Geschäftsideen

Verloren, gesucht und gefunden - Digitale Fundplattform für Europa

Fast jeder von uns hat schon einmal seinen Schlüssel oder sein Portemonnaie verlegt. Sobald wir ahnen, vermisste Dinge könnten verloren gegangen sein, fährt uns ein Schreck durch die Glieder. Anschließend versuchen wir, die Situation blitzschnell zu analysieren. Hatte ich den Haustürschlüssel wirklich dabei, nachdem ich das Haus verließ? Wo habe ich zuletzt meine Geldbörse benutzt, um zu bezahlen? Solche Fragen stellen wir uns dann gewöhnlich als Erstes, denn wir hoffen, vermisste Sachen schnell wiederzufinden.

Erst wenn wir mit unserem Latein am Ende sind und die bekanntlich zuletzt sterbende Hoffnung tatsächlich stirbt, werden wir aktiv. Bis dahin kann viel Zeit vergehen. Nun beginnt der Ärger: Ein Schlüsseldienst muss beauftragt, Giro- und Kreditkarten gesperrt und Ausweispapiere neu beantragt werden. Das kostet viel Zeit, Nerven und Geld. Eventuell wenden wir uns noch ans lokale Fundbüro, um die vermissten Sachen als verloren zu melden.

Verloren, gesucht und gefunden - Digitale Fundplattform für Europa

Markus Schaarschmidt aus Frankfurt am Main erging es ähnlich, als er 2013 seinen Rucksack an einer S-Bahnstation vergaß. Die Intransparenz bei den Zuständigkeiten verschiedener Fundbüros und deren mangelnde Vernetzung brachte ihn nach dem Wiederauffinden seines Rucksacks auf die Geschäftsidee „Zentrales Fundbüro“. Mit diesem digitalen Projekt wollte der IT-Unternehmer endlich ein zentrales Fundbüro im Internet schaffen, das auch über Ländergrenzen hinweg arbeitet.

 

Ein vergessener Rucksack brachte alles ins Rollen

Dinge zu verlieren, ist ärgerlich. Egal, ob es sich dabei um persönliche Gegenstände wie Geldbörsen, Handys, Taschen oder Regenschirme handelt. Zwar gibt es in jeder Stadt ein städtisches Fundbüro, doch was ist, wenn sich die betroffene Person an verschiedenen Orten aufhielt und nicht genau weiß, wo sie den vermissten Gegenstand verloren hat? Welches Fundbüro ist dann zuständig? Eine von vielen Ungereimtheiten in der deutschen Fundlandschaft.

Der IT-Unternehmer Markus Schaarschmidt aus Frankfurt am Main hatte 2013 ein solches Schlüsselerlebnis, als er an einer S-Bahnstation seinen Rucksack verlor. Um ihn wiederzubekommen, musste er sich an eine Vielzahl von Anlaufstellen wenden. Zwar gehört die S-Bahnstation zur Deutschen Bahn mit einem eigenen Fundservice, die Umgebung stellt aber städtisches Gebiet dar. An wen soll sich ein ehrlicher Finder nun wenden?

Die Odyssee, die Schaarschmidt bei der Suche nach seinem Rucksack durchlief, brachte ihn als Geschäftsführer der Neosulting GmbH auf die zündende Geschäftsidee „Zentrales Fundbüro“. Bei der Entwicklung der Serviceplattform konnte er auf seine eigenen Mitarbeiter zurückgreifen. Schon im Jahr 2014 konnte er mit der ersten Version seiner Geschäftsidee an den Start gehen.

Auf der Online-Plattform „Zentrales Fundbüro“ sollen Menschen, die Sachen verloren haben oder bestohlen wurden, und Finder zusammenkommen, damit derjenige, der etwas vermisst, wieder rasch an sein Eigentum kommt. Die Idee ist genial einfach. Auf der Plattform kann jeder Geschädigte seine vermissten Sachen melden und Finder können hier gefundene Gegenstände unbürokratisch einstellen. Dabei werden auch kommunale und private Fundbüros miteingebunden.

„Zentrales Fundbüro“ möchte die Arbeit der verschiedenen Fundbüros koordinieren und dadurch den Suchprozess für denjenigen, der nach etwas sucht, deutlich vereinfachen. Fortan hat dieser nur noch eine einzige Anlaufstelle, über die er nach seinem vermissten Gegenstand fahnden kann. Er muss also nicht mehr verschiedene Fundbüros an unterschiedlichen Standorten abklappern.

Die Plattform „Zentrales Fundbüro“ richtet sich gleichermaßen an die Bereiche B2B und B2C. Die Betreiberin getsteroo GmbH möchte staatliche Stellen und private Organisation einbinden, um das Wiederfinden von Verlorenem, Gestohlenem und Entlaufenem zu ermöglichen. Das oberste Ziel dabei ist, Fundsachen und deren rechtmäßige Besitzer so schnell wie möglich wieder zusammenzubringen. Und zwar über Stadt- und Ländergrenzen hinweg.

Auch entlaufene Hunde und Katzen können über „Zentrales Fundbüro“ gemeldet und gefunden werden. Hierzu arbeitet das Fundportal eng mit dem Haustierzentralregister TASSO e.V. zusammen. Die Basisservices von „Zentrales Fundbüro“ wie Einstellung von Fundsachen, Suche nach Verlorenem etc. sind kostenlos. Gegen eine Gebühr können Nutzer eine Premiumplatzierung für ihre vermissten Sachen buchen. Das verbessert die Sichtbarkeit und erhöht die Chance, noch schneller an verloren gegangene Sachen zu kommen.

Zudem gibt es weitere Services wie Sicherheitssticker und einen Fund-Agenten. Nutzer können gegen Gebühr Suchaufträge von bis zu sechs Monaten Gültigkeit einstellen. Tauchen Fundsachen auf, die den Suchkriterien entsprechen, werden die Nutzer automatisch per E-Mail informiert. Die Betreiber haben noch viel vor: Man plant, eine Art Google für Verlust- und Fundsachen zu werden.

 

Online-Fundportale haben noch viel Potenzial

Auch wenn das Fundportal „Zentrales Fundbüro“ aktuell mehr als 6 Millionen Einträge aus ganz Europa zählt, so ist es im Grunde genommen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ständig und überall wird etwas verloren oder gefunden. Das Portal bildet daher nur einen Ausschnitt ab. Mit anderen Worten: Es gibt noch viel Potenzial für Online-Fundportale auf lokaler und überregionaler Ebene. Fußballstadien, Konzerthallen, Rummelplätze – überall wo viele Menschen zusammenkommen, werden auch viele Sachen verloren, gestohlen und gefunden.

Die größte Herausforderung für den Betreiber einer digitalen Fundplattform ist deren Aktualität. Wem es gelingt, hierfür einen Automatismus zu entwickeln, der hat ein Pfund in der Hand, mit dem er wuchern kann. Es gilt also dafür zu sorgen, dass nicht mehr relevante Einträge wieder verschwinden. Nur so bleibt die Fundplattform stets auf dem aktuellen Stand und bietet Nutzern den größtmöglichen Nutzen.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Dienstleistungen, Medien & Technik, Gesellschaft & Familie
Kategorie: Software, Verschiedenes
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: www.zentralesfundbuero.com
* geschätztes Startkapital

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