Geschäftsideen

Mit Aufdruck billiger - Werbung auf Fotokopien

An Hochschulen werden nicht nur die qualifizierten Arbeitskräfte von morgen ausgebildet, sondern hier finden sich auch die zukünftigen Konsumenten. Für Unternehmen sind Hochschulen deshalb aus unterschiedlichen Gründen interessant. Zum einen, um qualifizierten Nachwuchs für das eigene Unternehmen zu rekrutieren und zum anderen, um durch Imagebildung schon früh die Bindungsprozesse mit potenziellen Kunden zu initiieren. Die beiden Studenten Daniel Teichmann und Sven Ullrich haben das Werbepotenzial für Unternehmen erkannt und mit Kopiermanie eine Geschäftsidee entwickelt, die es in sich hat.

Mit Aufdruck billiger - Werbung auf Fotokopien

Sie haben die Fotokopie als Werbeträger entdeckt und konnten diese Möglichkeit der Promotion namhaften Unternehmen schmackhaft machen. Auch die Kommilitonen profitieren davon, denn jede werbebedruckte Kopie kostet anstatt der sonst üblichen 5 Cent nur 2 Cent. Eine Einsparmöglichkeit, die von den stets klammen Studenten gern angenommen wird. Hierfür werden in ausgewählten Copyshops spezielle Kopierer einfach mit Kopierpapier bestückt, dessen Rückseite mit Werbebotschaften der beteiligten Sponsoren bedruckt ist. Die Geschäftsidee Kopiermanie wurde 2005 im Rahmen eines IHK-Wettbewerbs an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt.

Mit nur fünf Euro Startkapital konnten die beiden Gründer von Kopiermanie nach nur sechs Wochen einen Reingewinn von 840 Euro erwirtschaften. Von ihrem Erfolg überwältig, gründeten sie bald darauf die Teichmann Daniel, Ullrich Sven GbR. Inzwischen werden vergünstigte Spezialkopien mit Werbeaufdruck in zwölf deutschen Hochschulstädten angeboten und das Potenzial ist noch lange nicht ausgereizt.

 

In Rekordzeit zum ersten Gewinn

Mit nur fünf Euro Startkapital nach sechs Wochen 840 Euro Reingewinn einzufahren, hatten sich Daniel Teichmann und Sven Ullrich wahrscheinlich nicht vorstellen können. Und doch gelang den beiden Studenten der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Erlangen-Nürnberg etwas, wovon viele andere Existenzgründer träumen, nämlich ohne großen Einsatz und innerhalb kürzester Zeit schwarze Zahlen zu schreiben.

Einen konsequenten Schritt unternahmen die beiden mit der Gründung von Kopiermanie und der Teichmann Daniel, Ullrich Sven GbR. In diesem Fall war es die Geschäftsidee, die in dieser Form bislang noch nie umgesetzt wurde und daher ein echtes Novum war. Die Initialzündung kam von dem Wettbewerb „5-Euro-Business“, den die Industrie- und Handelskammer in Mittelfranken im Jahre 2005 für Studierende der Universität Erlangen-Nürnberg veranstaltete. Ziel war es, unternehmerische Kreativität von Studierenden zu fördern und deren Eigeninitiative zu stärken.

Diese neue Form des White-Space-Marketings hatten die beiden Kommilitonen Teichmann und Ullrich als Erste entdeckt und waren auf Anhieb erfolgreich damit. Die Werbeflut von Unternehmen an den Unis brachte sie auf diese Idee. Für die Umsetzung bedurfte es ausschließlich kommunikativer Fähigkeiten, denn der Nutzen musste den Marketingspezialisten der Sponsoren nicht groß erklärt werden. Diese erkannten sofort den Werbenutzen von Kopiermanie und die Möglichkeiten sich damit zu profilieren.

Als Förderer von Studierenden, die für Kopien mit Werbeaufdruck auf der Rückseite nur 2 statt der sonst üblichen 5 Cent pro Kopie bezahlen müssen, verbessern sie automatisch etwas ihr Image. Weil Kopien normalerweise nach Gebrauch nicht im Papierkorb landen, sondern von den Studenten in Ordnern abgeheftet und lange aufbewahrt werden, ist diese Form der Werbung besonders nachhaltig. Ein weiterer Pluspunkt für die Geschäftsidee Kopiermanie.

Der Gewinn des mit 1.000,- Euro dotierten ersten Preises im Wettbewerb „5-Euro-Business“ ist daher eine logische Konsequenz dieses phänomenalen Erfolgs. Bei den mit integrierten Sponsoren von Kopiermanie handelt es sich durchweg um namhafte Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Bosch und Continental zählen ebenso dazu wie Osram, Siemens und die lokalen Sparkassen. Inzwischen hat Kopiermanie über 250 Kunden. Über den Standort Erlangen/Nürnberg hinaus werden werbebedruckte Kopien zum Vorzugspreis in weiteren elf Universitätsstädten in herkömmlichen Copyshops angeboten. Unter anderem in Bremen, Heidelberg, Köln und Stuttgart.

 

Umsatzpotenzial ohne Ende

Die Geschäftsidee Kopiermanie ist ein Selbstläufer, der nicht weiter erklärungsbedürftig ist. Da die Werbewirksamkeit unter Studierenden besonders groß ist, braucht es auch keiner großen Überzeugungskraft, um Sponsoren zu gewinnen. Auffallend ist, dass dieses Geschäftsmodell erst an zwölf von 350 Hochschul- und Fachhochschulstandorten in Deutschland umgesetzt wurde. Das bedeutet, dass an mindestens 338 weiteren Standorten noch Potenzial dafür vorhanden ist.

Da die Geschäftsidee Kopiermanie rechtlich nicht geschützt ist, kann eigentlich jeder kaufmännisch orientierte Gründer sofort damit starten. Welche Verdienste mit dieser Geschäftsidee letzten Endes erzielt werden, hängt indes vom Verhandlungsgeschick des Unternehmers ab, denn die Copyshops, in denen werbebedruckte Kopien zum Vorzugspreis angeboten werden, möchten sowohl ihre Kosten decken als auch daran mitverdienen. Neben der Sponsorenakquisition wird die Hauptaufgabe des Gründers darin bestehen, Copyshops zu finden, die bei diesem Projekt teilnehmen. Alles in allem eine Geschäftsidee, die noch viel Potenzial besitzt.

 

Anmerkung der Redaktion: kopiermanie.de ist nicht mehr aktiv.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GbR
Branche: Marketing & Kommunikation
Kategorie: Büro & Schreibwaren, Computer
Startkapital: * weniger als 5.000 EUR
Website:
* geschätztes Startkapital

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