Geschäftsideen-News

10 Faktoren für erfolgreiche Geschäftsideen

Auf die Frage, was eine Geschäftsidee erfolgreich macht, gibt es – je nach Standpunkt – viele Antworten. Ein universelles Patentrezept für erfolgreiche Geschäftsideen gibt es nicht. Es gibt jedoch viele Faktoren, die dem Gründer helfen können, eine Geschäftsidee realistisch einzuschätzen und erfolgreich umzusetzen. Nachfolgend eine Übersicht über die wichtigsten Komponenten für erfolgreiche Geschäftsideen.

10 Faktoren für erfolgreiche Geschäftsideen

 

1. Zeitgeist als Trendmotor

Schon immer wurde die Entwicklung von Trends am Markt durch den vorherrschenden Zeitgeist vorangetrieben. Und das in allen Bereichen. Für den Gründer ist es wichtig zu wissen, ob ein Trend Bestand haben wird oder nur eine kurzlebige Mode ist. Denn wer will schon sein Geschäftsmodell einem schnelllebigen Trend opfern, der ihm kurzzeitig gute Umsätze beschert, auf die Sicht von einigen Jahren allerdings keine nachhaltigen Perspektiven bietet? Ein kleiner Trost: Selbst weltweit führende und erfolgsverwöhnte Hightech-Konzerne treffen mitunter falsche Entscheidungen in Bezug auf künftige Entwicklungen. Beispielhaft sei hier die Firma Microsoft genannt, welche das Internetbusiness regelrecht verschlief als auch der Handyweltmarktführer Nokia, der das Potenzial von Smartphones viel zu spät erkannte und der Entwicklung heute hinterherläuft.

Gründer sollten sich davon allerdings nicht entmutigen lassen. Im IT-Bereich lässt sich zurzeit ein klarer Trend zu Cloud-Computing feststellen und die Zuwachsraten bei mobilem Internet sprechen eine klare Sprache. Der Nutzer will von überall auf seine Daten zugreifen können: über Tablet-PC, Notebook und Smartphone. Web-Mail-Services und Streamingportale, Finanz- und Officedienste, die ihre Dienste im Web anbieten, werden daher weiter wachsen und an Bedeutung gewinnen. Im Online-Handel gibt es einen beständigen Trend zu Individualität und Personalisierung, der so schnell nicht mehr abebben wird. Weiter verlangt der Zeitgeist nach ökologisch nachhaltigen Produkten, die unter sozialverträglichen Bedingungen hergestellt wurden.

 

 

2. Finanzen/Geschäftsmodell

Ein gutes Geschäftsmodell ist bekanntlich die halbe Miete. Schließlich wollen die Gründer mit ihrer Geschäftsidee Geld verdienen und ihre Investitionen sollen sich mittelfristig amortisieren. Eine ausreichende Kapitalausstattung ist daher immer von Vorteil. Ihre Höhe hängt von vielen Faktoren ab. Während Webshopbetreiber ein logistisches Konzept benötigen und in Lagerräumlichkeiten und Warenbestände investieren müssen, fallen diese Kosten bei DropShipping-Händlern nicht an. Hier sind andere, weniger kapitalintensive Investitionen zu tätigen und der Kapitalbedarf entsprechend niedriger. Am besten ist es, wenn der Gründer einen detaillierten Businessplan erarbeitet, der vor allem für Dritte leicht nachvollziehbar ist. Kosten fallen bei jeder Existenzgründung an. Räumlichkeiten müssen angemietet und Büros ausgestattet werden sowie Material und meistens auch Waren beschafft werden. Auch laufende Kosten wie Telefon und Internet, Beiträge für IHK und Aufwendungen für Fachzeitschriften sollten im Businessplan erscheinen.

Nur so gibt der Gründer gegenüber Banken und Investoren ein glaubwürdiges Bild ab und erhält leichter Finanzmittel, um die Geschäftsentwicklung voranzutreiben. Im Businessplan sollte daher dargelegt werden, welchen Nutzen das Produkt und die Beziehung zum Unternehmen für die künftigen Kunden und Geschäftspartner haben werden und wie die Wertschöpfung dabei entsteht. Das führt zur alles entscheidenden Frage des Ertragsmodells, das angibt, welche Erlöse aus welchen Quellen generiert werden. Für die künftige Bewertung unverzichtbar, da nur aus diesem Modell hervorgeht, ob das Unternehmen in der Lage ist, langfristig Gewinne zu erwirtschaften und damit eine nachhaltige Perspektive besitzt.

 

 

3. Marktpotenzial und Marktsättigung

Oft glauben Gründer, eine gute Idee reiche aus, um damit schnell viel Geld zu verdienen. In Ausnahmefällen mag dies zutreffen – es ist jedoch nicht die Regel. Eine Geschäftsgründung will gut geplant sein und es ist zunächst viel Vorarbeit zu leisten, bis ein neues Unternehmen an den Start gehen kann. Ganz wichtig ist die realistische Einschätzung des Marktpotenzials der Geschäftsidee. Hilfreich ist es, anhand eines Prototyps vor der eigentlichen Existenzgründung die Marktchancen des Produktes, das vertrieben werden soll, zu testen. Die Frage ist: Zu welchem Preis wäre welche Zielgruppe bereit dieses Produkt zu kaufen. Am einfachsten lässt sich diese Form der „Marktforschung“ vor dem Start im Freundes- und Bekanntenkreis durchführen.

Schnell wird der Existenzgründer ein Gespür dafür bekommen, was geht und was nicht. Selbst bei einer überwältigenden Resonanz sollte sich der Gründer gerade am Anfang nicht dazu hinreißen lassen, ein Produkt auf Halde zu produzieren. Denn ob sich ein Produktabsatz in der anvisierten Zielgruppe in der produzierten Menge zum gewünschten Preis absetzen lässt, kann erst die Praxis zeigen. Vorsicht ist bei Märkten geboten, wo bereits eine hohe Marktsättigung erreicht wurde. Wer beispielsweise erfolgreich Mobilfunkgeräte vertreiben möchte, muss entweder einen ganz besonderen Service bieten oder Geräte mit Alleinstellungsmerkmalen im Programm führen, um in diesem übersättigten Markt noch erfolgreich bestehen zu können.

 

 

4. Konkurrenzanalyse – gibt es ein solches Produkt schon?

Wer ein Unternehmen gründet, sollte sich intensiv mit dem Wettbewerb auseinandersetzen, bevor er an den Start geht. Nicht selten wird die Konkurrenz, die bekanntlich nicht schläft, unterschätzt bzw. überhaupt nicht bemerkt. Viele Gründer sind oft zu selbstverliebt in ihre Geschäftsidee und glauben eine echte Marktlücke entdeckt zu haben, sodass sie die Kontraindikatoren nicht wahrnehmen. Besonders sorgfältig sollte man deshalb bei Produkten und Dienstleistungen vorgehen, die gerade einen Boom erleben. Die Frage, ob das eigene Produkt ausreichendes Potenzial besitzt, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, muss dabei im Zentrum der Analyse stehen.

Sofern vergleichbare Produkte bereits am Markt angeboten werden, ist die Abgrenzung zum Wettbewerb besonders für das Marketing wichtig. Ziel ist es, dem potenziellen Kunden vom Nutzen des Produktes zu überzeugen. Der angehende Gründer sollte herausfinden, wie viele Wettbewerber es gibt, welches Gewicht sie am Markt besitzen und wo ihre jeweiligen Stärken liegen. Je besser er sich mit dem Angebot möglicher Konkurrenten auskennt, desto vorteilhafter kann er sich selbst später am Markt positionieren.

 

 

5. Realisierbare Entwicklungs- und Markteinführungskosten

Wer etwas beginnt, kann auch Fehler machen. Diese Binsenweisheit kann für Gründer jedoch fatal sein, wenn ein Produkt trotz intensiver Entwicklungsarbeit und Tests nach Markteinführung noch fehlerbehaftet sein sollte. Zusätzliche Kosten entstehen und das Wachstum des Unternehmens wird behindert. Diese sogenannten „Kinderkrankheiten“ sind nicht selten ein Grund, weshalb Unternehmen scheitern. Deshalb sollten gerade technisch orientierte Start-Ups aus den Bereichen Maschinenbau oder IT besondere Sorgfalt walten lassen und die Produkte zuvor unter den verschiedensten Bedingungen ausgiebig testen, bevor sie an den Kunden gebracht werden.

Rückrufaktionen sind teuer und Bugs in einer Software sind nicht nur schlecht für das Image, sondern können auch Schäden beim Kunden verursachen, die ungünstigstenfalls Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, muss in der Gründungsphase die Qualitätssicherung der Produkte die höchste Priorität besitzen. Perfekte Produkte gibt es nicht, aber Mängel, die vor der Produkteinführung noch festgestellt werden, sollten unbedingt beseitigt werden, bevor der Markteintritt erfolgt. Die Verschiebung eines Produktlaunchs ist in jedem Fall günstiger als zuvor erwähnte Unannehmlichkeiten.

 

 

6. Markteinführung und falsches Marketing

Neben der unzureichenden Finanzierung eines Unternehmens gehören Fehler im Marketing und in der Vertriebsstrategie zu den häufigsten Ursachen, die zum Scheitern in den ersten sechs Jahren führen können. Bei der Markteinführung eines Produktes sind daher verschiedene Faktoren wie lokale Gegebenheiten, die Besonderheiten der Branche sowie der Wettbewerb zu berücksichtigen. Erst nach einer fundierten Marktanalyse ist es möglich, sinnvolle Einführungsstrategien für das Produkt zu entwickeln und umzusetzen. Ein gutes Marketing gehört deshalb zu den wichtigsten Faktoren, die über den Erfolg einer Geschäftsidee entscheiden.

Bei internetbasierten Geschäftsideen kommt es auf den richtigen Mix verschiedener Marketingmaßnahmen an. Von der Art des Produktes hängt es ab, ob Suchmaschinenmarketing zum Erfolg führt oder auch andere Online-Werbeformate wie Display Advertising verstärkt genutzt werden sollten. Neue, noch unbekannte Produktideen werden am Anfang eher nicht über die Suchmaschinen gefunden. Ebenso wie beim Marketing gilt auch für die Vertriebsstrategie: Die konkreten Produktgegebenheiten entscheiden über den optimalen Vertriebsweg, d.h., ob sich das Produkt besser direkt, über den Großhandel oder über Einzelhändler vertreiben lässt.

 

 

7. Geduld / Annahmeprozess des Produktes durch Käufer

Wer mit einer neuen Geschäftsidee den Markt betreten will, braucht vor allem eines: Geduld. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Gründer müssen ausreichend Wartezeit einplanen, bis der Markt die neue Geschäftsidee akzeptiert. Da sich in den ersten Wochen und Monaten noch keine Umsätze generieren lassen, welche die Kosten decken, sollte der Gründer zur Überbrückung der Anfangszeit über ausreichende Mittel verfügen, mit denen er seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Im Rahmen des Produktlebenszyklus-Modells ist für die Einführungsphase ein Zeitraum von mindestens sechs Monaten einzuplanen.

Wenn der Break-even-Point erreicht ist und die Erlöse die Kosten decken, ist die Einführungsphase beendet. Ihr folgt die Wachstums-, Reife- und Sättigungsphase. In der letztgenannten Phase sollte das Innovationspotenzial der Geschäftsidee für die Weiterentwicklung genutzt werden. Auch wenn die Einführungsphase kürzer ausfallen kann, sollten ausreichende Zeitpuffer einplant werden, damit sich die Geschäftsidee erfolgreich am Markt etablieren kann.

 

 

8. Ausreichendes Innovationspotenzial

Erfolgreiche Geschäftsideen sind nie Eintagsfliegen, sondern besitzen hinreichend viel Potenzial für Weiterentwicklungen. Fehlt dieses, besteht die Gefahr, dass die Geschäftsidee nach einem kurzen Strohfeuer scheitert. Das ist besonders wichtig für Existenzgründer, die ihre ganze Energie auf ein einzelnes Produkt fokussieren. Die Produktidee sollte möglichst immer modifizierbar bleiben und ausreichend Potenzial für Innovationen bieten. Einerseits lassen sich dadurch Folgegeschäfte generieren und andererseits entstehen gute Gelegenheiten, sich mit einer Produktinnovation wieder ins Gespräch zu bringen. Auch nach einem gelungenen Start können immer mal wieder Durststrecken auftreten, denen durch die rechtzeitige Bildung ausreichender Rücklagen begegnet werden kann.

Diese Phasen sollten verstärkt zur Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen genutzt werden. Eine breite gestreute Nachfrage schützt überdies vor Abhängigkeiten, die man bei technisch orientierten und projektbezogen arbeitenden Start-Ups immer wieder beobachten kann. Bricht ein großer und wichtiger Kunde weg, kann das Unternehmen schnell in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Nachfrageoligopole, bei denen die Geschäftsentwicklung von wenigen Kunden abhängt, sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

 

 

9. Gründerteams müssen an einem Strang ziehen

Sind mehrere Gründer an einer Unternehmensgründung beteiligt, kann es sein, dass sie vielleicht unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen, was in der Gründungseuphorie oft noch gar nicht auffällt. Während den einen ein nachhaltiges Geschäftsmodell wichtig ist, mit dem sie das Unternehmen langfristig am Markt etablieren möchten, sind andere vielleicht nur an einer schnellen Wertsteigerung und ebenso schnellen Liquidierung interessiert. Hieraus können im Laufe der Zeit interne Zerwürfnisse zwischen Gründern erwachsen, die das Unternehmen lähmen und im schlimmsten Fall in einer Insolvenz enden, die den Unternehmenswert zerstören können.

Wenn nicht alle Gründer am gleichen Strang ziehen, sind Reibungsverluste stets vorprogrammiert. Hieran können selbst die aussichtsreichsten Unternehmensgründungen mit den tollsten Geschäftsideen scheitern. Damit es erst gar nicht dazu kommen kann und die Erfolgsaussichten einer Geschäftsidee durch derartige Differenzen nicht behindert werden, erweisen sich Gründer den größten Gefallen, wenn sie sich gegen diese Gefahren so früh wie möglich gegenseitig vertraglich absichern.

 

 

10. Erfolgsfaktor Motivation

Eine Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Geschäftsidee ist die Motivation des Gründers. Seine Begeisterungsfähigkeit und sein unbedingter Erfolgswille sind ausschlaggebende Faktoren, um mit einer Geschäftsidee erfolgreich zu werden. Der gute Wille allein reicht aber oft nicht aus. Flexibilität in den Zielsetzungen ist ebenso wichtig wie ein gutes Gespür für Märkte und Kunden. Viele Dinge erlernt der Gründer erst, wenn er mit seiner Geschäftsidee den Markt betritt. Hier gilt es, sich nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen zu lassen. In der Regel reagieren die Marktteilnehmer anfänglich oft anders als erwartet. Der Gründer sollte dies immer als Chance begreifen und zielstrebig an der Verbesserung seiner Geschäftsidee arbeiten. Dies werden die Märkte stets honorieren.

 


 

  Fazit  

Fazit

Unerfahrene Gründer wollen in aller Regel im Vorfeld wissen, ob ihre Idee erfolgreich sein wird und ob sie ausreichend Potenzial besitzt. Eine verbindliche Antwort darauf kann ihnen auch kein Berater geben, denn einen Königsweg für die erfolgreiche Umsetzung einer Geschäftsidee gibt es nicht. Die Beherzigung der zuvor aufgeführten Faktoren bringt den Gründer dem Ziel des Aufbaus und der Sicherung eines wirtschaftlich tragfähigen Unternehmens aber ein großes Stück näher. Hier gilt, man muss es selbst ausprobieren und entsprechende Erfahrungen sammeln. Berater können dabei helfen, negative Erfahrungen zu vermeiden.

Der Sprung ins kalte Wasser bleibt dem Gründer aber nicht erspart. Nach Ansicht von David Gold, dem erfolgreichen Gründer von „The Expert Marketplace“, einer Online-Vermittlung von Unternehmensberatern in den USA, sollten sich Gründer eher auf das Testen ihrer Produkte unter realen Marktbedingungen konzentrieren als darauf, perfekte Businesspläne zu erstellen. Siehe hierzu auch den Punkt „Realisierbare Entwicklungs- und Markteinführungskosten“. Die Arbeit mit Prototypen bewahrt den Gründer nicht nur vor unangenehmen Überraschungen, sondern hilft ihm auch dabei, die Selbstständigkeit nebenberuflich zu starten und sukzessive zum Hauptberuf umzugestalten.

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