Geschäftsideen

Grashüpfer bitten zu Tisch - Snacks aus Grillenmehl

Die kulinarische Vielfalt kennt fast keine Grenzen mehr. Wir probieren heutzutage fast alles aus, was nicht gegen den guten Geschmack oder die guten Sitten verstößt. Entsprechend breit ist das Nahrungsgebot inzwischen aufgestellt. Nicht nur in Restaurants, sondern auch beim Discounter sowie im Lebensmittelladen um die Ecke. Trotz unserer überaus großen Experimentierfreudigkeit in Bezug auf fremde Esskulturen gibt es noch immer einige Barrieren ethischer Art, die uns am Genuss bestimmter Speisen hindern. So zum Beispiel bei Insekten.

Snacks aus Grillenmehl

 

Wohl wissend, dass diese überaus nahrhaft sind, wertvolle Proteine und weitere Nährstoffe enthalten, dreht sich vielen beim Gedanken an das Verspeisen von Grillen, Heuschrecken und Co. schlagartig der Magen um. Wieso eigentlich? Genau das fragte sich die Harvard-Studentin Rose Wang. Anstatt Essen oder Snacks aus Fleisch herzustellen, kam sie 2013 kurzerhand auf die Idee, Grillenmehl als Basis für Snacks zu verwenden und gründete zusammen mit zwei Kommilitoninnen Sixfoods ein Start-up für Insektensnacks. Die daraufhin gestartete Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter wurde zu einer der erfolgreichsten in diesem Segment und brachte schließlich den Durchbruch. Schnell war mit „Chirps“ eine Marke kreiert und verschiedene Sorten entwickelt. Die Produkte werden nicht nur im Online-Shop des Start-ups vertrieben, sondern können auch in mehr als 25 Ladengeschäften in US-Großstädten käuflich erworben werden.

 

Chips aus gemahlenen Grillen in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Nicht erst seit dem Dschungelcamp ist der Verzehr von Insekten ein Thema. Auch der bekannte Survival-Experte Rüdiger Nehberg zeigte uns bereits in den 1970er-Jahren, wie man mit Insekten als Nahrungsquelle im Urwald überleben kann. Wir vergessen bei diesen Spektakeln häufig, dass jenseits von Überlebenstraining und Ekelfaktor Insekten in Teilen Afrikas und Asiens längst zum täglichen Speiseplan gehören. Genau diesen Ansatz verfolgte die Gründerin Rose Wang, als sie zusammen mit Laura D’Asaro und Meryl Natow im Jahr 2013 Sixfoods in Cambridge MA gründete.

Die Geschäftsidee von Sixfoods ist schnell erklärt: Essen aus Insekten herzustellen. Die Idee reifte in der WG von Gründerin Rose Wang, als sie zusammen mit einer Mitbewohnerin Snacks aus Insekten herstellte. Die anfänglich vage Geschäftsidee nahm mit der Zeit immer konkretere Züge an, zumal diese Idee auch ausgezeichnet mit dem Zeitgeist harmonierte. Insekten sollen Rindfleisch in Nahrungsmitteln zukünftig ersetzen. Grillen schienen dafür ideal zu sein. Sie sind gesund und nachhaltig, weil sie sich leicht auf kleinstem Raum züchten lassen. Und was besonders wichtig ist: Bei der Produktion wird fast kein Wasser verbraucht. Auch die Nährwerte können sich sehen lassen. Snacks aus getrockneten Grillen enthalten 40 Prozent mehr Protein und viel weniger Fett als Snacks, die aus Rindfleisch hergestellt werden. Alles in allem hervorragende Startbedingungen für Sixfoods.

Die im April 2014 aufgelegte Kickstarter-Kampagne für „Chirps“, wie die Chips aus gemahlenen Grillen von Sixfoods heißen, wurde zu einer der größten Kampagnen im Lebensmittelsegment. Innerhalb von 30 Tagen war das Fundingziel von 30.000 US-Dollar mit 70.559 US-Dollar von 1.295 Unterstützern mehr als erreicht.

Das erste Produkt „Chirps“ sind Chips aus gemahlenen Grillen. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie BBQ, Seesalz und Cheddarkäse. Verkauft werden die Chirps im eigenen Online-Shop für 14,99 US-Dollar als Dreierpack zu je 140 Gramm. Außerdem sind sie inzwischen in mehr als 25 Ladengeschäften in Großstädten der USA erhältlich. Doch die Chirps sind nur der Anfang. Als nächstes möchte man bei Sixfoods Insektenbratlinge für Burger als Alternative zu den klassischen Bratlingen aus Rindfleisch verkaufen.

 

Lebensmittel auf Insektenbasis sind eine Marktlücke mit viel Potenzial

In westlichen Ländern stieß der Gedanke, Insekten wie beispielsweise Grillen für den Verzehr zu verwerten, lange Zeit auf Ablehnung. Doch inzwischen hat sich das Bild etwas gewandelt. Und es gibt gute Argumente dafür, eine Geschäftsidee wie Sixfoods auch in Europa aufzuziehen. Immerhin gehören Grillen zum Speiseplan von bereits 2,5 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Als Mehl vermahlen ist schließlich nichts mehr von dem Insekt zu sehen. Es verbleiben also die puren Nährstoffe. Ernährungsphysiologisch sind Grillen besonders wertvoll, denn sie liefern wichtige Nährstoffe wie Proteine und sind selbst in der Zucht komplett umweltfreundlich, weil so gut wie kein Wasser verbraucht wird.

Auch Allergiker dürfen sich freuen, denn Grillen enthalten kein Getreide, kein Soja und sind glutenfrei. Grillen sind gentechnisch nicht verändert und enthalten 30 Prozent weniger Fett als Produkte aus Fleisch. Viele Gründe sprechen für die Produktion von Lebensmitteln aus Insekten. Eine Geschäftsidee wie Sixfoods ist für Gründer mit gastronomischer Erfahrung bestens geeignet. Wer sich zudem noch ein bisschen im Marketing von Lebensmitteln auskennt, bringt optimale Voraussetzungen mit, um diese Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Warum also nicht mit Snacks aus Grillen in leckeren Geschmacksrichtungen beginnen?

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform: Limited Liability Company (LLC)
Branche: Ernährung
Kategorie: Lebensmittel
Startkapital: * weniger als 5.000 EUR
Website: chirpschips.com
* geschätztes Startkapital

Beliebtheit

1520 Aufrufe

So viele Besucher haben sich für diese Idee interessiert.

Gerne informieren wir Sie regelmäßig über neue Geschäftsideen.

Unseren kostenlosen Newsletter erhalten Sie einmal monatlich.

Datenschutz- & Eintraghinweis:
Ihre E-Mail-Adresse verwenden wir ausschließlich zum Versand des Gratis-Ratgebers und des abonnierten Newsletters. Wir geben Ihre personenbezogenen Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter und halten uns an den Datenschutz. Der Verwendung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen, indem Sie uns einfach eine E-Mail an info@geschaeftsideen.de senden oder den entsprechenden Abmelde-Link im Newsletter betätigen.