Geschäftsideen

Topfgucken im Restaurant - Eventgastronomie auf dem Vormarsch

Längst ist die Kochkunst nicht mehr bloß ein Handwerk zur Speisenzubereitung, das sich im Verborgenen abspielt, sondern ein Event geworden. War in früheren Zeiten ausschließlich das Resultat von Bedeutung, so zählt heute der Prozess wie selbstverständlich dazu. Das explosionsartig gestiegene Angebot an Kochsendungen im TV mit mehr oder weniger prominenter Beteiligung trug ebenso dazu bei, wie das gestiegene Bewusstsein in Bezug auf die Nahrungsqualität.

Topfgucken im Restaurant - Eventgastronomie auf dem Vormarsch

Das widerspiegelt sich inzwischen auch im Gastronomieangebot, denn immer mehr Gastronomen entdecken neue Formen der Restaurantkultur, bei der die Zubereitung, das Servieren und der Genuss zu einer Gesamtinszenierung verschmelzen. Bereits seit 2002 setzt die Systemgastronomie Vapiano im First-Casual-Segment auf dieses Konzept und hat damit nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch weltweit großen Erfolg. Der Gast wird in diesem Konzept nicht nur auf seine Rolle als passiver Konsument reduziert, sondern wirkt aktiv mit, indem er die Zubereitung verfolgt und beeinflusst und sich seine Leibspeise selbst beim Koch, dem „Vapianisti“ persönlich abholt. Ein völlig neues Restaurantgefühl entstand dabei, das nicht vergleichbar ist mit herkömmlicher Imbiss- oder Fast-Food-Kultur.

Bei dem Senkrechtstarter unter der Systemgastronomie ist italienische Küche plus mediterranes Lebensgefühl angesagt. Das Geheimnis des Erfolgs von Vapiano liegt nicht nur im günstigen Preis und der Speisenqualität begründet, sondern im Gesamtkonzept, das Gründern mit gastronomischem Schwerpunkt eine ausgezeichnete Quelle für Inspiration bietet.

 

Mitverfolgen, wie ein Gericht entsteht

Jeder, der einmal in geselliger Runde in einem japanischen Restaurant zu Gast war, weiß, wovon die Rede ist. Denn hier ist der Koch selbst in privater Runde der Mittelpunkt. Vor den Augen der Gäste, die an einer Art von Bar um ihn herum versammelt sitzen, bereitet er die Speisen zu, brät und dünstet, kocht und blanchiert und serviert direkt das, was er soeben frisch zubereitet hat. Das ist nicht nur unterhaltsam und interessant, um japanische Spezialitäten kennenzulernen, sondern auch im Hinblick auf ein völlig neues Verständnis von Ess- und Restaurantkultur. Alles ist live und nichts kann dabei improvisiert werden.

Das macht diese Art von Gastronomie besonders authentisch. Und während des Kochvorgangs können die Gäste sogar noch Einfluss nehmen, ob das Steak lieber noch etwas länger gebraten werden soll oder lieber nicht. Ein wenig davon scheint sich Vapiano abgeschaut zu haben. Denn auch in diesem Restaurant ist der Gast Zuschauer bei der Essenszubereitung und sieht mit eigenen Augen den Entstehungsprozess der Speise, die kurze Zeit später auf seinem Teller landen wird. Damit hat es sich aber auch mit den Gemeinsamkeiten mit einem japanischen Restaurant, denn bei Vapiano dreht sich alles um italienische Kochkunst und es handelt sich schließlich um eine Systemgastronomie mit Selbstbedienung.>

An den einzelnen Kochstationen eines Vapiano-Restaurants können die Gäste direkt beim Koch ihre Bestellungen aufgeben und schauen dann zu, wie er alles frisch vor ihren Augen zubereitet. In der gläsernen Pasta-Manifattura lässt sich live mitverfolgen, wie die Pasta entsteht. Die Köche und Servicekräfte heißen hier nicht so, sondern einfach „Vapianisti“ in Assoziation zum Restaurantnamen. Der Gast kann jederzeit während der Zubereitung diesen „Vapianisti“ auch noch individuelle Wünsche mitteilen, die diese dann entsprechend berücksichtigen. Doch will man bei Vapiano trotz Selbstbedienungsorganisation ein weiteres Lebensgefühl vermitteln, nämlich das, was südländische Lebensfreude charakterisiert.

Gegessen wird an langen Eichenholztischen, was den Aufenthalt besonders kommunikativ gestaltet. Anzug und Krawatte sind ebenso wenig erforderlich wie eine Reservierung. Alles soll locker und spontan abgehen. Entsprechend ist die Inneneinrichtung gestaltet, damit der Gast sich wohlfühlt. Ob er nun in der Mittagspause eine Mahlzeit einnimmt oder abends in geselliger Runde verkehrt.

 

Restaurants mit Eventqualitäten gehört die Zukunft

Bei Vapiano schauen die Gäste dem Koch nicht nur über die Schulter, sondern direkt in den Topf. Alles ist transparent und bezieht den Gast ins Kochgeschehen mit ein. Damit steht das Konzept inmitten zwischen der klassischen Gastronomie und einer Kochschulküche. Für Gründer, die etwas Neues ausprobieren möchten, bietet ein Konzept wie Vapiano ein großes Potenzial. Denn städtische Restaurants, bei denen die Gäste direkt beim Kochen zuschauen können, sprechen sich auch ohne Social Media Kampagnen schnell herum und werden erfahrungsgemäß zum Renner. Das müssen nicht unbedingt gastronomische Einrichtungen mit einer bestimmten Landesküche sein.

Auch Spezialitätenrestaurants wie etwa Pfannekuchenmanufakturen, wo sich Gäste nach Belieben herzhafte oder süße Pfannkuchen nach unterschiedlichen Methoden vielseitig zubereiten lassen können, haben gute Chancen auf Erfolg. Überhaupt kommt es bei dieser Art von Restaurantkultur weniger auf die Länge der Speisenkarte an, sondern die Eventqualität. Das Mitverfolgen des Kochvorgangs und die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Zubereitung sind die entscheidenden Kriterien, die einem solchen Konzept zum Erfolg verhelfen. Eine gute Qualität der angebotenen Speisen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verstehen sich jedoch von selbst.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: SE (Europa-AG)
Branche: Ernährung
Kategorie: Lebensmittel, Verschiedenes
Startkapital: * 10.000 EUR - 25.000 EUR
Website: www.vapiano.de
* geschätztes Startkapital

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