Eis gehört zum Sommer wie Schwimmbad, Strand und Sonnenschein. Ohne die köstliche Erfrischung ist die schönste Jahreszeit für die meisten von uns nicht vorstellbar. Ob im Hörnchen, im Becher oder am Stiel: Wir alle fiebern der jährlichen Eissaison entgegen. Haben wir uns aber einmal gefragt, was im Eis so alles drinsteckt und wen die Sorten jeweils ansprechen sollen?
Fruchteis, Vanille und Schoko mögen kleine und große Fans der erfrischenden Köstlichkeit. Ob sich Kinder auch für Gurke, Limette oder Kokos als Eisvariante begeistern lassen, ist dagegen eher fraglich. Sollen sie auch nicht, denn das Berliner Start-up Paletas kreiert diese ausgefallenen Sorten ganz bewusst für Erwachsene. Die besagte Zielgruppe achtet auf bewusste Ernährung und interessiert sich daher auch für die Zutaten.

Diese sind bei Paletas rein natürlich. Paletas-Eis enthält keine künstlichen Aromen, sondern ist vegan und zu 100 Prozent Bio. Denise und Torsten Alberts produzieren handgemachtes Bio-Fruchteis schon seit 2012 mit wachsendem Erfolg. Inzwischen gibt es das Eis in der Hauptstadt fast überall zu kaufen. Nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, Köln, Leipzig und vielen anderen deutschen Städten.
Intransparente Produkte, bei denen man nicht weiß, was drinsteckt, gibt es zur Genüge. Zwar sind die Hersteller verpflichtet, alle Inhaltsstoffe auf der Verpackung aufzulisten, doch sicher kann man sich nie sein. Bei Fruchteis betrifft das vor allem die Fruchtzutaten, denn die wenigsten Produkte enthalten natürliche Früchte. Zumeist sind es künstliche Aromen, die den Geschmack von Apfel, Erdbeere und Zitrone simulieren, während Farbstoffe für die zugehörige Optik sorgen.
Denise und Torsten Alberts aus Berlin hatten genug von industriell gefertigtem Fruchteis. Kurzerhand entschlossen sie sich im Jahr 2012, eine eigene Eismanufaktur aufzubauen. Ihre Vision war, handgemachtes Bio-Fruchteis am Stiel überall dort anzubieten, wo Eis gekauft und verzehrt wird: in Straßencafés, Strandbädern und Schwimmbädern. Die Idee kam ihnen bei einem Trip durch Australien, wo sie die Vorzüge von handgemachtem Eis aus Früchten kennenlernten.
In einem Eiswagen zogen sie zunächst durch Berlin, um ihre ersten Kreationen auf Streetfood-Events bekannt zu machen. Schon bald darauf nahmen die ersten Cafés Paletas-Fruchteis ins Sortiment. Paletas Fruchteis am Stiel gibt es aktuell in sieben verschiedenen Geschmacksrichtungen: Himbeere-Vanille, Mango-Kokos, Erdbeere-Limette, Gurke-Zitrone, Schoko, Strawberry-Cheesecake und Lemoncake. Paletas empfiehlt seinen Vertriebspartnern, das Eis für 3,50 Euro pro Stück zu verkaufen.
Die Bio-Früchte für das Eis bezieht Paletas aus regionaler Produktion. Das ist umweltfreundlich und unterstützt die lokale Landwirtschaft. Umweltfreundlich ist auch die plastikfreie Verpackung, weil sie ausschließlich aus Papier besteht. Auch bei der Produktion der Eiskreationen wird strikt auf Nachhaltigkeit geachtet. Der Strom zum Betrieb der Produktionsanlagen kommt zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Damit möchte Paletas einen Beitrag leisten, um den Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren.
Inzwischen ist das Fruchteis am Stiel von Paletas in ganz Berlin und in vielen anderen Städten erhältlich. Nicht nur in trendigen Cafés und Feinkostläden sind die Eiskreationen zu finden, sondern auch im eigenen Eisladen in Berlin-Friedrichshain, den Denise und Torsten im Jahr 2016 eröffneten. Derzeit wird Paletas Fruchteis am Stiel von mehr als 300 ausgewählten Händlern vertrieben.
Immer mehr Menschen legen großen Wert auf bewusste Ernährung. Den größten Zuwachs verzeichnen derzeit vegane Produkte, also Produkte, die natürliche pflanzliche Zutaten enthalten und komplett ohne Zutaten tierischen Ursprungs auskommen. Bei Fertigprodukten wie Eis aus der Truhe muss sich der Konsument darauf verlassen können, dass sie wirklich nur das enthalten, was der Hersteller angibt. Das ist die Chance für kleine Eismanufakturen, denn die Lebensmittelmultis mit ihren Massenprodukten können hier nicht mithalten.
Für Produkte aus natürlichen Zutaten sind Verbraucher zudem bereit, etwas mehr auszugeben. Das Kostenrisiko ist somit gut kalkulierbar. Im Gegenzug erwarten die Verbraucher ein Höchstmaß an Transparenz bei der Herstellung. Etwaiges Schummeln bei den Inhaltsangaben lohnt sich nicht, weil es sich über die sozialen Medien schnell herumsprechen würde. Das kann die Existenz bedrohen. Der Pro-Kopf-Konsum von Speiseeis ist in Deutschland relativ konstant und liegt zwischen 7,5 und 8,5 Litern pro Kopf und Jahr. Trotz heftiger Preiserhöhungen in den zurückliegenden Jahren hat sich daran nicht viel geändert.
Mit anderen Worten: Eis wird immer konsumiert. Die Chance für Gründer liegt hier eindeutig in Nischenmärkten. Lokale, nachhaltige Produktion von Eis aus natürlichen Zutaten gewinnt immer mehr Freunde. Paletas ist nicht der einzige Hersteller, der diesen Weg gegangen ist. Viele andere sind dem Beispiel der Pioniere gefolgt und verdienen gutes Geld damit. Hier kann man eigentlich nicht viel falsch machen, denn Potenzial gibt es genug. Marktanteile verlieren allenfalls die Lebensmittelmultis.
| Land: | Deutschland ![]() |
|---|---|
| Rechtsform: | GmbH & Co. KG |
| Branche: | Ernährung, Handel & Vertrieb, Lifestyle |
| Kategorie: | Lebensmittel |
| Startkapital: * | 25.000 EUR - 50.000 EUR |
| Website: | https://paletas.de/de/ |
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