Geschäftsideen-News

Sie selbst sind Ihr bester Kritiker, wenn Sie ehrlich mit sich bleiben

Sowohl für Gründer als auch für Unternehmer ist es mitunter recht schwer, ehrliche und offene Kritik in Bezug auf eigene Projekte, Pläne oder Vorhaben zu erhalten. Die Menschen in unserer Umgebung gehen entweder zu vorsichtig mit uns um oder sie sind mit den Themen, um die es geht, nicht vertraut genug. In beiden Fällen erhält man keine wirklich konstruktive Kritik. Diese ist aber immens wichtig, da sie uns vor falschen Schritten und Entscheidungen bewahren kann.

Sie selbst sind Ihr bester Kritiker, wenn Sie ehrlich mit sich bleiben

 

Als Gründer und Unternehmer sind Sie auf zutreffende Urteile angewiesen

Als Gründer oder Unternehmer kennt man diese Situation sehr gut: Man entwickelt die eigene Geschäftsidee, geschäftliche Konzepte und weitreichende Pläne mehr oder weniger in Eigenregie und kann dabei nur selten auf qualifizierte Kritik aus dem eigenen Umfeld zurückgreifen. Dabei ist es sehr wichtig, rechtzeitig auf Unstimmigkeiten oder Schwächen hingewiesen zu werden, da man nur so vermeiden kann, schwere Fehler zu begehen, die oft mit erheblichen Konsequenzen verbunden sind.

Wir selbst sind in vielen Situationen viel zu stark involviert, um noch den gesunden Abstand aufbringen zu können, den hilfreiche und wirksame Kritik nun einmal braucht. Problematisch wirkt sich immer wieder aus, dass wir von den Menschen in unserer privaten Umgebung allein schon deshalb eher gelobt als kritisiert werden, weil man es gut mit uns meint und weil man sich nicht auf demselben Kenntnisstand befindet. Ausgeprägte Rücksicht führt zu vergleichbaren Ergebnissen wie Ahnungslosigkeit: Wir bekommen kein ehrliches und schon gar kein konstruktiv kritisches Urteil, sondern werden unkritisch behandelt und an Stellen gelobt, an denen es eigentlich wichtig wäre, dass uns jemand Widersprüche aufzeigt und uns Schwachstellen aufzeigt.

Fragen wir stattdessen in unserem geschäftlichen Umfeld, was man aus qualifizierter Sicht von der einen oder anderen Idee hält, dann müssen wir immer mit einbeziehen, dass unser Gegenüber vielleicht auch von eigenen Interessen geleitet ist. Wenn wir zum Beispiel einen unserer Lieferanten fragen, was er von einem massiven Ausbau unserer Verkaufstätigkeit hält, dann wird er uns allein schon deshalb ein positives Urteil ausstellen, weil er sich von einer solchen Entwicklung höhere Umsätze für sein eigenes Unternehmen verspricht.

Auch unsere Mitarbeiter sind nicht immer eine gute Adresse, wenn es darum geht, ernste und hilfreiche Kritik zu erhalten. Auf der einen Seite haben viele Menschen erhebliche Schwierigkeiten damit, ihren Chef offen und hart zu kritisieren. Auf der anderen Seite spielen auch hier eigene Interessen eine Rolle. So könnte zum Beispiel eine geplante Entwicklung nur deshalb kritisiert werden, weil der Mitarbeiter befürchtet, in Zukunft zu stark gefordert zu werden.

Insgesamt ist es für Gründer und Unternehmer also alles andere als einfach, sich in Bezug auf ihre geschäftlichen Aktivitäten mit fundierter Kritik zu versorgen.

 


 

  Kritik ist eine empfindliche Pflanze  

Kritik ist eine empfindliche Pflanze

Bevor wir Ihnen Auswege aus diesem Dilemma aufzeigen, wollen wir uns noch ein wenig mit der Kritik an und für sich beschäftigen. Es handelt sich nämlich um einen wirklich neuralgischen Bereich. Dies liegt vor allem an der Art und Weise, wie wir selbst mit Kritik umgehen. Hand aufs Herz: Können Sie es wirklich gut vertragen, wenn Ihr Gegenüber Ihnen gegenüber absolut offen und ehrlich seine Meinung über Sie und Ihre beruflichen Konzepte äußert? Können Sie solche Kritik zulassen oder geraten Sie unmittelbar in eine Art von Verteidigungsposition, aus der heraus Sie versuchen der Kritik etwas entgegenzusetzen und sie im Grunde nicht zu akzeptieren? Wenn dies so ist, dann stehen Sie damit ganz und gar nicht allein da. Den meisten Menschen fällt es sehr schwer, neutral auf andere Meinungen zu reagieren.

Dies erklärt auf der anderen Seite, aus welchen Gründen es so schwierig ist, jemanden zu kritisieren. Wenn Sie bereits damit rechnen müssen, dass Ihr Gesprächspartner nicht gerade positiv darauf reagiert, wenn Sie Ihre kritische Meinung äußern, dann halten Sie sich im Zweifelsfall damit lieber ein wenig zurück.

Wir halten an dieser Stelle also fest: Wenn Sie wirklich offen und ehrlich kritisiert werden wollen, dann müssen Sie unbedingt überprüfen, wie Sie mit unbequemen Äußerungen umgehen, wenn diese Ihre eigene Person oder doch zumindest Ihre Projekte betreffen. Achten Sie im Alltag einmal darauf, wie Sie auf Kritik reagieren und finden Sie heraus, ob sich hier etwas optimieren lässt.

Und auch umgekehrt gilt: Wenn Sie nach Ihrer Meinung gefragt werden, dann sollten Sie keine Angst vor möglichen negativen Reaktionen haben, sondern immer so ehrlich wie möglich antworten. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie Ihr Gegenüber stärker kränken, als es unbedingt erforderlich ist. Halten Sie sich an die einfache Regel, zunächst etwas Positives zu äußern, bevor Sie dann eher kritische Töne anstimmen. Und kritisieren Sie grundsätzlich immer nur auf der Sachebene und niemals auf der persönlichen Ebene. Sprechen Sie Schwächen in Plänen und Konzepten offen an, ohne dem anderen das Gefühl zu geben, dass er selbst die Schwäche oder das Problem ist.

 


 

Seien Sie mit sich ehrlich, dann werden Sie Ihr bester Kritiker

Es gibt bestimmt etliche Möglichkeiten, mit denen sich dafür sorgen lässt, dass die Kritik, die Sie von anderen Menschen erhalten, möglichst ehrlich ist. Dies ist auch in jedem Fall sinnvoll. Allerdings wollen wir an dieser Stelle auf einen ganz anderen Ansatz hinaus. Hier soll es darum gehen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Sie selbst zum besten Kritiker Ihrer eigenen Arbeit und Aktivitäten werden können. Letztlich vertrauen Sie Ihrem eigenen Urteil mehr, als dem der meisten anderen Menschen. Es ist daher nur logisch, dass Sie sich mit der Frage beschäftigen, wie Sie Ihre Fähigkeit zur Selbstkritik verbessern können.

Warum scheitert dieser Ansatz so häufig? Ganz einfach, weil wir allzu oft dazu bereit sind, uns ein bestimmtes Projekt, eine bestimmte Idee oder einen bestimmten Plan einfach schön zu reden. Hier ist meist der Wunsch Vater des Gedanken. Natürlich wünschen und hoffen wir, dass zum Beispiel eine frisch entwickelte Geschäftsidee wirklich fruchtet und uns zum großen Erfolg bringt. Und genau dieser Wunsch sorgt dafür, dass wir die Dinge positiver betrachten, als Sie in Wirklichkeit sind.

Sehr oft kommt es dabei sogar vor, dass wir die vorhandenen Schwächen bemerken und erkennen. Wir schieben unsere Bedenken in diesem Bereich dann allerdings beiseite und konzentrieren uns auf die positiven Aspekte. Hierbei handelt es sich um einen verhängnisvollen Fehler, weil wir in gewisser Weise sehenden Auges auf den Abgrund zusteuern.

Wer also selbst als Kritiker eigener Ideen und Projekte aktiv werden will, der muss zunächst einmal so ehrlich wie nur möglich mit sich selbst umgehen. Vor allem muss auftretenden Zweifeln hierbei auch dann nachgegangen werden, wenn sie vielleicht zu einem kompletten Scheitern unserer Ideen und Pläne führen würden. Dies ist immer noch besser, als zu einem späteren Zeitpunkt wirtschaftlichen Schiffbruch zu erleiden, weil wir uns ein Projekt selbst schöngeredet haben und die Probleme und Schwachstellen nicht erkennen wollten. Im Folgenden stellen wir Ihnen insgesamt 4 Strategien vor, mit denen es möglich ist, unsere Kritikfähigkeit in Bezug auf eigene Projekte zu stärken und zu verbessern.

 

  Alles beginnt bei der Geschäftsidee  

Strategie 1:
Alles beginnt bei der Geschäftsidee

Die erste Situation im Leben eines Unternehmers, bei der er auf ehrliche und seriöse Kritik angewiesen ist, bildet die Suche nach einer passenden Geschäftsidee. Wie oft erlebt man es hier, dass man allenfalls eine halbherzige Einschätzung von anderen erhält, wenn man auf der Suche nach einem kritischen Urteil ist. Doch entweder haben die Befragten keine Lust, sich wirklich ernsthaft mit der Idee auseinanderzusetzen oder es fehlt Ihnen an den erforderlichen Grundkenntnissen. Manchmal spürt man förmlich, dass man nur gelobt wird, weil der andere möglichst schnell seine Ruhe haben will.

Viel praktischer und sinnvoller in dieser Situation ist es, wenn man dazu in der Lage ist, selbst zum Kritiker der eigenen Ideen zu werden. Hierzu ist vor allem viel innere Distanz erforderlich. Wer diese aufbringt, der kann es durchaus schaffen, die eigenen Geschäftsideen und Konzepte wirklich neutral zu bewerten. Dabei kann man sich immer sicher sein, dass man zum einen über die erforderlichen Kenntnisse verfügt und sich zum anderen genug Zeit nimmt, um wirklich sorgfältig zu urteilen.

 

  Der Businessplan und seine Risiken  

Strategie 2:
Der Businessplan und seine Risiken

Eine weitere Möglichkeit, um selbstkritisch mit eigenen Konzepten umgehen zu können, ist der Erarbeitung eines Businessplans. Hier wird im Prinzip ein weitgehend standardisiertes Verfahren genutzt, um ein möglichst objektives Bild vom eigenen Vorhaben zu erhalten. Hierbei geht es zwar „nur“ um die wirtschaftliche Komponente. Diese ist aber natürlich auch besonders wichtig. Der Businessplan stellt künftige Einnahmen und Ausgaben einander gegenüber. Dabei arbeitet man mit Prognosen und simuliert auf diese Weise den wahrscheinlichen Geschäftsverlauf.

Der Businessplan ist auf diese Weise in der Lage, eine realistische Einschätzung über die wirtschaftlichen Chancen einer Geschäftsidee zu treffen. Hierfür ist es allerdings unbedingt erforderlich, ganz ehrlich mit sich selbst zu sein und mit Zahlen zu arbeiten, die den tatsächlichen Annahmen entsprechen. Hier ist die Versuchung unter Umständen groß, ein negatives Ergebnis dadurch auszugleichen, dass man die Umsatzprognose ein wenig hochschraubt oder eine bestimmte Kostenposition unter den Tisch fallen lässt. Wer so vorgeht, der erhält allerdings keinen belastbaren Plan, sondern eine schön gerechnete Prognose ohne jeden Bezug zur Realität, die nicht für eine kritische Betrachtung geeignet ist.

 

  Machen Sie sich nichts vor  

Strategie 3:
Machen Sie sich nichts vor

Wer erst einmal ein wenig Übung darin hat, seine eigenen Projekte mit einem guten Teil innerer Distanz zu betrachten und zu bewerten, der eignet sich zunehmend besser dazu, sein eigener Kritiker zu sein. Hierbei handelt es sich um ein sehr wertvolles Werkzeug, das vor allem den Vorteil bietet, dass Sie unabhängig vom Urteil anderer werden. Wenn Sie wissen wollen, wie gut eine bestimmte Idee, ein Projekt oder ein anderes Vorhaben ist, dann können Sie mit sich selbst in gewisser Weise ins Gericht gehen und Erkenntnisse erhalten, die Ihnen eine realistische Einschätzung bieten.

Das Ganze funktioniert allerdings nur dann, wenn Sie es vermeiden, sich selbst zu täuschen. Bei eigenen Projekten neigt man teilweise dazu, bestimmte kritische Faktoren einfach auszublenden. Schließlich wünscht man sich eine erfolgreiche Umsetzung und möchte sich nur ungerne vorstellen, dass das eigene Vorhaben Schwächen aufweisen oder misslingen könnte. Und genau hier sollte man ansetzen. Gehen Sie kritisch mit sich ins Gericht und betrachten Sie eigene Konzepte und Projekte so, als würden Sie Ihnen von einer völlig fremden Person vorgestellt werden.

 

  Selbsterkenntnis macht Sie zum Gewinner  

Strategie 4:
Selbsterkenntnis macht Sie zum Gewinner

Wir haben bereits festgestellt, dass die Fähigkeit zur kritischen Einschätzung eigener Projekte mit einer ganzen Reihe von interessanten Chancen verbunden ist. Grundvoraussetzung dafür ist aber immer, dass Sie in hohem Maße dazu in der Lage sind, eine distanzierte Position zu sich selbst einzunehmen und eigene Angelegenheiten mit den Augen eines Fremden zu betrachten. Dies ist nicht einfach und erfordert eine ganze Menge Übung. Im Mittelpunkt steht dabei immer der harte und beschwerliche Weg der Selbsterkenntnis.

Nur dann, wenn Sie sich wirklich gut kennen, mit Ihren Schwächen und Fehlern ebenso vertraut sind wie mit Ihren Stärken und Fähigkeiten und wenn Sie ganz ehrlich mit sich selbst sind, können Sie eine Position einnehmen, aus der heraus Sie sich und Ihre Arbeit wirklich kritisch betrachten. Der Weg der Selbsterkenntnis ist dabei mehr als schwierig. Sie müssen sich dabei immer wieder mit unangenehmen Beobachtungen auseinandersetzen und in Kauf nehmen, sich selbst von einer Seite kennenzulernen, die Ihnen vielleicht gar nicht gefällt. Die Mühe lohnt sich aber in jedem Fall. Je besser Sie sich selbst kennen, umso leichter wird es Ihnen fallen, in die Rolle Ihres besten Kritikers einzutauchen.

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