Geschäftsideen

Der Schlag soll mich treffen - Armbänder für Verhaltenskorrekturen

Wer sich schlechte Angewohnheiten abgewöhnen möchte, benötigt viel Willenskraft. In aller Regel muss man diesen Weg aber ganz allein und vor allem konsequent gehen, wenn man sein Ziel erreichen möchte. Die meisten schaffen das nicht. Beispiele hierfür gibt es zuhauf. Steht die Angewohnheit zudem noch mit einer Sucht in Verbindung, wie etwa beim Zigarettenrauchen, fällt das Abgewöhnen besonders schwer. Aber auch andere schlechte Angewohnheiten wie beispielsweise das Kauen von Fingernägeln lässt sich nicht so einfach abstellen, obwohl hier keine Sucht mit im Spiel ist.

Pavlok - Dieses Armband korrigiert schlechte Angewohnheiten

 

Dagegen muss doch was zu machen sein, dachte sich Maneesh Sethi aus Boston. Frei nach dem Motto „Wer nicht (auf)hören will, muss fühlen …“ entwickelte er mit Pavlok ein Armband, das kleine Stromschläge erzeugt, wenn der Träger sich wieder einmal nicht unter Kontrolle hat und in schlechte Angewohnheiten zurückfällt. Morgens länger als üblich auszuschlafen war gestern, denn Pavlok erinnert den Träger mit unsanften Stromimpulsen daran, dass es Zeit ist, endlich aufzustehen.

Maneesh Seethi gründete die Behavioral Technology Group Inc. 2013 und startete im selben Jahr eine Kampagne auf Indiegogo. Man möchte es kaum glauben, aber das Pavlok-Armband entwickelt sich zum Renner und wurde schon bald mehr als 40.000-mal verkauft.

 

Verhaltenstherapie per Elektroschock

Gäbe es doch ein Mittel, um dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören. So oder so ähnlich klingen die Klagen von notorischen Rauchern, die endlich dauerhaft von ihrem Laster loskommen wollen. Auch wenn langes Ausschlafen nicht gesundheitsschädlich ist, so bringt es doch den eigenen und den Tagesablauf der Mitmenschen gehörig durcheinander und gehört daher ebenfalls abgewöhnt. Zwei von vielen Beispielen, bei denen das Pavlok-Armband Zeitgenossen helfen kann, die dummen Angewohnheiten endlich loszuwerden.

Der Gründer Maneesh Sethi hatte wohl elektrische Weidezäune im Kopf, als er seine Geschäftsidee im Jahr 2013 ersann. Menschen mit kleinen Stromstößen zu maßregeln, mag ethisch grenzwertig erscheinen, ist aber äußerst wirksam. Der Zweck heiligt die Mittel und niemand zwingt einen schließlich, das Gadget zu nutzen. Das Pavlok-Armband kam zu einer Zeit auf den Markt, als die großen Techkonzerne Apple und Google im Begriff waren, ihre Smartwatches zu launchen. Diese sollten bekanntlich das nächste große Ding nach den Smartphones werden. Pavlok surfte gewissermaßen im Trend der neuen Wearables, die man am Handgelenk trägt.

Nach der Gründung der Behavioral Technology Group im Jahr 2013 startete Maneesh Sethi auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo die erste Kampagne und konnte fünf Investoren gewinnen, die dem Start-up 200.000 US-Dollar bereitstellten. Gut investiertes Geld, denn der Erfolg des Pavlok-Armbandes übertraf die Erwartungen bei Weitem. Bisher fand das Armband mehr als 75.000 Käufer und jeden Tag kommen neue Interessenten hinzu.

Das Armband soll dem Träger zu einer positiveren Lebenseinstellung verhelfen, indem es ihm hilft, sich schlechte Angewohnheiten wie Nägelkauen, Rauchen, Naschen, Langschlafen etc. abzugewöhnen. Elektrische Impulse werden immer dann abgegeben, wenn der Träger beispielsweise wieder mal zur Zigarette greift, obwohl er eigentlich nicht mehr rauchen möchte. Unerwünschte Gewohnheiten lassen sich so in kurzer Zeit besiegen. Der Nutzer kann sich die Pavlok-App auf sein Smartphone herunterladen und mit dem Armband koppeln. So lassen sich die Einsätze des Armbandes präzise nachverfolgen und der Erfolg der Maßnahmen kontrollieren.

Das Pavlok-Biofeedbackarmband gibt es inzwischen in der zweiten Generation und kostet aktuell 199 US-Dollar. In Studien wurde der Erfolg inzwischen bestätigt. Mehr als 75 % der Raucher schafften es innerhalb weniger Tage, mit dem Armband rauchfrei zu werden und 80 % der Nutzer konnten sich mithilfe des Armbands abgewöhnen, an den Nägeln zu kauen.

 

Biofeedback-Wearables haben viel Potenzial

Techprodukte am Arm oder Handgelenk zu tragen, liegt voll im Trend der Zeit. Gleich, ob Smartwatch oder Fitnesstracker – sie helfen uns, unseren Alltag besser zu meistern. Schlechte Angewohnheiten abzutrainieren, kann sehr teuer sein, wenn hierfür Coaching-Kurse besucht werden müssen. Viel einfacher ist es hingegen, mithilfe moderner Digitaltechnik selber den Fortschritt zu kontrollieren. Pavlok bietet alles, was man dazu benötigt. Das Armband und eine App, um das Handy mit dem Wearable zu verbinden. Der Nutzer ist mit seinen Erfahrungen dennoch nicht allein, denn inzwischen ist eine recht aktive Community entstanden, mit der man sich austauschen kann.

Der Support gibt hilfreiche Tipps zum Aufbau einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Abgewöhnung von schlechten Angewohnheiten. Am Anfang steht eine Analyse von Gewohnheiten. Sie wird mit der Persönlichkeit und dem beruflichen Umfeld des Nutzers abgeglichen und die Pläne werden daraufhin abgestimmt. Auch in Deutschland gibt es einen großen Markt für solche Gadgets. In Europa wurden 2018 rund neun Milliarden Euros mit Wearables umgesetzt.

Es gibt hier also auch viel Potenzial für verhaltenstherapeutische Armbänder. Gründer mit Coachingerfahrung und Affinität für digitale Techniken finden hier eine perfekte Geschäftsidee, die insbesondere junge, technikaffine Zeitgenossen anspricht. Anstatt immer nur die eigene Fitness mit Fitnessarmbändern zu messen, kann man mit dem Pavlok-Armband endlich einmal etwas gegen seine schlechten Angewohnheiten tun und sich dadurch selbst konditionieren.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform: Incorporated
Branche: Medien & Technik
Kategorie: TV, Video & Elektronik
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: pavlok.com
* geschätztes Startkapital

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