Geschäftsideen

Fühlen, was man am Bildschirm sieht - Ultraschall macht 3D-Objekte fühlbar

Mit der der Digitalisierung schreiten auch Innovationen im Bereich der Eingabetechnologien und Endgeräte voran. Es ist noch gar nicht so lange her, da wirkten Computermäuse und Touchpads als Eingabemethoden abseits der Tastatur geradezu revolutionär. Damit war die Entwicklung aber noch lange nicht zu Ende, denn bald trat die Touch-Technologie ihren Siegeszug an und Smartphones und Tablets mit ihren Touch-Displays eroberten den Markt. Im Wesentlichen war es die Touch-Bedienung, die die digitale Revolution auslöste, doch auch sie ist noch längst nicht der Weisheit letzter Schluss.

Fühlen, was man am Bildschirm sieht - Ultraschall macht 3D-Objekte fühlbar

Ultrahaptics Limited aus Großbritannien bereitet still und von der breiten Öffentlichkeit fast unbemerkt den nächsten Coup vor: berührungsloses Ertasten und Steuern von virtuellen 3D-Objekten mithilfe von Ultraschall. Der Benutzer erfühlt Objekte wie Schalter und Tasten quasi in der Luft, ohne irgendetwas zu berühren. Die Technologie wurde ursprünglich von Wissenschaftlern der Universität Bristol entwickelt. Tom Carter und Siriam Subramian gründeten 2013 Ultrahaptics, griffen die Basistechnologie auf, erhielten eine Seed-Finanzierung zur Erweiterung des Engineering-Teams und entwickelten die Technologie weiter. Inzwischen ist die haptische Innovation weit gediehen und Kunden aus der Zuliefererindustrie evaluieren bereits erste Pilotprodukte und testen diese in ihren Märkten. Sollten sich – was nur noch eine Frage der Zeit ist – diese Technologien breitenwirksam durchsetzen, stehen dem Start-up und möglichen Mitbewerbern goldene Zeiten ins Haus.

 

Schritt in die vierte Dimension

Genau genommen ist die Nutzererfahrung, die man mit der Technologie von Ultrahaptics Ltd. sammeln kann, in gewisser Weise vertraut, beispielsweise in Form von Bewegungsmeldern. Diese dienen nicht nur der Signalgebung bei möglichen Einbrüchen, sondern auch zum automatischen Einschalten von Lichtquellen. Nur durch eine Bewegungsgeste und ohne dass der Nutzer einen Schalter berühren muss, knipst er das Licht ein und sorgt bei Dunkelheit für Sicherheit in unübersichtlichen Eingangsbereichen und Hinterhöfen.

So ähnlich muss man sich auch die Bedienung von virtuellen 3D-Objekten auf grafischen Nutzeroberflächen vorstellen. Wesentlicher Unterschied: Der Benutzer steuert die virtuellen 3D-Objekte immer bewusst und kann sie fühlen, als wären sie real vorhanden. Wissenschaftler an der Unitversität Bristol haben die Grundlagen für das ultraschallbasierte System zum Ertasten von Gegenständen auf zweidimensionalen Touch-Displays vor einigen Jahren entwickelt. Die beiden Informatiker Tom Carter und Siriam Subramian griffen die Idee auf und gründeten im Jahr 2013 Ultrahaptics Limited. Um sie herum entstand schnell ein schlagkräftiges Team, das sich um die Finanzierung der Weiterentwicklung, Investoren und Erschließung von Kundenpotenzialen kümmern.

Im Rahmen ihres „Evaluation Programs“ möchte Ultrahaptics potenziellen Partnern Gelegenheit geben, die einzigartige Technologie kennenzulernen. Es enthält alles, was Interessenten brauchen, um Bekanntschaft mit dem Touch-Less-Gefühl machen zu können: vom Demogerät über einen Anwendungseditor bis zur API-Schnittstelle ist alles dabei. Selbstverständlich enthält das Testpaket auch eine Dokumentation und der „Testbenutzer“ erhält Support von Ultrahaptics. Sobald der Benutzer seine Hand über den Sensor bewegt, spürt er die Dreidimensionalität von virtuellen Objekten auf dem Display. Wenn es sich um Schalter handelt, kann er diese mit einfachen Handbewegungen und Gesten in der Luft steuern, ohne sie zu berühren.

 

Innovativen Entwicklungen gehört die Zukunft

Man kann es drehen, wie man will – die Entwicklung bleibt nicht stehen und bringt immer wieder neue Innovationen hervor. Für die Bereiche IT und Digitales gilt das ganz besonders. Die von Ultrahaptics entwickelte Technologie wird sich in dieser oder ähnlicher Form eines Tages überall durchsetzen, weil sie quasi eine vierte Dimension eröffnet. Jedem müsste eigentlich klar sein, dass mit holografischen Darstellungen auf zweidimensionalen Geräte-Displays das Ende der Fahnenstange bei der Begegnung mit der virtuellen Realität noch lange nicht erreicht ist. Spezialbrillen, wie die Google-Brille, mit der wir mit der virtuellen Welt in Kontakt treten, sind ein Ansatz.

Der andere ebenso vielversprechende Weg ist die Technologie von Ultrahaptics, weil hier nicht nur das Auge einbezogen wird, sondern auch der Tastsinn. Einsatzmöglichkeiten für die neuen Technologien gibt es reichlich. Nicht nur Gamer werden von der Möglichkeit virtuelle 3D-Objekte zu erfühlen, begeistert sein, sondern alle Nutzer digitaler Displays. Man denke nur an die Steuerung von Fahrzeugen oder auch Nischen wie Blindenschrift am Bildschirm, die Sehbehinderten eine völlig neue Dimension der Kommunikation eröffnet. Die Geschäftsidee Technologien für tastbare 3D-Objekte am Display zu entwickeln, ist für Technikbegeisterte, Informatiker und Ingenieure ideal. Wer eine gute Idee für die Entwicklung und Vermarktung dieser neuen Technologie hat, dürfte kein Problem damit haben, einen Investor zu finden. Ein neues Rennen um die Zukunft hat soeben begonnen.

Weitere Daten dieser Geschäftsidee

Land: Großbritannien Großbritannien
Rechtsform: Limited
Branche: Sonstiges
Kategorie: TV, Video & Elektronik
Startkapital: * 25.000 EUR - 50.000 EUR
Website: ultrahaptics.com
* geschätztes Startkapital

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