Geschäftsideen

Aus alten Kleidern entsteht Neues - Upcycling von ausrangierter Bekleidung

Recycling als Trend ist zwar längst in die Jahre gekommen aber trotzdem immer noch aktuell. Bei diesem Konzept geht es darum, die Rohstoffe nicht mehr genutzter Produkte wiederzugewinnen und neuen Produktionszwecken zuzuführen. Einen völlig anderen Ansatz verfolgt hingegen Upcycling. Dabei entstehen aus alten Dingen neue und völlig andersartige Produkte. Ein Ansatz, der gerade bei jungen Konsumenten viel Anklang findet und im Bereich Textilien aktuell sehr erfolgreich ist. Nachhaltiger Konsum bedeutet hier nicht, Kleidungsstücke auf immer und ewig zu bewahren, sondern sie nach Umarbeitung in neuer Gestalt zu verwenden.

Aus alten Kleidern entsteht Neues - Upcycling von ausrangierter Bekleidung

Dieses Geschäftsmodell schwebte auch Jan Uhl aus Berlin vor, als er zusammen mit drei Freunden sein Start-up Patchmatched 2012 auf den Weg brachte. Kunden können hier gebrauchte Textilien umarbeiten lassen und danach in neuer Funktion nutzen. So entsteht aus dem Lieblings-T-Shirt ein Kissen zum Schmusen und aus der alten Jeans eines zum Sitzen. Weitere beliebte Upcycling-Produkte sind beispielsweise Boxershorts oder Umhängebeutel. Das Start-up Patchmatched, das als Studentenprojekt gegründet wurde, hat sich inzwischen so gut entwickelt, dass Jan Uhl und seine drei Mitstreiter alle Hände voll zu tun haben, um die wachsende Nachfrage nach upgecycelten Produkten zu befriedigen. Das Geschäftsmodell, das auf Nachhaltigkeit abzielt, liegt voll im Trend und besitzt deshalb noch viel Potenzial.

 

Aus Spaß wird Ernst und aus Jeans Umhängebeutel

Secondhand-Läden waren noch vor wenigen Jahren auf vielen Einkaufsmeilen zu finden. Seitdem Billigtextilien die Märkte überschwemmen und der Online-Handel boomt, scheint dieses stationäre Geschäftsmodell jedoch etwas aus der Mode gekommen zu sein. Dafür sind neue Projekte wie Patchmatched entstanden, die ebenfalls auf Wiederverwertung und nachhaltigen Lifestyle setzen.

Der Student Jan Uhl aus Berlin hatte zusammen mit drei Freunden 2012 diese Geschäftsidee entwickelt und Patchmatched gegründet. Mit dieser Geschäftsidee nahmen die vier Gründer 2012 am Funpreneur-Wettbewerb teil. Der Funpreneur-Wettbewerb ist eine Initiative der Berliner Hochschulen und möchte Studenten aller Fachrichtung Gelegenheit bieten, ihre unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Schon bald nach dem Start gewann das als Spaßprojekt gegründete Start-up den Wettbewerb, was die vier Gründer erst recht beflügelte.

Besucher können auf Patchmatched ihrer gebrauchten und nicht mehr getragenen Lieblingskleidung einreichen und sie zu neuen Produkten umnähen lassen. Je nach Ausgangsmaterial können aus Jeans, Cordhosen, T-Shirts und anderen Textilien Sitzkissen, Schmusekissen, Federmäppchen oder Umhängebeutel entstehen. Es ist eine grundlegende Erfahrung, dass verschlissene nicht mehr getragene Bekleidungsstücke, an denen der Besitzer hängt, noch sehr lange im Kleiderschrank aufbewahrt werden. Das muss nicht sein, denn aus den alten Klamotten lassen sich ganz individuelle Dinge fertigen. Wer sich von seinem getragenen Lieblings-T-Shirt oder seiner abgelegten Jeans nicht trennen kann, für den gibt es jetzt eine tolle Möglichkeit, die Sachen weiterleben zu lassen und zugleich einen ganz individuellen Style zu entwickeln.

Da das Ausgangsmaterial so unterschiedlich ist, kommen nach dem „Patchmatchen“ immer Unikate heraus. Die Preise für die Umarbeitung sind fix, sodass jeder, der seine Sachen von Patchmatched aufbereiten lässt, weiß, welche Kosten auf ihn zukommen. So kosten Umhängebeutel 16,45 Euro und erfordern einen festen Stoff und optional T-Shirts zum Aufnähen, „patchmatched“ Boxershorts sind für 14,45 Euro zu haben und Kopfkissen kosten je nach Größe 16,45 Euro oder 21,45 Euro.

Sonderwünsche werden natürlich extra berechnet. Zurzeit ist der Bestellablauf noch nicht voll automatisiert, sodass der Kunde formlos eigene Vorstellungen einbringen kann. Die Vorgehensweise ist daher ganz einfach. Zuerst teilt der Kunde über ein Kontaktformular seine Wünsche mit, erhält dann eine Bankverbindung, auf die er den Preis für sein gepatchmatchtes Stück überweist und sendet die alten Klamotten dann einfach an das Upcycling-Start-up. Im individuell vereinbarten Zeitrahmen erhält er die umgearbeiteten Kleidungsstücke in neuer Gestalt zurück.

 

Neue Produkte aus alten Textilien haben viel Potenzial

Nachhaltigkeit ist alles andere als ein kurzlebiger Trend. Vielmehr steht er für einen fundamentalen Paradigmenwechsel in den Konsumgewohnheiten vieler Menschen. Gerade die Jüngeren können mit der Wegwerfmentalität ihrer Elterngeneration immer weniger anfangen. Mit großem Engagement entdecken und erproben sie neue Formen des Konsums. Neben Upcycling und Re-Use zählen auch „teilen statt kaufen“ dazu. Selbst hochwertige Qualitätsprodukte wurden nicht für die Ewigkeit produziert. Schade um die Jeans, die man so gerne trug, doch irgendwann einfach nicht mehr passen wollte.

Statt sie nun in einen Altkleidercontainer zu stecken, lassen sich damit noch ganz andere Dinge anstellen, wie Patchmatched eindrucksvoll beweist. Gründungswilligen, die mit Nadel und Zwirn gut umgehen können, weil sie vielleicht eine Schneiderlehre absolviert haben und anderen Kreativen bietet die Geschäftsidee Patchmatched viel Potenzial. Bei dieser Geschäftsidee werden Ressourcen geschont, weil aus den textilen Materialien von Kleidungsstücken neue nützliche Produkte entstehen. Da das Ausgangsmaterial für jedes umgearbeitete Stück einzigartig ist, entsteht mit jeder Umarbeitung ein Unikat und bringt einen individuellen und persönlichen Style hervor. Ein weiter Megatrend, der für die Erfolgsaussichten dieser Geschäftsidee spricht.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Deutschland Deutschland
Rechtsform: GbR
Branche: Lifestyle
Kategorie: Kleidung & Accessoires
Startkapital: * weniger als 5.000 EUR
Website:
* geschätztes Startkapital

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