Geschäftsideen

Manche mögens kalt: Cold Brew – Spezialitätenkaffee aus Berlin

Kaffee zu trinken, gehört bei uns zum Alltag. Meistens starten wir morgens mit ein bis zwei Tassen in den Tag, denn Kaffee gilt bei uns als Muntermacher. Weitere Tassen werden über den Tag verteilt getrunken. Statistisch gesehen trinkt jeder Deutsche rund 162 Liter Kaffee im Jahr. Damit ist das Heißgetränk noch vor Bier und Wasser das beliebteste Getränk in Deutschland. Vor allem aber wird Kaffee während der Arbeitszeit oft und reichlich genossen. Diese Konsumgewohnheiten teilen wir mit den Niederlanden und den nordischen Ländern.

Muss Kaffee aber immer heiß aufgebrüht werden? Nein, meinen die drei Gründer eines innovativen Start-ups aus Berlin. Ihre Idee: Kalt gezogener Kaffee schmeckt mindestens ebenso gut, wenn nicht sogar noch besser. „Cold Brew“ nennt sich dieser Trend, den Lukas Friedemann als einer der drei Gründer vor einigen Jahren während eines Studienaufenthaltes in den USA entdeckte.

Manche mögens kalt: Cold Brew – Spezialitätenkaffee aus Berlin

Das wurde für Lukas zum Schlüsselerlebnis und inspirierte ihn, die „Cold Brew“-Variante auch in Deutschland zu produzieren und zu vermarkten. Zusammen mit Benjamin Thies und Christian Figueras gründete er Anfang 2017 die Philosoffee GmbH, um die Geschäftsidee in die Tat umzusetzen. Kalt aufgebrühten Philosoffee-Kaffee findet man inzwischen überall in Bio-Supermärkten und der Szene-Gastronomie.

 

Kaffee ist auch „kalt“ ein Genuss

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Das gilt sowohl für die Mode als auch für Konsumgewohnheiten. Bei Letzterem hat sich gerade bei den jüngeren Konsumenten viel geändert. So trinken junge Leute Kaffee nicht nur morgens nach dem Aufstehen, sondern immer dann, wenn sie gerade Lust darauf haben. So zum Beispiel im Pappbecher unterwegs. Das Ganze nennt sich dann Coffee to go und wurde nach der Erfindung des Plastikdeckels auch bei uns populär. Der Becherinhalt ist heiß, so, wie Kaffee eben traditionell getrunken wird. Mit Cold Brew gerät nun auch diese Gewissheit ins Wanken.

In Berlin haben drei Gründer zusammengefunden, um deutsche Kaffee-Fans für „kalten Kaffee“ zu begeistern. Sie waren mit ihrem 2016 gegründeten Start-up Philosoffee zwar nicht die Ersten in Deutschland, doch ihnen gelang es, Cold Brew als Spezialitätenkaffee in großem Stil in die Bio-Supermärkte und Szene-Läden zu bringen. Anders als herkömmlicher Kaffee wird Cold Brew nicht heiß, sondern kalt gebrüht. Damit sich das volle Aroma entfalten kann, muss ein kalt aufgebrühter Kaffee bis zu 24 Stunden ziehen.

Genauso wie beim Wein, wo es unterschiedliche Rebsorten und Anbaugebiete gibt, die den Wein charakterisieren, verhält es sich auch beim Kaffee. Philosoffee verwendet für seine Cold Brews daher nur hochwertige Kaffeesorten, die unter nachhaltigen Bedingungen kultiviert werden und sich für das „kalte Aufbrühverfahren“ eignen. Der Firmenslogan „Aus Liebe zum Kaffee“ bedeutet vor allem Qualitätssicherung. Hierfür sorgt Mitgründer Christian Figueras, der für die Getränketechnologie zuständig ist.

Cold-Brew-Kaffees der Marke Philosoffee kommen nicht etwa in Pappbechern oder gar Plastikverpackungen daher, sondern in 250-ml-Glasflaschen mit Kronkorken. Sie erinnern an ein Erfrischungsgetränk und genau das sollen sie auch: Den Konsumenten erfrischen. Philosoffee-Kaffeegetränke gibt es als puren Kaffeegenuss aus 100 % Arabica Kaffee, „Melange“ mit Tonic-Water versetzt oder als ein mit Cannabidiol (CBD) angereicherter Trunk. Ein 250-ml-Fläschchen „Koldbrew“ kostet im Internet-Shop drei Euro. Die Fläschchen werden im Vierer-Pack für zwölf Euro pro Einheit angeboten.

Die drei Gründer von Philosoffee sind angetreten, Schwung in die eher konservative deutsche Kaffeekultur zu bringen und Cold Brew für jedermann zugänglich zu machen. Mit ihrem konsequenten Marketingkonzept ist ihnen dies bisher auch ausgezeichnet gelungen.

 

Cold Brew – Megatrend mit viel Potenzial

Kaffee ist das beliebteste Getränk in Deutschland. Laut Statistik lag der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2022 bei 162 Litern beziehungsweise rund 5,66 Kilogramm. Diese Zahlen sagen allerdings nichts darüber aus, in welcher Form Kaffee bei uns zubereitet wird. Die Hitliste führen Filterkaffeemaschinen an, gefolgt von Kaffeevollautomaten. An dritter Stelle landen Kaffeemaschinen für Kaffeekapseln und –pads. Völlig außer Acht bleibt, dass inzwischen eine neue Trinkkultur Einzug gehalten hat, bei der der Kaffee kalt aufgebrüht und getrunken wird.

Vor allem bei jüngeren Konsumenten gewinnt diese Form des Kaffeeverzehrs immer mehr Anhänger. Die meisten Kaffeetrinker gehen davon aus, dass Kaffee nur dann sein Aroma voll entfaltet, wenn er heiß aufgebrüht wird. Die Annahme ist allerdings falsch. Kaffee nur als Heißgetränk zu genießen, ist kulturell geprägt und keine zwingende Notwendigkeit. Marketingprofis mit Gespür für neue Trends steht somit ein riesiger Markt offen, in welchem noch viel Potenzial steckt. Kenntnisse der Kaffeebranche sind bei dieser Geschäftsidee natürlich von Vorteil. Und mögen sollte man ihn auch, den Kaffee, denn nur wer von seinen Produkten überzeugt ist, kann diese auch überzeugend vermarkten.

Anmerkung der Redaktion: Philosoffee GmbH ist nicht mehr aktiv.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Ernährung, Lifestyle, Sonstiges
Kategorie: Lebensmittel, Verschiedenes
Startkapital: * 50.000 EUR - 100.000 EUR
Website:
* geschätztes Startkapital

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