Geschäftsideen

Ohne schlechtes Gewissen - Lieferservice für Bio-Lebensmittel

In Bioläden einzukaufen, ist heutzutage völlig selbstverständlich. In jeder größeren Stadt gibt es in den besseren Stadtvierteln ein überreichliches Angebot an Läden mit frischen Produkten aus fairer Produktion. Die Produkte stammen aus biologischem Anbau, überwiegend aus der Region. Bei Artikeln wie Kaffee, Tee und anderen importierten Produkten wird nicht nur auf biologische Unbedenklichkeit geachtet, sondern auch darauf, dass sie fair produziert wurden. Kurzum: Die Bauern und Erntehelfer erhalten einen fairen, für die Maßstäbe der Erzeugerländer auskömmlichen Lohn für ihre Arbeit. Online-Shopping hat längst auch die Bio-Branche erfasst und genau da beginnt das Problem.

Ohne schlechtes Gewissen - Lieferservice für Bio-Lebensmittel

Denn die Warensortimente einzelner Shops sind begrenzt und kein Erzeuger aus der Region produziert alle Produkte. Den Kunden ein möglichst breites Artikelsortiment anbieten zu können, hat sich das Schweizer Start-up Farmy AG zum Ziel gesetzt. Seit 2014 bietet es in der gesamten Schweiz ein Online-Angebot mit mehr als 8.000 Produkten, die von über 600 regionalen Erzeugern stammen. Damit nicht genug. Der Online-Einkauf bei Farmy wird dem Kunden mit einem E-Auto bis vor die Haustür geliefert. Durch die Naherzeugung der Produkte und dem Transport zum Kunden per E-Auto wird zudem noch eine Menge CO2 eingespart. Umweltfreundlicher kann man seinen Online-Einkauf von Bioprodukten in der Schweiz nicht erledigen.

 

Lieferungen bis auf 15 Minuten genau getimt

Lange haben sich Bioläden geziert, für ihr Angebot auch einen Lieferservice bereitzustellen. In Form eines Kurierdienstes per Fahrrad wurde das vielleicht gerade noch akzeptiert. Ein Transport über längere Strecken mit einem motorisierten Fahrzeug war allerdings schon verpönt, wenn nicht sogar ein No-Go. Das Schweizer Start-up Farmy AG zeigt jedoch, dass es auch nachhaltig geht und man bewusstes Online-Shopping mit einer umweltschonenden Logistik bewältigen kann.

Farmy wurde 2014 von Roman Hartmann und Tobias Schubert in Zürich gegründet. Obwohl beide schon vorher Online-Verkäufer waren, konnten sie sich mit den bis dahin verkauften Produkten nicht identifizieren. Seitdem sie mit Farmy an den Start gingen, hat sich ihr Leben grundlegend verändert. Endlich können sie modernen E-Commerce mit dem vereinen, das ihnen besonders am Herzen liegt: Gutes für die Umwelt zu tun und Produzenten aus der Region zu unterstützen.

Das Angebot von Farmy kann sich mit seinen über 8.000 Produkten wirklich sehen lassen. Von Frischeware wie Obst und Gemüse über Fisch und Fleisch bis hin zu Milch und Eiern fehlt es an nichts. Zudem sind Getränke, Weine, Backwaren sowie Drogerie- und Kosmetikartikel im Angebot. Die meisten Produkte stammen von regionalen Erzeugern. Bei Produkten, bei denen das nicht möglich ist, weil die Produkte nur in fremden angebaut werden können, achtet Farmy strikt auf Siegel wie Fairtrade & Co. Dadurch ist gewährleistet, dass die Produkte unter fairen Bedingungen produziert und gehandelt werden.

Bislang konnte sich Farmy ein Netzwerk mit mehr als 600 regionalen Lieferanten aus der Schweiz aufbauen. Dadurch ist in der Schweiz eine flächendeckende und rasche Belieferung der Kunden möglich. Die Lieferung erfolgt über die firmeneigene E-Auto-Flotte. Die Anschaffung wurde durch einen Investor ermöglicht, der 3 Millionen CHF in das Start-up investierte. Der Kunde wird über SMS oder eine Push-Nachricht per App der Lieferzeitraum auf 15 Minuten genau mitgeteilt.

Wenn eine Sendung beispielsweise für 15 Uhr angekündigt wird, kann sich der Kunde darauf verlassen, dass sie garantiert zwischen 14:45 Uhr und 15:15 Uhr eintrifft. Der Kunde kann die Lieferung so viel besser in seinen Tagesablauf einplanen. Für Neukunden gibt es für die erste Bestellung keinen Mindestbestellwert. Ab der zweiten Bestellung beträgt der Mindestbestellwert 50 CHF. Für Farmy arbeitet derzeit ein Team von 75 Mitarbeitern.

 

Lieferdienste für Bioprodukte – ein Markt mit Zukunft

Lieferdienste für Pizzas & Co. gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Doch immer mehr Menschen wollen sich lieber gesund ernähren, haben aber nicht die Zeit, um in den Bioläden ihre Lebensmittel einzukaufen. Für diese wachsende Zielgruppe kommt das Angebot von Farmy wie gerufen. Es spricht die Zielgruppe der aktiven und umweltbewussten Generation an, die durch ihr Konsumverhalten einen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt beitragen möchte.

Online-Kauf von regionalen Bioprodukten scheiterte bislang am Angebot. Seitdem Farmy seine Online-Pforten geöffnet hat, können umweltbewusste Konsumenten nunmehr ohne schlechtes Gewissen online einkaufen – zumindest in der Schweiz. In Deutschland sucht man einen solchen flächendeckenden Online-Bioladen mit regionalen Produkten bislang noch vergebens. Engagierte Gründer mit Sinn für das Machbare sind aufgerufen, es Roman Hartmann und Tobias Schubert gleichzutun.

Es gibt in Deutschland diverse Netzwerke, in denen sich die regionalen Erzeuger zusammengeschlossen haben. Wem es gelingt, diese Kooperativen in einen deutschlandweit tätigen Online-Shop für regionale Bioprodukte einzubinden, hat den wichtigsten Meilenstein auf dem Weg zu einer deutschen „Farmy“ bereits zurückgelegt. Worauf also noch warten? Es gibt mehr als genug zu tun.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Schweiz Schweiz
Rechtsform: AG
Branche: Ernährung
Kategorie: Lebensmittel
Startkapital: * 10.000 EUR - 25.000 EUR
Website: www.farmy.ch
* geschätztes Startkapital

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