Müssen Autofahrer im Parkhaus viele Minuten umherfahren, um einen freien Parkplatz zu finden, wird die Parkplatzsuche schnell zum Geduldsspiel. Der dabei entstehende Suchverkehr strapaziert nicht nur die eigenen Nerven, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Und alles nur, weil das Managementsystem des nahezu voll belegten Parkhauses schon bei einem einzigen frei gewordenen Parkplatz erneut Einlass gewährt.
Wie will man aber den soeben freigewordenen Platz auf Anhieb finden, wenn Hunderte von Stellplätzen über mehrere Ebenen verteilt sind? Auf diese Frage wollten drei Stipendiaten am Gründerzentrum der TU München eine Antwort geben. Die ehemaligen Kommilitonen fanden sich im Frühjahr 2015 zusammen und kamen bald auf die rettende Idee eines smarten Parkmanagementsystems.

Sie gründeten noch im selben Jahr ihr Start-up ParkHere UG, um ihr Smart-Parking-System zu entwickeln. Heraus kam eine Lösung, die allen Beteiligten nur Vorteile bietet: Den Betreibern garantiert sie eine hohe Belegung und Nutzung der Kapazitäten und den Autofahrern eine effiziente Parkplatzzuteilung ohne stressige Parkplatzsuche. Viele namhafte Unternehmen nutzen inzwischen das Smart-Parking-System von ParkHere mit großem Erfolg.
Wir kennen das Problem in den morgendlichen Stoßzeiten, wenn viele zur gleichen Zeit nach einem freien Parkplatz suchen. Zuerst stehen wir in der Autoschlange, bis wir an der Reihe sind und die Schranke hochgeht. Danach fahren wir Ebene für Ebene ab, um den nächsten freien Parkplatz zu finden. Das kann dauern und ist stressig, weil unsere Zeit meist sehr knapp bemessen ist. Da wünscht der eine oder andere schon mal ein smartes Reservierungssystem für Parkplätze. Den geheimen Wunsch vieler Nutzer haben Felix Harteneck, Jakob Sturm und Clemens Techmer mit dem Smart-Parking-System ParkHere in die Tat umgesetzt.
Die drei Absolventen der Technischen Universität München hatten sich als Stipendiaten im Gründerzentrum UnternehmerTUM der Uni 2015 kennengelernt. Die Probleme rund um das Parkplatzmanagement waren ihnen nur zu vertraut, und mit Sensoren kannten sich die Elektro- und Informationstechniker bestens aus. Sie brachten also gute Voraussetzungen mit, um eine Lösung für die Parkplatzproblematik zu finden. Ein zentraler Baustein dieses Systems sollte ihr energieautarker Sensor werden.
Er wird auf Parkflächen installiert und wurde von den drei Gründern speziell für Parkplatzbetreiber entwickelt. Wenn ein Fahrzeug die Parkfläche befährt oder verlässt, registriert der Sensor das und meldet dann den aktuellen Belegungsstatus an eine Datenbank in Echtzeit. So hatten sie von Anfang an sowohl die Wünsche parkplatzsuchender Autofahrer als auch die der Betreiber von Parkhäusern im Blick. Bei Letzteren ging es entsprechend um wirtschaftliche Aspekte, also die optimale Auslastung von Parkplätzen.
Der Sensor ist unabhängig von Batterien oder externen Stromquellen, energetisch ist er also völlig autark. Die benötigte Energie entsteht durch elastische Verformung durch ein- und ausparkende Autos, wobei eine elektrische Spannung erzeugt wird. Beim Betreiber von ParkHere laufen alle Daten in Echtzeit ein und können auf einem Dashboard übersichtlich nach verschiedenen Kriterien sortiert angezeigt werden. Autofahrer reservieren ihren Parkplatz für den gewünschten Zeitraum bequem über die ParkHere-App. Hierzu wird das Kfz-Kennzeichen hinterlegt.
Beim Einfahren wird das Kfz-Kennzeichen gescannt und erkannt. Die App lotst den Fahrer zu dem freien Parkplatz, den er reserviert hat. Schöner Nebeneffekt ist, dass nur registrierte, also berechtigte Fahrzeuge eingelassen werden. Es entstehen keine Warteschlangen mehr am Eingang und somit auch kein Rückstau an der Schranke. Alternativ kann die Zufahrt auch über einen QR-Code erfolgen, etwa für Besucher von Unternehmen, denen der Code für den reservierten Parkplatz per E-Mail übersandt wird.
In Deutschland gibt es unzählige Parkhäuser, Tiefgaragen, Firmenparkplätze etc. Sie alle haben dasselbe Problem: viel zu viel Parkplatzsuchverkehr. Die meisten dieser Anlagen werden nach wie vor klassisch betrieben, mit Schranke, Parkkarte und Zählmechanismus. Das bedeutet keine digitale Erfassung der Nutzer und keine Möglichkeit der Reservierung.
Anstatt immer neue Parkhäuser zu errichten und Flächen für Parkplatzanlagen zu erschließen, geht es darum, vorhandene Parkkapazitäten besser auszulasten und den Suchverkehr so weit wie möglich zu reduzieren. Laut dem Statistikportal Statista verbringen deutsche Autofahrer im Schnitt 41 Stunden im Jahr mit der Suche nach einem Parkplatz. In großen Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln liegt die Zahl sogar noch deutlich darüber.
Man schätzt, dass 30 Prozent des städtischen Verkehrs dem Suchverkehr zuzurechnen ist. Smart-Parking-Lösungen können daher einen wichtigen Beitrag leisten, um dieses vermeidbare Verkehrsaufkommen spürbar zu senken. Alle würden davon profitieren: die Autofahrer, die Parkhausbetreiber und die Lebensqualität in den Städten. Die zentrale Aufgabe eines solchen Systems ist die verlässliche Überwachung und Registrierung des aktuellen Belegungsstatus von Parkplätzen und die Weiterleitung dieser Informationen an ein übergeordnetes Managementsystem.
Hier sind Spezialisten aus den Bereichen Elektro- und Informationstechnik gefordert, solche Systeme zu entwickeln und marktfähig zu machen. Ob das nun wie in diesem Beispiel durch elektromechanische Sensorik oder eine optisch-elektrische Methode geschieht, ist zweitrangig. Wichtig ist die Verlässlichkeit bei der Erfassung und Übertragung der Informationen.
| Land: | Deutschland ![]() |
|---|---|
| Rechtsform: | GmbH |
| Branche: | Dienstleistungen, Gesellschaft & Familie |
| Kategorie: | Auto & Motorrad, Software, Verschiedenes |
| Startkapital: * | 100.000 EUR - 250.000 EUR |
| Website: | https://park-here.eu/ |
So viele Besucher haben sich für diese Idee interessiert.
Datenschutz- & Eintraghinweis:
Ihre E-Mail-Adresse verwenden wir ausschließlich zum Versand des
Gratis-Ratgebers und des abonnierten Newsletters.
Wir geben Ihre personenbezogenen Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter und halten uns an den Datenschutz.
Der Verwendung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft
widersprechen, indem Sie uns einfach eine E-Mail an info@geschaeftsideen.de
senden oder den entsprechenden Abmelde-Link im Newsletter betätigen.