Geschäftsideen

Senf 2.0 - Der gute Mostert wird neu erfunden

Manche Leute sind nervig, denn sie müssen immer und zu allem ihren Senf dazugeben. Es gibt aber auch Leute, wie Meik Schönau aus Haiger, die geben dem Senf was dazu. Und das schon seit Jahren mit großem Erfolg. Nun mag in Deutschland die neu entdeckte Lust am Kochen ein Katalysator für diese Erfolgsstory sein. Tatsache ist, dass eines der ältesten scharfen Gewürze der europäischen Küche – von Spezialitäten abgesehen – in seiner geschmacklichen Komposition noch nie nennenswert variiert wurde. „Es wird Zeit, dass sich daran was ändert“, sagte sich Schönau schließlich als Hobbykoch, und machte sich daran, den deutschen Senf-Einheitsbrei kräftig aufzumischen.

Senf 2.0 - Der gute Mostert wird neu erfunden

Ihm war in 2005 selbst noch nicht klar, wie viele geschmackliche Kreationen sich aus Senf zusammen mit anderen Zutaten so alles zaubern lassen. Das erfuhr er jedoch durch „Learning by Doing“ und fand mit seinem Senfatelier ein gewaltiges Echo. Nicht nur in seiner Region. Denn allerorten taten es andere ihm gleich. Schließlich gelang es dem Gründer und Hobbykoch, mit Sören Anders als Shooting-Star unter den Jungköchen als exklusiven Partner zu gewinnen. Seitdem gibt es kein Halten mehr. Denn überall kochte, brutzelte und würzte man in der „Haute Cuisine“ plötzlich gerne mit den Senfkreationen aus dem Senfatelier. Mit der Folge, dass dem Hobbykoch Schönau jetzt kaum noch Zeit bleibt, den Kochlöffel selbst wieder einmal zu schwingen.

 

Fulltimejob Senfatelier

Geschmacksvielfalt war traditionell nie ein Charakteristikum der deutschen Küche. Dies lag vor allem am Mangel an Gewürzen in zurückliegenden Jahrhunderten. Senf, Meerrettich und später auch Pfeffer waren lange Zeit die einzigen Schärferegulatoren, die die Kochkunst hierzulande kannte. Und sie blieben in ihrer Grundzusammensetzung lange Zeit unverändert. Heute, wo kulinarische Genüsse aus aller Welt ihre Spuren bei uns hinterlassen, wurde es auch Zeit, ein bisschen Pep in Althergebrachtes zu bringen. Das meinte auch der einst arbeitslose Maler und Lackierer Meik Schönau. Auf dem Marktplatz im hessischen Haiger eröffnete der begeisterte Hobbykoch 2005 schließlich das Senfatelier und gehört damit zu den ersten, die bei der beliebten Würzpaste neue geschmackliche Akzente setzten.

An zwei Tagen verkauft er hier direkt seine 26 Senfkreationen, die er von fruchtig süß als Karamel-Senf bis teuflisch scharf als Honig-Chili-Senf ab 2,80 Euro je Glas zu 105 ml feil bietet. Auch andere Gewürzmischungen in 90 Sorten, Essige, Salze und Marmeladen sind inzwischen zum Sortiment hinzugekommen. Doch nicht nur vor Ort, sondern auch im Internet bietet er über Amazon und vor allem über die Homepage www.senfatelier.de seine Produkte an.

Er mischt nicht etwa industriell hergestellten Senf mit Zusatzstoffen ab, sondern stellt den Senf selbst in seiner eigenen kleinen Senfmanufaktur her. Vom Mahlen der Senfkörner über das Beimischen der Grundzutaten Salz, Zucker, Essig und Wasser bis hin zur finalen Verfeinerung mit Gewürzen und anderen Zutaten betreibt er alles in eigener Regie. Bevor die Kreationen jedoch in den Handel gelangen, müssen sie noch 14 Tage in Kunststofffässern reifen und in Gläser per Handpumpe abgefüllt werden.

Die verbleibende Zeit, wenn Meik Schönau nicht mit der Produktion oder dem Vor-Ort-Verkauf beschäftigt ist, kümmert er sich um die Abwicklung von Bestellungen aus dem Online-Geschäft. Über die Zahlungsarten Vorkasse, Kreditkarte und Nachnahme kann hier jedermann die raffinierten Senfkreationen von Meik Schönau ordern. Was und wie viel man auch immer bestellt - der Versandkostenanteil beträgt pauschal 4,90 Euro.

 

Senfkreationen in der Haute Cuisine

Bevor Meik Schönau sein Senfatelier eröffnen konnte, hatte er die üblichen behördlichen Hürden zu überwinden. Schulungen durch das Gesundheitsamt gehörten ebenso dazu wie Kontrollen der Waagen durch das Eichamt sowie die Raumabnahme durch das Veterinäramt. Danach stand Schönau’s Karriere als „Senfcreateur“ jedoch nichts mehr im Wege.

Der Zufall wollte es, dass er Sören Anders über den Weg lief, der ebenfalls dem Siegerland entstammt und es zu Deutschlands jüngstem Sterne-Koch gebracht hatte. Er nahm Schönau’s Idee begeistert auf und machte das Senfatelier zum exklusiven Partner. Seitdem kocht der Jungkoch auch öffentlichkeitswirksam mit den Senfkreationen aus Haiger. Die willkommene Promotion für das Senfatelier fand ihren Niederschlag in den Medien und andere namhafte Köche wie Mirko Reeh konnten sich gleichfalls für die geschmackliche Raffinesse des Schönau’schen Senfs begeistern.

Bei soviel Zuspruch ist es wichtig, den Erfolg auch rechtlich abzusichern. Entsprechend ließ Schönau das „Senfatelier“ auch als eingetragene Marke beim Patentamt registrieren. Die Geschäftsidee ist indes noch lange nicht ausgereizt. Denn überall lassen sich kleine Senfmanufakturen errichten, jeweils mit Schwerpunkten auf regional geprägter Kochkunst. Es müssen sich nur mehr für Senf begeistern.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: Einzelunternehmen
Branche: Ernährung
Kategorie: Lebensmittel
Startkapital: * weniger als 5.000 EUR
Website: www.senfatelier.de
* geschätztes Startkapital

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