Im Rahmen einer umfangreichen Titelstory werden in der Ausgabe des Magazins INTERNETHANDEL (Nr. 155, September 2016) die wichtigsten Förderprogramme für Existenzgründer detailliert vorgestellt.

Der Leser erfährt hierbei nicht nur, wie entscheidend eine solide Finanzierung für den späteren Erfolg eines Unternehmens ist, sondern lernt die verschiedenen Fördermittel, Zuschüsse und geförderten Darlehen aus allernächster Nähe kennen.

Es wird erklärt, wer die verschiedenen Programme in Anspruch nehmen kann, zu welchen Konditionen die jeweiligen Gelder zur Verfügung gestellt werden, welche Bedingungen der Gründer erfüllen muss und wie genau die jeweilige Beantragung vonstatten geht. Ergänzt wird der ausführliche Beitrag von vielen Tipps, Ratschlägen und Hinweisen, die engagierte Existenzgründer auf ihrem Weg zum solide finanzierten Unternehmen begleiten.

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