Geschäftsideen

Tierisch gute Designs - Affen gestalten T-Shirts

Wer glaubt, die Kreativität von Tieren erschöpfe sich in der Nahrungssuche und der Fortpflanzung, kennt sich mit Primaten zu wenig aus. Unsere nächsten Verwandten sind nämlich viel kreativer, als sich das manch einer vorstellen kann. Orang-Utans beispielsweise lieben es, mit Papier und Malstiften zu hantieren. Zumindest diejenigen Vertreter, die in unseren Zoos zuhause sind. Sie müssen sich sogar mit etwas beschäftigen, damit sie sich nicht langweilen. Dabei entstehen tolle Entwürfe, die nach menschlichem Ermessen Designerqualität besitzen. Der in der Modebranche verwurzelte Gründer Marcus Handvest aus Ulm wurde auf die tierischen Kreativentwürfe aufmerksam und nutzt sie seitdem als Markenzeichen seiner Geschäftsidee.

Tierisch gute Designs - Affen gestalten T-Shirts

Sein 2012 gegründetes Modelabel ajoofa produziert T-Shirts aus organisch nachwachsenden Rohstoffen mit Designs zweier Orang-Utans, die in den Zoos von Krefeld und Osnabrück beschäftigt werden. Natürlich nicht im Sinne eines Angestelltenverhältnisses, sondern unter Anleitung von Christine Peter, einer Fachfrau für Tierbeschäftigung. Damit leisten die Menschenaffen zugleich einen Beitrag zur Verbesserung ihrer natürlichen Lebensräume, denn vom Nettoumsatz jedes verkauften T-Shirts gehen sieben Prozent an Projekte aus dem Bereich Natur-, Tier- und Artenschutz. Über die Idee mit dem tierischen Modelabel wurde nicht nur in der Fachpresse, sondern auch im Fernsehen schon mehrfach begeistert berichtet. Das verwundert nicht, denn bei ajoofa kommen mehrere positiv besetzte Trends zusammen: Natur- und Artenschutz, nachhaltige Produktion und Originalität

 

Designabteilung im Zoo

Der Begriff Tierbeschäftigung mag bei Unkundigen falsche Assoziationen wecken. Mit Ausbeutung oder Missbrauch hat er allerdings nicht das Geringste zu tun – im Gegenteil. Vielmehr müssen Tiere, die in Zoos leben, beschäftigt werden, damit keine Langeweile aufkommt. Bei den uns nahe stehenden Menschenaffen ist das besonders wichtig. Hierfür werden sogar speziell ausgebildete Fachkräfte abgestellt. Bisher gab es für die dabei entstehenden Werke allerdings kaum eine Verwendung. Seitdem Marcus Handvest aus Ulm darauf aufmerksam wurde und die tierischen Kunstwerke zum Markenzeichen seines Modelabels ajoofa kürte, ist das anders. Zwei Orang-Utans in den Zoos von Krefeld und Osnabrück sind besonders kreative Maler und verstehen es ausgesprochen geschickt mit Malstiften, Entwürfe zu Papier zu bringen.

Die ajoofa GmbH wurde 2012 von Marcus Handvest in Ulm gegründet. Der Firmenname ist ein Akronym für „art joins organic fashion“ und steht für das Firmenkonzept, Kunst auf nachhaltig produzierte Textilien zu bringen. Bei der Produktion in Portugal kommt ausschließlich fair gehandelte Biobaumwolle aus nachhaltigem Anbau zum Einsatz. Das bedeutet, faire Löhne für die Plantagenarbeiter und Baumwolle aus ökologischem Anbau. Die beiden Künstler Barito und Buschi, die in den Zoos von Krefeld und Osnabrück zu Hause sind, tragen das Ihrige dazu bei, um die natürlichen Lebensräume ihrer Art zu erhalten, denn von jedem verkauften T-Shirt gehen sieben Prozent an ein Natur- oder Artenschutzprojekt.

Die T-Shirts gibt es für Frauen, Männer und Kinder und werden zu Preisen von 19,95 Euro für unbedruckte Exemplare und 39,95 Euro für Designer-T-Shirts im Online-Shop von ajoofa verkauft. Bis zu einem Bestellwert von 50,- Euro betragen die Versandkosten 4,90 Euro. Ab 50,- Euro Bestellwert ist der Versand kostenfrei. Ajoofa arbeitet mit den Zoos von Krefeld und Osnabrück sowie mit zahlreichen gemeinnützigen Vereinen, die sich für Tier- und Artenschutz einsetzen, zusammen. Unter anderem zählen die Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. und der Verein Faszination Regenwald e.V. zu den Partnern.

 

Nachhaltige Produktion ist ein Megatrend

Nachhaltige Produktionsverfahren gehören zu den meistangesagten Trends bei Fashion-Projekten im Internet. Da ajoofa darauf achtet, dass in der Produktion faire Löhne gezahlt werden und die Rohstoffe aus zertifiziertem biologischem Anbau stammen, sind die T-Shirts natürlich nicht so billig wie beim Textildiscounter um die Ecke. Die Kunden wissen das und sind bereit hierfür einen höheren Preis zu zahlen. Viele Online-Unternehmen sind inzwischen in diesem Bereich aktiv. Bei ajoofa kommt noch als weitere Komponente die Tierbeschäftigung hinzu, womit das Start-up ein Alleinstellungsmerkmal aufweist. Das bringt Aufmerksamkeit in den Medien und viele Sympathiepunkte bei den Verbrauchern.

Wer selbst ein Modelabel gründen möchte und mit Ökotextilien gutes Geld verdienen will, ist gut beraten, das Label mit einer originellen Idee zu verbinden, wie beispielsweise die malenden Orang-Utans. Es ließen sich auch ganz andere Ideen umsetzen. Wie wäre es mit den bedrohten Korallenriffen der Weltmeere? Diese farbenprächtigen natürlichen Gebilde sind lebende Kunstwerke. Die bildtechnisch bearbeiteten digitalisierten Aufnahmen könnte man mit den Geokoordinaten des Aufnahmeorts versehen und im Preis des Textils einen Obolus für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums einkalkulieren. Es gibt viele gute Ideen, die nur darauf warten, dass jemand sie umsetzt.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Freizeit
Kategorie: Kleidung & Accessoires
Startkapital: * weniger als 5.000 EUR
Website: www.ajoofa.com
* geschätztes Startkapital

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