Geschäftsideen

Mädchen spielerisch für Technik begeistern

Genderspezifische Berufsbilder werden immer seltener. Doch widerspiegelt sich das längst noch nicht überall in der schulischen Erziehung von Kindern, geschweige denn im Kinderzimmer. Nach wie vor dominieren rollenspezifische Klischees das Spielzeug, wobei die Mädchen durch das Spiel mit Puppen auf die spätere Rolle als Mutter vorbereitet werden, während die Jungen schon früh mit technischem Gerät herumhantieren dürfen. Baukästen sind was für Jungs, denn schließlich sollen aus ihnen mal Ingenieure werden. Da diese Rollenvorstellung zwischenzeitlich gründlich überholt ist, wagte sich 2012 die US-Ingenieurin Debbie Sterling an ein Tabuthema heran, das einer Revolution im Kinderzimmer gleichkommt.

Mädchen spielerisch für Technik begeistern

Ihre Geschäftsidee lag in der Entwicklung von speziellem Spielgerät für Mädchen im Vorschulalter zur Förderung ihres technischen Grundverständnisses. Schließlich geht es auch darum, bei Mädchen schon frühzeitig technisches Interesse zu wecken und zu entwickeln, da die Berufswelt von morgen viel mehr weibliche Fachkräfte in klassischen „Männerberufen“ benötigen wird, als das bislang allgemein bekannt ist. Die Mission von Debbie Sterling mit GoldieBlox Inc. fand ein riesiges Medienecho. Vom renommierten Online-Magazin Huffington Post über Forbes bis hin zum Time Magazin wurden alle auf GoldieBlox aufmerksam und widmeten dem Projekt eine wohlwollende Berichterstattung, was für ein Start-up schon außergewöhnlich ist. Eine Geschäftsidee, die sich auch in Deutschland leicht umsetzen lässt, weil die Voraussetzungen nicht viel anders sind.

 

Goldie und Tierfiguren als Impulsgeber für technische Kreativität

Es gibt klassische Baukastensysteme, mit denen Kinder in aller Welt schon seit Menschengedenken spielen. „Können die sogenannten Legos für Mädchen jetzt mehr Mädchen in den Ingenieursberuf locken?“, titelte das bekannte Online-Magazin Huffington Post schon im Herbst 2012, als erste Details zu dem Projekt bekannt wurden. Nach dem Durchlesen der Kommentarspalten bleiben kaum noch Zweifel offen, dass dem nicht so ist. Mädchen gehen einfach anders an Dinge heran und setzen sich anders damit auseinander als Jungen. Diesen Gedanken hatte Debbie Sterling, eine Ingenieurin der prominenten kalifornischen Stanford Universität, im Sinn, als sie die Spielzeugcompany GoldieBlox Inc. 2012 gründete.

Durch GoldieBlox sollen Mädchen ihre räumlichen Fähigkeiten entwickeln und Konstruktionsprinzipien kennenlernen. Es ging darum, einen Baukasten aus einer weiblichen Perspektive für dieselbe zu gestalten. Was lag für eine erfolgreiche Absolventin des Ingenieurswesens näher, als genau das in Angriff zu nehmen. So entwickelte sie mit „GoldieBlox and the Spinning Machine“ ein Baukastensystem, das exakt auf die Bedürfnisse von Mädchen zugeschnitten ist, um ihnen einen Zugang zu technischem Denken spielerisch zu ebnen.

Die erste Ausgabe der GoldieBlox-Serie enthält alles, was Mädchen im Alter von 5 bis 9 Jahren benötigen, um ein riemengetriebenes System bauen zu können. Neben Rädern, Achsen, Blöcken, Unterlegscheiben, einem Band und einer Kurbel sind Goldie, die Hauptakteurin, ihr Hund namens Nacho, eine Katze, die Benjamin Cranklin heißt, ein Delfin, ein Faultier und ein Bär mit von der Partie. Wie mit dem Baukasten gelernt und experimentiert wird, kann man hier schon einmal bestaunen.

Denn noch befindet sich das erste spezielle Baukastensystem für Mädchen in der Prelaunchphase, kann aber schon jetzt für 29,99 US-Dollar vorbestellt werden. Die ersten Auslieferungen sind dann für April 2013 geplant. Damit möchte die Gründerin Debbie mehr Mädchen schon früh dafür begeistern, in ihre Fußstapfen zu treten, um Ingenieurin zu werden. Noch sind fast 90 Prozent aller Ingenieure männlich, doch dieses Verhältnis wird sich verändern. Dessen ist sich nicht nur die Gründerin sicher. Bereits jetzt hat sie weitere technische Spielideen für Mädchen in Vorbereitung.

 

Riesenpotenzial für clevere GründerInnen

Wer in Deutschland zum ersten Mal von dem Projekt erfährt, mag vielleicht zunächst an eine Story wie „Bob der Baumeister“ denken, wo der Held mithilfe anthropomorphisierter Baumaschinen den Kindern spielerisch erklärt, wie die Maschinen funktionieren und wie mit ihrer Hilfe ein Bauprojekt abgewickelt wird. Bei GoldieBlox hingegen handelt es sich um eigens kreierte Spielfiguren von Haustieren, die der Hauptakteurin Goldie dabei helfen, einen Riemenantrieb mit Band und Kurbel zu realisieren. Dabei werden selbstverständlich alle Figuren miteinbezogen. Und genau hier liegt der didaktische Ansatz.

Während Jungen wohl eher dazu neigen, den Riemenantrieb mit möglichst wenigen Figuren umzusetzen, tendieren Mädchen dazu, möglichst alle Figuren mit einzubeziehen. Ob dieses das alleinige Motiv für Mädchen ist, an technische Aufgaben anders heranzugehen, sei einmal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass es auch in Europa und insbesondere in der stark exportorientierten deutschen Industrie einen hohen Bedarf an Ingenieuren geben wird, der durch die Männer allein bei Weitem nicht gedeckt werden kann.

Cleveren GründerInnen stehen für die Umsetzung eines solchen Projektes in Deutschland, das den weiblichen Nachwuchs in technischen Disziplinen spielerisch fördern will, die Türen sperrangelweit offen. Diese Geschäftsidee liegt nämlich voll im Trend. Gründerinnen und Gründer, die das erkannt haben, sollten sich entweder schnell um eine europäische bzw. deutsche Lizenz für GoldieBlox-Baukästen bemühen oder schnellstens ein eigenes System entwickeln. Denn nie waren die Zeiten hierfür vorteilhafter als jetzt.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Rechtsform: Incorporated
Branche: Gesellschaft & Familie
Kategorie: Kinder
Startkapital: * 10.000 EUR - 25.000 EUR
Website: www.goldieblox.com
* geschätztes Startkapital

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