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Erfolgsfaktor Businessplan: Prognosen, Berechnungen, Analysen

Immer wenn es um die Gründung und die Führung von Unternehmen geht, ist früher oder später auch vom Businessplan die Rede. Obwohl es sich hierbei um ein Instrument von fundamentaler Bedeutung handelt, fühlen sich viele Gründer und angehende Unternehmer mit der Erstellung völlig überfordert. Die folgenden Grundlageninformationen sorgen für Durchblick und verhelfen Ihnen zu einem professionellen Businessplan.

Erfolgsfaktor Businessplan: Prognosen, Berechnungen, Analysen

 

Was leistet ein Businessplan überhaupt?

Der Businessplan ist in der Gründer- und Unternehmerszene in aller Munde und doch wird viel zu selten darüber gesprochen, was dieses mächtige Planungsinstrument konkret eigentlich alles vollbringen kann. Hauptsächlich gibt es vier verschiedene Situationen, in denen der Businessplan wertvolle Dienste leistet.

In der Planungs- und Vorbereitungsphase von Unternehmen nutzt man den Plan, um eine qualifizierte Machbarkeitsanalyse durchzuführen. Da der Businessplan eine Simulation der späteren wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens erlaubt, bietet er die Möglichkeit, vor dem eigentlichen Start zu überprüfen, ob die Geschäftsidee und das unternehmerische Konzept sich sinnvoll verwirklichen lassen. Natürlich ist es hierzu dringend erforderlich, mit belastbarem Zahlenmaterial zu arbeiten. Dies ist vor allem deshalb schwierig, weil man bei einem erst zu gründenden Unternehmen noch auf keinerlei reale Zahlenwerte zurückgreifen kann. Die Werte, mit denen man hier rechnet, basieren also auf Prognosen und Schätzungen. Dadurch besteht immer auch die Gefahr, dass der Ersteller des Businessplans seine eigenen Erwartungen und auch Wünsche in die verwendeten Zahlen und Werte einfließen lässt. Hiervor sollte man sich hüten und im Zweifelsfall lieber einen externen Experten an dem Businessplan arbeiten lassen, der einen distanzierten Blick von außen auf das Unternehmen und sein Potenzial werfen kann.

 


 

  Mit einem Businessplan überzeugen Sie zukünftige Partner  

Mit einem Businessplan überzeugen Sie zukünftige Partner

In der frühen Phase eines Unternehmens ist der Businessplan ebenso wichtig wie in der Planungs- und Vorbereitungsphase. Es geht jetzt immer häufiger darum, potenzielle Geschäftspartner, strategische Unternehmen, Kunden oder auch Lieferanten davon zu überzeugen, dass eine Zusammenarbeit sinnvoll und richtig ist. Allerdings liegen zu diesem frühen Zeitpunkt in aller Regel noch keine offiziellen Dokumente, etwa Bilanzen oder Steuerbescheide, vor, mit denen man die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des jungen Unternehmens belegen könnte. Hier erbringt der Businessplan wertvolle Dienste, da er in der Lage ist, die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens abzubilden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der Plan klar und verständlich aufgebaut und strukturiert ist, keine wichtigen Fragen unberücksichtigt lässt und gerade auch Außenstehende umfassend über Chancen, Möglichkeiten und Risiken informiert.

Der Businessplan spielt aber nicht nur in frühen Phasen von Unternehmen eine Rolle. Auch im weiteren Verlauf greift man immer wieder auf dieses mächtige Planungsinstrument zurück, um sich Klarheit über die wahrscheinliche Entwicklung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu verschaffen. Interessant ist dabei, dass sich mit einem Businessplan bestimmte Entwicklungsschritte prüfen und planen lassen. Denkt man zum Beispiel über einen zusätzlichen Geschäftsbereich, eine Umstrukturierung im Vertrieb, eine Marketing-Offensive oder über ein neues Produkt nach, dann kann man den Businessplan nutzen, um sehr exakt zu simulieren, wie sich die erwartete Veränderung auf die wirtschaftliche Situation auswirken wird. Von Vorteil ist dabei, dass man mit Zahlen und Daten arbeiten kann, die teilweise bereits aus der Praxis des Unternehmens stammen und damit verifiziert sind. Dadurch wird der gesamte Businessplan belastbarer und solider und die Wahrscheinlichkeit, dass seine Prognosen und Werte zutreffen, steigt.

Dabei dient der Businessplan in gut strukturierten Unternehmen nicht nur als Planungsinstrument, sondern wird auch als Werkzeug für die Erfolgskontrolle verwendet. Anhand des Plans und unter Berücksichtigung der Abweichungen zwischen Prognosen und tatsächlichen Zahlen kann nämlich engmaschig überprüft werden, ob ein Unternehmen seine gesetzten Ziele tatsächlich erreicht, ob es sie übertrifft oder ob es hinter ihnen zurückbleibt. Je nach Ausgang dieser Analyse und Kontrolle können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, wenn Plan und Wirklichkeit allzu stark voneinander abweichen. Der Businessplan eignet sich also auch für die Unterstützung bei den täglichen Aufgaben der Unternehmensführung und vermittelt dem Unternehmer und seinen Partnern ein hohes Maß an Sicherheit.

 


 

  Wie ist ein Businessplan aufgebaut?  

Wie ist ein Businessplan aufgebaut?

Obwohl es keine allgemeinverbindlich festgelegte Form für den Businessplan gibt, hat sich ein bestimmter Aufbau weitgehend durchgesetzt. Grundsätzlich gilt, dass ein Businessplan so abgefasst sein muss, dass es einer fremden und unbeteiligten Person nur durch seine Lektüre möglich ist, den Gegenstand, die Situation, Chancen und die Risiken eines Unternehmens innerhalb von kurzer Zeit vollständig und zutreffend zu erfassen.

Aus diesem Grund gliedern sich die meisten Businesspläne in einen qualitativen und einen quantitativen Teil. Im qualitativen Teil wird in verständlichen Worten das eigentliche Geschäftsmodell erläutert. Der entsprechende Text beschäftigt sich dazu mit der Geschäftsidee, veranschaulicht die operative Abwicklung, erläutert die Marktsituation und äußert sich zur Konkurrenz. Darüber hinaus behandelt dieser Teil eines Businessplans die strategische Positionierung des Unternehmens und stellt die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale vor. Außerdem wird ein Blick in die Zukunft geworfen, der sich mit künftigen Potenzialen und dem Ausblick auf die nächsten Monate und Jahre beschäftigt.

Während der qualitative Businessplan Worte einsetzt, um die Geschäftsidee kompakt und verständlich zu vermitteln, kommen im quantitativen Plan nun ganz konkrete Zahlen zum Zuge. Diese basieren überwiegend auf Schätzungen und Prognosen und simulieren den wahrscheinlichen Geschäftsverlauf während eines bestimmten Zeitraums. Hierzu ist es erforderlich, sowohl die Einnahmen als auch die Kosten des Unternehmens möglichst genau zu prognostizieren. Im Idealfall wählt man dabei den Aufbau einer klassischen Bilanz, sodass sich am Ende exakt ablesen lässt, welche Gewinne voraussichtlich erwirtschaftet werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass der quantitative Businessplan nicht völlig neutral erstellt werden kann, sondern zu einem gewissen Teil immer von den Erwartungen und auch den Wünschen des Verfassers bestimmt ist. Diesen subjektiven Einfluss muss man allerdings so gering wie möglich halten, um die Glaubwürdigkeit des Businessplans nicht zu gefährden.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, einen belastbaren, soliden und professionellen Businessplan für Ihr eigenes Gründungsvorhaben oder Unternehmen zu erstellen.

 


 

  Tipp 1: Sorgen Sie für einen guten ersten Eindruck  

Tipp 1: Sorgen Sie für einen guten ersten Eindruck

Sie kennen das aus dem Geschäftsleben: Der erste Eindruck zählt nun einmal. So wie Sie nicht mit schlampiger Kleidung oder mit dreckigen Schuhen bei einem neuen Kunden erscheinen würden, so sollte auch Ihr Businessplan sauber, ordentlich und fehlerfrei sein. Arbeiten Sie mit einem professionellen Deckblatt und übergeben Sie den Businessplan immer nur in gebundener Form. Lose Blätter geraten schnell durcheinander und erzeugen beim Empfänger einen eher chaotischen Eindruck. Verwenden Sie ein Inhaltsverzeichnis und setzen Sie deutliche Schriften in gut lesbaren Größen ein. Sorgen Sie für eine gute und nachvollziehbare Struktur und setzen Sie Überschriften und Seitenzahlen ein. Achten Sie vor allem im Zahlenteil auf gute Lesbarkeit und ordentlich aufgebauten Tabellen. Es versteht sich von selber, dass Sie Ihren Businessplan ausschließlich in einem peinlich sauberen Zustand übergeben.

 

  Tipp 2: Trennen Sie Inhalt und Zahlen  

Tipp 2: Trennen Sie Inhalt und Zahlen

Die Trennung von Businessplänen in einen qualitativen und einen quantitativen Teil hat sich bewährt und Sie sollten nicht von diesem Prinzip abweichen. Stellen Sie den textlichen Part dabei immer an den Anfang. Schließlich wollen Sie dem Leser genau erklären, was es mit Ihrem Geschäftsmodell überhaupt auf sich hat, bevor Sie ihm die detaillierten Zahlen präsentieren. Ohne zu verstehen, womit sich Ihr Unternehmen überhaupt beschäftigt, was es besonders gut kann, wer seine Kunden sind und was seine Produkte auszeichnet, macht die Beschäftigung mit den reinen Zahlen und Werten nur wenig Sinn. Gebrauchen Sie im qualitativen Teil unbedingt verschiedene Kapitel, die aussagekräftig betitelt sind und erleichtern Sie dem Leser die Orientierung im Businessplan durch ein Inhaltsverzeichnis und durch Seitenzahlen.

 

  Tipp 3: Bleiben Sie deutlich und verständlich  

Tipp 3: Bleiben Sie deutlich und verständlich

Keine Frage: Als Experte Ihres Faches kennen Sie sich mit Ihrem Geschäftsgegenstand hervorragend aus und beherrschen dabei unter anderem das gesamte Fachvokabular Ihrer Branche. Im Businessplan kommt es zwar auch darauf an, einen professionellen Eindruck zu hinterlassen. Allerdings ist unverständliches Fachchinesisch hier völlig fehl am Platze. Bedenken Sie, dass es sich bei dem Leser des Businessplans vielleicht um einen Banker, einen Investor, Lieferanten oder eine andere Person handelt, die sich mit Ihrer Branche selber nicht oder nur wenig auskennt. Denken Sie beim Verfassen des Plans immer an eher unbeteiligte Personen, die nur wenig Interesse daran haben, Fachbegriffe erst einmal nachschlagen zu müssen, bevor Sie Ihren Geschäftsgegenstand verstehen.

 

  Tipp 4: Vermeiden Sie subjektive Einschätzungen  

Tipp 4: Vermeiden Sie subjektive Einschätzungen

Die größte Gefahr beim Businessplan besteht darin, dass Sie Ihre eigenen, meist zu positiven, Einschätzungen hier zu stark einfließen lassen. Natürlich erwartet man von Ihnen, dass Sie von Ihrer eigenen Geschäftsidee und Ihrem Unternehmen vollständig überzeugt sind und dass Sie selber an den Erfolg Ihrer Konzepte glauben. Dieser Optimismus darf sich aber keinesfalls auf Schätzungen und Prognosen auswirken. Wenn Sie zum Beispiel den Umsatz in einem spezifischen Geschäftsbereich für einen bestimmten Zeitraum prognostizieren, dann müssen Sie die Frage beantworten können, wie sich die entsprechenden Zahlen herleiten. Es versteht sich von selber, dass Ihr verständlicher Wunsch nach einem bestimmten Ergebnis hier nicht ausreichend ist. Auch im Umgang mit Kostenpositionen, Ausgaben und Risiken dürfen Sie keinesfalls zu optimistisch vorgehen, da Sie dem Businessplan ansonsten seine Glaubwürdigkeit rauben.

 

  Tipp 5: Arbeiten Sie mit professioneller Unterstützung  

Tipp 5: Arbeiten Sie mit professioneller Unterstützung

Gerade für Unternehmen in der Gründungsphase oder kurz danach hat es sich bewährt, einen externen Spezialisten in die Anfertigung des Businessplans einzubeziehen. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Steuerberater oder einen Gründungscoach handeln, die über weitreichende Erfahrungen in der Erstellung von Businessplänen verfügen. Auf der einen Seite gehen Sie so nicht das Risiko ein, sich das eigene Geschäftsmodell vor lauter Begeisterung „schön zu rechnen“. Auf der anderen Seite verleiht die Mitwirkung eines externen Experten Ihrem Businessplan gegenüber jedem Empfänger deutlich mehr Glaubwürdigkeit. Darüber hinaus unterstützt Sie ein solcher Berater tatkräftig dabei, Ihr Geschäftsmodell selber möglichst neutral zu bewerten und so frühzeitig auf eventuell enthaltene Fehler aufmerksam zu werden.

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