Geschäftsideen

Wundertüten für Nerds - Überraschungsboxen mit Gadgets und Gimmicks

In der heutigen Konsumwelt sind Überraschungen viel zu selten. Alles wird bereits im Vorfeld mit viel Marketing-Tamtam bis ins letzte Detail durchgekaut, bevor ein Produkt schließlich am Markt erscheint. Gleich, ob Smartphones oder Computerspiele – jeder hat heutzutage schon eine konkrete Vorstellung von dem, was ihn erwartet. Der Überraschungseffekt ist gleich null und allenfalls negativ, falls das Produkt nicht hält, was zuvor versprochen wurde. Gamer und Nerds haben dagegen eine ganze andere Lebensphilosophie. Sie wollen Neues ausprobieren und dabei immer wieder neue und überraschende Entdeckungen machen. Genau diese Zielgruppe hatten die Erfinder von Lootcrate im Blickfeld, als sie 2012 ihr Start-up in Los Angeles gründeten.

Wundertüten für Nerds - Überraschungsboxen mit Gadgets und Gimmicks

Die Idee war, der Kundschaft einmalig oder im Abo Überraschungsboxen zu schicken, wie es auch bei anderen Geschäftsmodellen gehandhabt wird. Während Bezieher von Socken- Abos im Voraus wissen, dass sie Socken bekommen, wissen Kunden von Lootcrate nicht, was die Boxen jeweils enthalten. Das können T-Shirts sein oder Comics, Fingerspiele oder Wearables. In der Tat sind die Boxen mit den Wundertüten zu vergleichen, die man früher an jeder Ecke kaufen konnte. Die Geschäftsidee aus den USA läuft dort seit ihrer Einführung mit großem Erfolg und hat in Europa noch kaum Nachahmer gefunden. Hier bietet sich eine große Chance für Gründer.

 

Beliebteste Abo-Geschäftsidee in den USA

Viele werden sich noch an ihre Kindheit erinnern, als es Wundertüten an fast jeder Ecke zu kaufen gab. Je nach Größe und Preis konnten sie die unterschiedlichsten Dinge beinhalten. Manchmal enthielten sie kleine Puzzles oder Spielzeuge zum Zusammenstecken, manchmal Spielfiguren oder Sticker. Oftmals befanden sich auch Süßigkeiten wie Puffreis in den Tüten. Bei jedem Kauf hatten die Kinder Überraschungsmomente, weil die Tüten verschlossen waren und man nie wusste, was sich jeweils darin befand. Später übernahmen Überraschungseier diese Funktion. Nicht viel anders war es bei einigen Comicheften wie beispielsweise YPS oder Micky-Maus-Heften. Auch diese enthielten Überraschungsbeilagen zu vielen verschiedenen Themen. Ziel war es, mit den Gimmicks die Kreativität der jungen Leserschaft zu fördern.

Lootcrate ist so etwas wie ein Überraschungsei-Abo für Nerds. Das Unternehmen wurde 2012 in Los Angeles an einem Start-up-Wochenende gegründet. Geschäftsgegenstand ist das Versenden von Überraschungsboxen mit rund einem halben Dutzend Gegenständen an Abonnenten und Einzelbesteller. Nur 5 Stunden nach dem Start hatte Lootcrate schon 50 Abonnenten. Ein gutes Jahr später waren es mehr als 20.000 Abonnenten, die regelmäßig Lootcrate-Boxen bezogen, um sich jeden Monat aufs Neue überraschen zu lassen. Inzwischen ist Lootcrate in den USA zur beliebtesten Abo-Geschäftsidee avanciert.

In den monatlichen Überraschungsboxen befinden sich 6 bis 8 Gegenstände aus den Themenwelten Comics und Computer. Der Inhalt der Boxen ist allerdings ein gut gehütetes Geheimnis. Der Abonnent erfährt erst beim Öffnen der Box, was sich genau darin befindet. In der Regel umfassen die Boxen T-Shirts, Sticker und jede Menge Schnickschnack für Nerds. Die monatlich erscheinenden Überraschungsboxen können für 13,37 US-Dollar pro Box einzeln bestellt werden. Entschließt sich der Kunde ein Abo für drei oder sechs Monate abzuschließen, erhält er einen Preisnachlass.

Inzwischen hat Lootcrate neben seinen erfolgreichen Überraschungsboxen für Nerds noch weitere Geschäftsfelder erschlossen. Anhänger von Baseball- oder Basketballteams können sich mit Sports Crate Gimmicks wie T-Shirts, Aufkleber, Aufnäher, Sammelbilder etc. von ihren Lieblingsteams zukommen lassen. Daneben gibt es Boxen für Fans von Science-Fiction, Fantasy, Pop sowie Film- und TV-Produktionen.

 

Abo-Commerce für Schnickschnack hat viel Potenzial

Das Für und Wider des Abo-Commerce scheint entschieden zu sein. Fazit: Abo-Commerce gehört die Zukunft. Die einen sehen darin einen Übergang zu nachhaltigem Konsum, die anderen die Produktfixierung im E-Commerce generell infrage gestellt. Und genau darum geht es bei dieser Form der Vermarktung. Das Produkt selbst, also der Inhalt einer Box ist nicht das Entscheidende, sondern das Erlebnis, das der Nutzer damit hat.

Bei Lootcrate ist die Sache klar: Hier zählt das Überraschungsmoment, weil niemand genau weiß, was in der aktuellen Box steckt. Wenn der Abonnent ein Gadget gerade besonders gut gebrauchen kann, ist seine Freude darüber entsprechend groß. Da ist es völlig egal, dass er mit ein paar anderen Sachen vielleicht gar nichts anfangen kann. Was zählt, ist die Überraschung und das Erlebnis, das der Abonnent mit der Box hat. Dasselbe Phänomen tritt auch bei Überraschungseiern auf. Man kauft quasi eine „Black Box“, von der man nur weiß, dass sie von süßer Schokolade umhüllt ist. Der Rest ist die pure Neugier auf den unbekannten Inhalt.

Wenn sich Gründer für den Abo-Commerce entscheiden, liegen sie voll im Trend. Immer mehr Konsumenten kaufen nicht mehr gezielt, sondern lassen sich über Abos mit Dingen des täglichen oder gelegentlichen Bedarfs versorgen: von Socken über Rasierklingen bis hin zu Beautyartikeln. Warum nicht Nerds und Gamer mit Schnickschnack versorgen? Das Potenzial ist in Deutschland auf jeden Fall vorhanden und die Zahl der Nerds nimmt stetig zu.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform: Incorporated
Branche: Lifestyle
Kategorie: Verschiedenes
Startkapital: * 5.000 EUR - 10.000 EUR
Website: www.lootcrate.com
* geschätztes Startkapital

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