Geschäftsideen

Roboter für handschriftliche Dokumente

Auf handschriftlich verfasste Dokumente trifft man immer seltener. Anschreiben von Firmen werden schon seit einer gefühlten Ewigkeit elektronisch erstellt und persönliche Briefe sind fast komplett aus unserem Alltag verschwunden. Im geschäftlichen Schriftverkehr sowieso und mittlerweile auch im privaten Bereich.

Die zunehmende Digitalisierung scheint, die über viele Jahrhunderte gewachsene Kulturtechnik des Schreibens, vollständig zu verdrängen. Mithilfe der Schrift bringt der Schreiber aber nicht nur seine Gedanken zu Papier, sondern drückt auch Emotionen aus. Ein handschriftlich verfasstes Dokument hat nun mal eine andere Wirkung auf den Empfänger als eine gedruckte Botschaft.

Roboter für handschriftliche Dokumente

Diese Erkenntnis war der Beweggrund für zwei Tüftler aus Berlin einen Roboter zu entwickeln, der Briefe und Karten handschriftlich beschriftet. Und zwar so, als wären sie mit Tinte und Füllfederhalter in Berührung gekommen. Ihr 2015 gegründetes Start-up bietet einen Schreibservice, den es in dieser Art noch nicht gab und dem Kunden völlig neue Möglichkeiten im Dialogmarketing eröffnet.

So können Firmen ihren Kunden und Mitarbeitern Glückwünsche und Grüße mit einer ganz persönlichen und individuellen Note übermitteln. Hierzu stehen ihnen zahlreiche Handschriften zur Auswahl, die man weiter modifizieren kann. Der Kunde kann zudem seine eigene Handschrift digitalisieren lassen. Im Zeitalter der digitalen Massenkommunikation hat diese Geschäftsidee viel Potenzial.

 

Jedes Schriftstück wird zum Unikat

Wer schreibt heutzutage noch Briefe und Karten mit der Hand? Die meisten können oder wollen handschriftlich nichts mehr verfassen. Wozu auch. Per Whatsapp und Facebook lassen sich Freunden und Verwandten doch viel einfacher Grüße aus dem Urlaub übermitteln. Dennoch: handschriftliche Zeilen weiß jeder zu schätzen. Im privaten Bereich ist es eine Geschmacksfrage – im geschäftlichen Bereich kann der Unternehmenserfolg davon abhängen.

Peter Lecour und Lion Rink erkannten schon früh das Marketingpotenzial von Handschriften. Doch wer kann handschriftliche Dokumente so verfassen, dass sie ansprechend aussehen und halbwegs leserlich sind. Diese Frage ließ die beiden Ingenieure nicht ruhen. Schließlich kamen sie auf die naheliegende Idee: Ein Roboter muss her, der handschriftliche Dokumente verfassen kann.

Die Tüftelei führte schließlich zum Ziel und zur Wunderpen GmbH, die 2015 in Berlin gegründet wurde. Wunderpen bietet einen Schreib- und Printservice für das Dialogmarketing. Kunden senden ihre Entwürfe, Layouts und Texte für Mailings und andere Kampagnen über verschlüsselte Server an das Start-up, welches das Schreiben, Drucken, Kuvertieren und Versenden übernimmt. Bei der Gestaltung der Handschrift haben die Kunden verschiedene Optionen.

Sie können entweder aus zahlreichen Standardschriften eine gewünschte Handschrift auswählen oder die eigene Handschrift digitalisieren lassen. Dabei wird darauf geachtet, dass alles so echt wie möglich aussieht. Standardschriften lassen sich so verändern, dass die Buchstaben nicht gleichmäßig erscheinen. Alles wirkt echt, als ob es von Menschenhand geschrieben wäre. So wird jedes Schriftstück zum Unikat.

Das ist interessant: Mithilfe digitaler Techniken werden analoge Techniken reproduziert, um sich von der Masse des digital ausgerichteten Dialogmarketings abzuheben. Die Kunden können bei Wunderpen nicht nur die Schrift, sondern auch das Schreibgerät wählen, also das optische Erscheinungsbild der Schrift bestimmen.

Tintenroller, Füller, Kugelschreiber und Textmarker stehen dabei zur Auswahl. Anlässe für Dialogmarketing mit handschriftlichen Botschaften gibt es zuhauf: von Geburtstagswünschen und Weihnachtsgrüßen über Dankesschreiben bis hin zu Entschuldigungsschreiben, falls in der Kundenbeziehung einmal etwas nicht so rund gelaufen ist.

 

Handgeschriebenes hat viel Potenzial

Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung wird es zunehmend schwieriger, eine persönliche und emotionale Note ins Marketing zu bringen. Insbesondere das Dialogmarketing wird immer austauschbarer und lässt in vielerlei Hinsicht zu wünschen übrig. Immer mehr Unternehmen suchen deshalb nach Möglichkeiten, sich aus der Masse der Wettbewerber hervorzuheben und eine emotionale und individuelle Note in ihre Kundenkommunikation zu bringen.

Das Geschäftsmodell von Wunderpen bietet dem Kunden eine Komplettlösung für eine handschriftliche Kundenkommunikation. Die Geschäftsidee richtet sich vor allem an Tüftler und Ingenieure, die eine neue Herausforderung suchen und Spaß daran finden, Roboter für Handschriften zu entwickeln.

Selbstverständlich sind auch Marketingleute angesprochen, denn bei einer Dienstleistung, wie sie Wunderpen vorstellt, geht es letztendlich ums Marketing. Das Know-how für automatisiertes Schreiben müsste in dem Fall hinzugekauft werden, falls nicht entsprechende Experten mit an Bord sind.

Die Geschäftsidee hat noch viel Potenzial, denn die Firmen beginnen erst langsam umzudenken. Wer weniger am Marketing und mehr an der Technik interessiert ist, kann auch Schreibroboter entwickeln und diese an Agenturen vermieten. Wie das Beispiel Wunderpen zeigt, lässt sich die Geschäftsidee komplett digitalisieren.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GmbH
Branche: Medien & Technik
Kategorie: Verschiedenes
Startkapital: * 10.000 EUR - 25.000 EUR
Website: www.wunderpen.com
* geschätztes Startkapital

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