Geschäftsideen

Besser als jedes Tierheim - Vermietagentur für Hunde

Im Zeitalter von Leasing und Mietmodellen ist es völlig normal, etwas zu nutzen, was einem nicht oder nur teilweise gehört. Schließlich wohnen viele in Wohnungen, die sie selbst nicht besitzen und fühlen sich trotzdem wohl darin. Gleiches gilt für Autos, die wir oft mit anderen teilen und nutzen. Alles eine Frage der Betrachtung und der Mentalität. Eigentlich nicht besitzen kann man indes Lebewesen. Man lebt mit ihnen in einer mehr oder weniger freiwilligen Gemeinschaft und trägt in jedem Fall Verantwortung. Mehr aber auch nicht. Zumindest aus rechtsphilosophischer Betrachtung. Trotz alledem dürfte der Gedanke, einen Hund tageweise zu mieten, in Deutschland als sehr ungewöhnlich erscheinen. Warum eigentlich? In den USA hat sich aus dieser Idee mit FLEXPETZ längst ein populäres Geschäftsmodell entwickelt. Akzeptanzprobleme sind aus besagten Gründen unbekannt. Denn immer mehr Hundeliebhabern ist es verboten, Hunde in der Wohnung zu halten oder sie haben nicht die Zeit, sich 24 Stunden am Tag um einen Hund zu kümmern. Für sie ist FLEXPETZ eine ideale Lösung. Die Vermietagentur für Hunde startete im Frühjahr 2007 und ihr Wert wird von Experten heute bereits auf 98 Mio. Dollar geschätzt. Ein Hinweis darauf, welch ein gigantisches Potenzial in dieser Geschäftsidee steckt. Nicht nur in den USA.

 

Mieten ist besser als Verzicht

Es ist bereits auf den ersten Blick eine sehr US-amerikanische Geschäftsidee, die bei vielen Menschen in Deutschland erstmal auf Skepsis stoßen dürfte. Wenn man sich das Geschäftsmodell jedoch einmal genau anschaut, wird auch der größte Skeptiker schnell zu der Überzeugung gelangen, dass es sich hier um nichts Unethisches oder Verwerfliches handelt und nicht erkennbar ist, dass man hier gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen verstieße. Im Jahr 2008 gründete Marlena Cervantes FLEXPETZ, eine Vermietagentur für Hunde. Ihr Angebot richtet sich an alle Hundeliebhaber, die schwer beschäftigt oder viel auf Reisen sind sowie an die, welchen die Hundehaltung in der Mietwohnung untersagt ist. Das Angebot richtet sich ebenfalls an diejenigen, welche die Anschaffung eines Hundes in Betracht ziehen, aber noch nicht wissen welche Hunderasse es sein soll. Sie alle können nun bei FLEXPETZ einen Hund tageweise mieten, der bei einer Primärpflegekraft lebt.

Die Agentur finanziert sich im Wesentlichen über Mitgliedsbeiträge, die sich pauschal auf 99,95 US-Dollar pro Monat und Mitglied belaufen. Hinzu kommen die Tagessätze für die Mietung eines Hundes in Höhe von 45,- US-Dollar pro Tag, wobei vier Tage pro Monat auf jeden Fall abgerechnet werden, ob man einen Hund mietet oder nicht. Für das Mitglied von FLEXPETZ fallen auch ohne Inanspruchnahme des Mietangebotes im Monat somit Kosten in Höhe von 279,95 US-Dollar an. Hinzu kommt bei der Aufnahme eine einmalige Einführungsgebühr inklusive Hundekurs in Höhe von 150,- US-Dollar sowie eine jährliche Verwaltungsgebühr von 99,- US-Dollar.

Auf der anderen Seite entstehen dem Mitglied keinerlei Kosten für Nahrung, Tierarzt, Untersuchungen, Spielzeug, Training und Pflege der Vierbeiner. Jedes Tier wird alle drei Monate veterinär untersucht und bekommt regelmäßige Schulungseinheiten von zugelassenen Hundetrainern. Grundsätzlich werden die Hunde nur an eine begrenzte Anzahl von Familien vermietet zwecks besserer Gewöhnung des Vierbeiners an bestimmte Personen. FLEXPETZ betreut Hunde und Familien 90 Tage lang und beobachtet die Entwicklung. Bei positiver Beurteilung ist danach eine dauerhafte Überführung des Hundes in eine Familie möglich. Alle Hunde tragen GPS-Sender, damit im Falle einer Trennung von der betreuenden Familie der Hund zeitnah wieder aufgespürt werden kann.

 

Hundevermietung auch in Deutschland möglich?

Skeptische Haltungen gegenüber diesem Geschäftsmodell lassen sich grundsätzlich nur zerstreuen, wenn die Begleitumstände bekannt sind, unter den die Hunde zu FLEXPETZ gelangen. Ursprünglich handelt es sich um verwahrloste Hunde aus Tierheimen, die man wieder versucht, in menschliche Beziehungen zu bringen oder ein neues Zuhause zu vermitteln. Da viele Hunde wieder ausgesetzt oder eingeschläfert werden, bewahrt sie FLEXPETZ genau vor diesem Schicksal.

In deutschen Tierheimen leben hunderttausende von Hunden, für die sich kein neuer Besitzer findet. Die Lebensqualität der Tiere leidet unter diesen Umständen enorm. In einer Vermietagentur wie bei FLEXPETZ finden sie jedoch wieder Anschluss an Familien, bereiten Menschen Freude und haben ein gute Chance, wieder dauerhaft in ein neues Zuhause überführt zu werden. Der Geschäftserfolg von FLEXPETZ ist in den angelsächsischen Ländern enorm. Derzeit gibt es die Hundevermietagenturen in New York, Los Angeles und London. Es ist geplant, das Angebot auf weitere Städte auszudehnen. Darunter San Francisco, Boston, Washington und Paris.

Warum eigentlich nicht Berlin? Bedenkt man die enorme Spendenbereitschaft für Tiere und Tierheime in unseren Landen, sind die Tarife bei FLEXPETZ nicht ungewöhnlich hoch. Grundsätzlich sollte eine vergleichbare Agentur auch in Deutschland möglich sein. Die rechtlichen Voraussetzungen müssten jedoch zuvor umfassend geklärt werden.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform:Einzelunternehmen
Branche:Freizeit
Kategorie:Tierwelt
Startkapital: * 5.000 EUR - 10.000 EUR
Website:www.flexpetz.com
* geschätztes Startkapital

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