Geschäftsideen

Künstliche Intelligenz fürs Kinderzimmer - Sprechender Kobold kommuniziert mit Kindern

Sprechpuppen gibt es schon seit Jahrzehnten. Für kleine Mädchen war es in den 1960/70er-Jahren das Größte, eine Sprechpuppe zu besitzen. Meistens hatte diese hinten am Hals einen Ring, der an einem Band hing. Zog man den Ring heraus und ließ los, wurde das Band langsam wieder eingezogen und die Puppe plapperte munter drauflos. Die Monologe waren auf einer kleinen Schallplatte im Puppeninnern gespeichert.

Mit Sprachassistenten aus der heutigen Zeit hatten Sprechpuppen allerdings wenig gemeinsam. Ganz im Gegensatz zu dem kleinen Kobold Lingufino aus dem Linguwerk, einem auf Signaltechnologie spezialisierten Ingenieurbüro in Dresden. Die unternehmerischen Schwerpunkte liegen unter anderem im Bereich Automotive und Medizintechnik. Hier hatten die Dresdner genügend Know-how im Bereich der Spracherkennung gesammelt, um auch Produkte, wie etwa ein sprechendes Spielzeug, zu entwickeln.

Künstliche Intelligenz fürs Kinderzimmer - Sprechender Kobold kommuniziert mit Kindern

Lingufino enthält eine Elektronikeinheit mit Sprachprozessor, der für die Spracherkennung sorgt. Anders als die Sprachassistenten der großen Internetkonzerne ist der kleine Kobold autark, er benötigt also keine Internetverbindung. Das interaktive Lernspielzeug verwendet moderne Sprachtechnologien, um Kinder im Alter von 4 – 7 Jahren auditiv, kognitiv und visuell zu fördern. Anhand verschiedener Abenteuergeschichten lernt das Kind mit Lingufino spielerisch auf Fragen zu antworten und wird dabei motiviert, sich aktiv zu artikulieren.

 

Wechselbares Dialogmodul zu jedem Abenteuerbuch

Sprachvermittlung ist traditionell die Sache der Eltern und der Schule. Doch noch andere Faktoren beeinflussen, wie gut sich die sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes entwickeln. Negative Einflüsse werden vor allem dem TV, Videos und dem Internet zugeschrieben. Und nun soll sich auch noch ein kleiner Roboter mit den Kindern unterhalten. Für manche Eltern ist das ganz sicher eine Horrorvision. Andere hingegen werden schnell die Chancen begreifen, die die Künstliche Intelligenz bei der Spracherziehung des Nachwuchses spielen könnte.

Der 2011 gegründeten Linguwerk GmbH war es 2016 gelungen, mit dem Lingufino einen kleinen Spielroboter in Form eines Kobolds zu entwickeln, der sich mit Kindern unterhalten kann. Das interdisziplinär aufgestellte Unternehmen arbeitet an digitaler Signalverarbeitung, Bild- und Sprachprozessoren, die in der Automobilindustrie und anderen Branchen zum Einsatz kommen. Spracherkennung lässt sich indes nicht nur in Steuerungen wie Navigationssystemen nutzen, sondern auch im Kinderzimmer. Für die Vermarktung des Lingofino wurde mit DIALOG TOYS extra ein eigenes Label kreiert.

Was den plüschigen Kobold von anderen Systemen aus dem Bereich der Spracherkennung grundlegend unterscheidet, ist seine Autonomie. Denn anders als Alexa, Siri & Co. benötigt Lingufino keine Internetverbindung. Anders ausgedrückt: Er arbeitet offline und kann praktisch überall genutzt werden. Außerdem sind seine Daten dadurch sicher. Der Kobold versteht an die 1.500 Wörter pro Abenteuerbuch und kann selbst rund 2.500 Wörter und Phrasen sprechen.

Indem das Kind mit dem Kobold kommuniziert, lernt es anhand von verschiedenen Abenteuergeschichten spielerisch Begriffe und deren Bedeutung kennen. Der Lingufino stellt dem Kind Fragen und fordert es auf, Dinge zu beschreiben oder zu erklären. Dadurch lernt das Kind seine sprachlichen Fähigkeiten zu entfalten. Zu jeder Abenteuergeschichte gibt es ein austauschbares Sprachmodul.

Wenn das Spiel mit dem Sprachkobold beendet ist, schaltet man ihn einfach ab oder versetzt ihn in den Energiesparmodus. So halten die Batterien mehrere Monate. Das Lingufino-Basis-Set ist derzeit im Online-Shop zum Preis von 77,93 (79,95) Euro erhältlich. Es besteht aus dem Kobold inklusive Sprachprozessor und Batterieeinheit plus einem Abenteuerbuch mit Dialogmodul. Jedes weitere Abenteuerbuch inklusive des Dialogmoduls kostet derzeit 29,19 (29,95) Euro.

 

Offline Spracherkennung hat großes Potenzial

Obwohl Spracherkennungssysteme immer mehr in unseren Alltag durchdringen und die Digitalisierung allerorten gepredigt wird, gibt es noch immer Bereiche in unserem Leben, die sakrosankt sind. Die Kindeserziehung gehört beispielsweise dazu. Für viele überbesorgte Eltern ist es eine Horrorvorstellung, ihr Kind könnte mit einem seelenlosen Roboter kommunizieren, der womöglich noch Daten sammelt, um dem Kind auf versteckte Weise Werbebotschaften übermitteln zu können.

Bei Lingufino lassen sich derlei Bedenken jedoch leicht zerstreuen. Denn erstens haben an dem Projekt Pädagogen mitgewirkt und zweitens – was vielleicht noch wichtiger ist – ist der sprechende Plüschkobold nicht mit dem Internet verbunden. Alles, was das Kind mit dem Kobold kommuniziert, bleibt also im Kinderzimmer und wird nicht in die endlosen Weiten des Internets versendet. Eltern können also ruhigen Gewissens ihr Kind allein mit dem Kobold spielen lassen.

Wer diese Befindlichkeitslage kennt und bei der Entwicklung berücksichtigt, sprich Datensicherheit garantieren kann, dem steht ein riesiger Markt offen. Erwiesenermaßen steigt das Interesse an digitaler Technik fürs Kinderzimmer sprunghaft an, sobald die Datensicherheitsfrage geklärt ist.

Wer sich mit digitalen Steuerungssystemen wie Spracherkennung auskennt und sich in die Welt von Kindern hineindenken kann, findet in Lingufino eine Geschäftsidee, die sich vielseitig variieren lässt. Vor allem aber hat die Idee ein enormes Potenzial, denn Eltern wollen ihre Sprösslinge sehr wohl mit moderner digitaler Technik in Berührung bringen. Und zwar, so früh wie möglich. Vorausgesetzt sie sind datensicher.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Gesellschaft & Familie, Freizeit, Medien & Technik
Kategorie: Spielzeug, Kinder, TV, Video & Elektronik
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website: lingufino.de
* geschätztes Startkapital

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