Geschäftsideen

Tankstelle für Solarstrom - Mini-Kraftwerke in der Dritten Welt

Klimaschutz geht alle an. Den Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen zu verringern, haben sich nicht nur die Politik und internationale Organisationen, sondern auch Unternehmen und private Haushalte auf die Fahnen geschrieben. In der industrialisierten Welt ist das so. In anderen Teilen der Erde, insbesondere in Ländern der Dritten Welt ist es weniger ein Thema, denn dort haben die Menschen ganz andere Sorgen. Die wenigsten haben hier überhaupt Zugang zu einem Stromnetz und sitzen nach Einbruch der Dunkelheit wörtlich im Dunkeln. Andreas Spieß und Dr. Ulrich Möller aus Berlin haben sich dazu ihre Gedanken gemacht und mit ihrem Solarkiosk eine geniale Geschäftsidee entwickelt.

Tankstelle für Solarstrom - Mini-Kraftwerke in der Dritten Welt

Es ist ein mit Photovoltaik-Elementen bestückter Kiosk, der Strom sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf produziert. Eine Lösung für alle Menschen, die Strom bislang teuer mit Dieselgeneratoren produzieren mussten oder bis zu zwei Tage unterwegs waren, um ihr Handy aufzuladen. Der Kiosk ist eine autonome Geschäftseinheit, die mit Solarstrom Getränke kühlt, Autobatterien auflädt und Menschen mit Dingen versorgt, die zuvor weite Wege erforderten. Schon bald nach der Gründung der Solarkiosk GmbH im November 2011 entstanden erste Tochtergesellschaften in afrikanischen Ländern. An dem Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über das Innovationsprogramm Mittelstand gefördert wird, sind vier weitere Partnerfirmen beteiligt.

 

Mit Photovoltaik gegen Strommangel

Manche Geschäftsideen nutzen einen aktuellen Trend wie beispielsweise den Klimaschutz. Es gibt aber auch Geschäftsideen, bei denen mehrere Trends tangiert werden und somit eine Lösung für viele Probleme anbieten. Eine dieser Geschäftsideen ist der mit Solarstrom betriebene, hoch optimierte Solarkiosk der gleichnamigen Solarkiosk GmbH, die im November 2011 in Berlin gegründet wurde. Die beiden Gründer Andreas Spieß und Dr. Ulrich Möller erkannten früh das immense Potenzial ihrer Geschäftsidee in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der erste Prototyp des in Deutschland entwickelten Solarkiosks wurde gleich nach dem Geschäftsstart in Äthiopien in Betrieb genommen. Die Bauteile werden in Deutschland, zum Teil aber auch schon vor Ort, gefertigt. Das Schöne daran ist, dass der Solarkiosk an keinerlei infrastrukturelle Voraussetzungen gebunden ist. Die Bauteile für den Kiosk werden mit Jeeps zu den Aufstellorten transportiert und sind innerhalb von drei Stunden montiert. Durch das modulare Baukastensystem ist ein Ausbau des Kiosks zu einer Art von Mini-Versorgungszentrum möglich. Einheimische, die in entlegenen Regionen bereits ein Geschäft betreiben, sind bevorzugte Ansprechpartner für den Betrieb eines Kiosks. Inzwischen sind mehrere Tochtergesellschaften in afrikanischen Ländern wie Äthiopien und Kenia gegründet worden. Aktuell befinden sich 18 Solarkioske in Betrieb.

Die mit Photovoltaik-Elementen auf dem Dach bestückten Kioske erzeugen Strom, den sie für den eigenen Betrieb benötigen, und speichern ihn in Batterien. Außerdem verkaufen sie Strom an die Bevölkerung, die hier ihre Mobilfunkgeräte oder Autobatterien aufladen kann. Ferner können Kunden hier auch gekühlte Lebensmittel, Solartaschenlampen, Solarradios und energieeffiziente Kocher kaufen sowie ihre temperaturempfindlichen Medikamente kühl lagern. Zurzeit müssen die Menschen in diesen Ländern noch rund 40 Prozent ihres Einkommens für fossile Energieträger ausgeben. Holzkohle, Petroleum und Diesel verwenden sie zum Kochen, für Beleuchtung sowie zum Betreiben von stromerzeugenden Generatoren.

Eine teure Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass in den südlichen Ländern Sonnenenergie gratis und en masse zur Verfügung steht. Die Solarkioske tragen somit dazu bei, dass weniger nicht-nachhaltige, fossile Energieträger verbraucht werden. Das schont die Umwelt, reduziert den CO2-Ausstoß und verhindert die weitere Entwaldung breiter Landstriche.

 

Solarkioske sind eine zukunftssichere Investition

Wenn man einmal bedenkt, dass in weiten Teilen Afrikas und anderer Kontinente überhaupt keine Stromversorgung vorhanden ist und weltweit 1,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einem Versorgungsnetz haben, lässt sich in etwa das globale Potenzial der Geschäftsidee Solarkiosk erahnen. Elektrizität ist in der Dritten Welt in jeder Hinsicht Mangelware. In Äquatornähe sind die Tage und Nächte gleich lang, das heißt, viele Menschen sind gezwungen, zwölf Stunden in absoluter Dunkelheit zu verbringen. Viele behelfen sich mit Petroleum, um etwas Licht zu haben und kochen mit Holzkohle. Strom für den Eigenbedarf wird größtenteils mit Dieselgeneratoren erzeugt.

Obwohl der Mobilfunk in diesen Ländern mittlerweile weit verbreitet ist, stellt die Energieversorgung von Handys eines der größten Probleme dar. Die Menschen müssen lange Wege in Kauf nehmen, um ihre Geräte aufzuladen. Potenzial für diese Geschäftsidee ist somit überreichlich vorhanden. Für Gründer mit technischem Ausbildungshintergrund bietet die Geschäftsidee Solarkiosk optimale Perspektiven. Projekte können natürlich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit gestartet werden. Es sind aber auch privatwirtschaftlich eingefädelte Projektstarts denkbar. Etwa in Zusammenarbeit mit global operierenden Telekommunikationsunternehmen oder Herstellern von Mobilgeräten, die als Sponsoring-Partner auftreten könnten. Da kaum anzunehmen ist, dass beispielsweise in Afrika auf absehbare Zeit ein Stromversorgungsnetz wie in den Industrieländern finanziert werden kann, sind autonome Versorgungseinheiten wie Solarkioske eine gangbare und zukunftweisende Alternative mit viel Potenzial

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Handwerk
Kategorie: Verschiedenes
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: www.solarkiosk.eu
* geschätztes Startkapital

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