Geschäftsideen

Die Steuererklärung wird smart - Steuererklärung per App

Viele Steuerpflichtige müssen eine Steuererklärung abgeben. Steuerprogramme für den PC zählen nicht von ungefähr zu den meistverkauften Programmen. Steuersoftware ist ein Klassiker und bietet für viele eine echte Arbeitserleichterung. Der Nachteil besteht darin, dass aufgrund der laufenden Gesetzesanpassungen jedes Jahr ein neues Steuerprogramm erworben und installiert werden muss. Online-Software für Steuererklärungen ist demgegenüber fast immer auf dem neuesten Stand, weil sie sich leichter aktualisieren lässt. Nichtsdestotrotz sind beide Varianten für die meisten viel zu kompliziert. Aufgrund der unverständlichen Steuerterminologie in den Programmen schrecken viele davor zurück, eine Steuererklärung zu erstellen und verschenken dadurch viel Geld.

Die Steuererklärung wird smart - Steuererklärung per App

Dem Ziel, die Steuererklärung grundlegend zu vereinfachen und aufs Handy zu bringen, hat sich das Berliner Start-up Taxfix GmbH verschrieben. Seit 2016 entwickelt das von zwei Berlinern gegründete Start-up App-Software für Smartphone & Co. Die Geschäftsidee elektrisierte nicht nur die Gründer, sondern auch mehrere Investoren, die bis jetzt bereits 45 Millionen US-Dollar in das Unternehmen steckten. Angesichts des gewaltigen Potenzials von mehr als 700 Millionen eingereichten Steuererklärungen auf der ganzen Welt verwundert das nicht. In 2018 haben schon Hunderttausende mit Taxfix ihre Steuererklärung erstellt und an ihre Finanzverwaltung übermittelt.

 

Steuererklärung in 25 Minuten erstellen

Steuererklärungen sind für die meisten Steuerpflichtigen eine lästige Angelegenheit. Ein Durchschnittsverdiener kennt sich in der Regel mit den Steuervorschriften nicht aus und muss sich durch den Formulardschungel mühen. Während sich Unternehmen und Gutverdiener einen Steuerberater leisten, schrecken Normalverdiener vor den Kosten zurück. Wer nicht unbedingt muss oder mit keiner Rückerstattung rechnet, gibt lieber gar keine Steuererklärung ab. Auf diese Weise verbleiben jedes Jahr etliche Milliarden Euro an zu viel gezahlten Steuern, die eigentlich den Steuerpflichtigen zurückerstattet werden müssten, beim Staat. Rechnerisch entfallen auf jeden Steuerpflichtigen rund 935 Euro Steuererstattung pro Jahr.

Wieso kann man die Steuererklärung nicht einfach per Smartphone erstellen und ans Finanzamt schicken? Das fragen sich immer mehr Nutzer. Auch Mathis Büchi und Lino Teuteberg setzten sich mit dieser Frage auseinander und entwickelten daraus eine Geschäftsidee. Schon früh erkannten sie das immense Potenzial dieser Geschäftsidee und gründeten deshalb 2016 die Taxfix GmbH in Berlin. Das Tech-Start-up entwickelt App-Software für die Steuererklärung am Smartphone. Schon ein Jahr darauf betraten sie mit Taxfix den Markt.

Die Taxfix-App ist einfach zu bedienen und führt den Nutzer Schritt für Schritt durch die Steuererklärung. Hierzu scannt er zuerst seine Lohnsteuerabrechnung mit dem Handy ein. Taxfix stellt dem User daraufhin einfache, leicht zu beantwortende Fragen. Die Beantwortung der rund 70 Fragen dauert nicht länger als 25 Minuten. Zum Schluss berechnet Taxfix die Höhe der zu erwartenden Steuerrückerstattung. Danach ist die Steuererklärung fertig und kann direkt über eine ELSTER-Schnittstelle an das Finanzamt gesendet werden.

Der Erfolg gab den beiden Gründern von Taxfix recht. In 2018 nutzten im Schnitt 800 User pro Tag die App, um ihre Steuererklärung zu erstellen. Die App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar. Beträgt die Steuerrückerstattung mehr als 50 Euro, wird dem Nutzer eine einmalige Gebühr von 34,99 berechnet. Weitere Kosten fallen nicht an.

An Taxfix haben sich seit 2017 in drei Finanzierungsrunden acht Investoren mit einer Gesamtsumme von 45 Millionen US-Dollar beteiligt. Unter anderem sind Valar Ventures (ein von Peter Thiel gegründeter VC Fond) und VC Creandum (der Investor von Spotify) mit von der Partie. Das Berliner Start-up verzeichnet derzeit das schnellste Wachstum unter den Tax-Tech-Unternehmen.

 

Viel Potenzial für Tax-Apps

Das Papierzeitalter in den Steuerverwaltungen neigt sich allmählich seinem Ende entgegen. Anstatt Papierformulare mit dem Stift auszufüllen, können nun Online-Formulare auf dem Online-Portal ELSTER ausgefüllt werden. Für den Steuerlaien ist das Online-Verfahren aber genauso kompliziert und intransparent. Desktop-Software ist auch keine Alternative, weil sich junge Menschen mit Desktop-Lösungen kaum noch anfreunden wollen. Genau in diese Lücke stößt Taxfix mit seiner Tax-App. Sie ist die adäquate Methode, im Digitalzeitalter seine Steuererklärung zu erstellen.

Angesichts von mehr als 700 Millionen jährlichen Steuererklärungen weltweit gibt es für Tax-Tech-Lösungen ein gigantisches Potenzial. Allein bei den deutschen Finanzverwaltungen verbleiben jedes Jahr fast zehn Milliarden Euro Überschuss aufgrund von nicht ausgezahlten Steuerrückerstattungen. Dies hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln errechnet. Bei rund zehn Millionen Arbeitnehmern, die keine Steuererklärung abgeben, entspricht das einem durchschnittlichen Betrag von 935 Euro pro nicht abgegebener Steuererklärung. Viel Geld also, das sich Arbeitnehmer von den Finanzämtern zurückholen könnten.

Von diesen zehn Millionen Steuererklärungen deckt der Marktführer Taxfix gerade einmal drei bis fünf Prozent ab. Wenn sich hier die richtigen Leute zusammenfinden, also Gründer mit Kenntnissen in der Steuerverwaltung und Entwickler mit cleveren Ideen lässt sich noch so einiges vereinfachen. Keine Frage, für Tax-Apps gibt es in Deutschland und anderen europäischen Ländern noch reichlich Potenzial.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Sonstiges
Kategorie: Apps
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: taxfix.de
* geschätztes Startkapital

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