Geschäftsideen

Das ultimativ letzte Notizbuch - Wiederverwendbares Notizbuch

Notizblöcke und -bücher waren schon immer das Medium der Wahl, um Gedanken schnell zu Papier zu bringen. Ob in der Schule, der Uni, im Café oder unterwegs – die schnelle Notiz landet in den allermeisten Fällen auf weißem Papier – trotz der massenhaften Konkurrenz durch digitale Geräte.

Auf weißes Papier zu schreiben, ist für viele nach wie vor ein großes Bedürfnis. Bei immer mehr Nutzern macht sich jedoch der Wunsch breit, die handschriftlichen Notizen in digitaler Form aufzubewahren. Nur wie soll das funktionieren, wenn nicht über ein Digitalgerät? Dass es auch anders geht, beweist eindrucksvoll die Geschäftsidee zweier Gründer aus Boston.

Das ultimativ letzte Notizbuch - Wiederverwendbares Notizbuch

Jake Epstein und Joe Lemay erfanden 2014 mit Rocketbook Everlast ein Notizbuch, dessen Inhalte in der Cloud archiviert werden können und sich immer wieder neu verwenden lässt. Es ist sozusagen das ultimativ letzte Notizbuch. Anstatt Papier und Kuli kommen spezielle Folien und Stifte zum Einsatz. Die Inhalte werden per App gescannt und in die Cloud gesendet. Die 2015 auf Indiegogo gestartete Kampagne für Rocketbook Everlast wurde ein riesiger Erfolg. Bis zum Sommer 2016 kamen Bestellung im Wert von mehr als einer Million US-Dollar zusammen. Für ein kleines Crowdfunding-Unternehmen ist das eine kleine Sensation.

 

Notizbuch mit Cloud-Anschluss

Wo auch immer wir uns gerade befinden – das Smartphone ist immer griffbereit. Die meisten Nutzer sind ständig per Mobilgerät online und mit einer Cloudplattform verbunden. Wir merken das spätestens, wenn wir ein Foto schießen und es kurze Zeit später auf unserer Cloudplattform betrachten können – mit Datum und Ortsangabe versteht sich. Denn sobald eine WLAN-Verbindung besteht, werden neu geschossene Fotos automatische in unsere Cloud gesendet. Nun lässt sich nicht alles fotografisch dokumentieren, was uns gerade bewegt.

Insbesondere unsere Ideen und Gedanken in handschriftlicher Form sind davon betroffen. Schade eigentlich, denn wie gern hätten wir diese auch in digitaler Form, damit wir sie bei Bedarf jederzeit abrufen können. Genau diese Idee hatten die beiden Gründer Jake Epstein und Joe Lemay aus der US-amerikanischen Stadt Boston. Sie erfanden 2014 das Rocketbook Everlast – das mikrowellengeeignete Notizbuch.

Es sieht aus wie ein ganz normales Notizbuch, doch die 32 Seiten des Rocketbook Everlast bestehen nicht aus Papier, sondern aus dünnen Plastikfolien, die mit speziellen Stiften beschrieben werden können. Das erklärt das geringe Gewicht von nur 150 Gramm. Mit der Rocketbook-Everlast-App wird eine Notizbuchseite einfach abgescannt, an die Cloud gesendet und schon ist die Notizbuchseite archiviert. Bevor der Nutzer die App das erste Mal einsetzt, muss er angeben, welchen Dienst er für die Archivierung nutzen will. Das setzt natürlich ein Konto bei Google Drive, Dropbox, OneNote oder einem anderen Clouddienst voraus. Man sollte aktuell natürlich auch angemeldet sein.

Nach dem Einscannen kann man die Seite – ähnlich wie bei einem Whiteboard – einfach abwischen und wieder neu benutzen. Die Rocketbook-Everlast-App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar. Die eingescannten Seiten werden ins PDF-Format verwandelt. Nicht nur das Konvertieren einzelner Seiten in jeweils eine Datei ist möglich, denn es können auch mehrere Seiten gebündelt und in einer Datei abgelegt werden. Ein Rocketbook Everlast kostet aktuell rund 40 Euro.

Kurz nach seiner Vorstellung im Jahr 2014 wurde das Rocketbook Everlast auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo präsentiert. Schon in der ersten Kampagne kamen innerhalb eines Jahres mehr als eine Million US-Dollar zusammen. Es folgten weitere Kampagnen. Heute liegt das Fundingkapital des Start-ups bei mehr als 4,1 Millionen US-Dollar.

 

Potenzial ohne Ende

Die Individualität unserer Persönlichkeit manifestiert sich nicht nur im äußerlichen Erscheinungsbild, sondern auch darin, wie wir beispielsweise eine Kulturtechnik wie das Schreiben jeweils umsetzen. Jede Handschrift ist einzigartig, weil sie die individuellen Züge des Schreibers trägt. Das Bedürfnis, sich handschriftlich mitzuteilen, behauptet sich daher weiterhin erfolgreich neben den über Online-Tastaturen bedienten Digitalgeräten.

Das große Echo, das die Geschäftsidee Rocketbook Everlast fand, beweist einmal mehr, wie groß das Bedürfnis ist, die Schreibkultur auch im digitalen Zeitalter beizubehalten. Genauer gesagt: Die analoge mit der digitalen Welt zusammenzubringen und handschriftliche Notizen mit einer einfachen Methode zu digitalisieren. Den beiden Gründern von Rocketbook ist dies erstaunlich gut gelungen. Die Geschäftsidee ist aber nicht nur im Hinblick auf die Bewahrung der handschriftlichen Kommunikationsform attraktiv, sondern auch wegen der Nachhaltigkeit.

Denn, man braucht ab jetzt nur noch ein einziges Notizbuch. Auch in Deutschland und Europa gibt es einen großen Bedarf. Obwohl inzwischen fast jeder ein smartes Mobiltelefon besitzt, ist die Notizbuchkultur nach wie vor überall anzutreffen. Gäbe es ein wiederverwendbares und scannbares Notizbuch plus App für das Übersenden der Inhalte in die Cloud, dürfte die Resonanz mindestens so groß sein wie in den USA. Viel Potenzial also für Rocketbooks.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform: Incorporated
Branche: Medien & Technik
Kategorie: Handy & Organizer
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website: www.indiegogo.com/projects/rocketbook-wave-cloud-ready-microwavable-notebook#/
* geschätztes Startkapital

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